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Dow Jones News
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MÄRKTE USA/Abgaben nach geplatzten Hoffnungen im Handelsstreit

NEW YORK (Dow Jones)--Mit Abgaben hat sich die Wall Street am Freitag in einem volatilen Umfeld gezeigt. Der Belastungsfaktor waren Berichte, wonach eine chinesische Handelsdelegation früher als erwartet die Heimreise antritt. Zu Beginn hatten noch Hoffnungen auf eine Annäherung im Handelsstreit das Sentiment gestützt. Zum anderen brachte der Tag des vierfachen Verfalls an den Termin- und Optionsmärkten erhöhte Bewegung. Mit Interesse wurden auch Aussagen von Notenbank-Vertretern verfolgt.

Der Dow-Jones-Index gab um 0,6 Prozent nach auf 26.935 Punkte und schloss damit in der Nähe seines Tagestiefs. Der S&P-500 schloss 0,5 Prozent niedriger bei 2.992 Punkten, der Nasdaq-Composite reduzierte sich um 0,8 Prozent auf 8.118 Punkte. Den 1.549 (Donnerstag: 1.521) Kursgewinnern an der NYSE standen 1.379 (1.413) -verlierer gegenüber. Unverändert schlossen 99 (104) Aktien.

Berichte, wonach eine chinesische Handelsdelegation, die zur Vorbereitung der für Anfang Oktober geplanten Gespräche auf hoher Ebene in Washington weilt, früher das Land verlässt, verdarben zuvor aufgekommene Hoffnungen auf Fortschritte im Handelsstreit zwischen den beiden größten Volkswirtschaften.

Angefacht wurden die Hoffnungen von Medienberichten, wonach US-Präsident Donald Trump Hunderte von chinesischen Produkten von den Zöllen ausgenommen haben soll. Im späteren Handelsverlauf äußerte sich Trump jedoch dahingehend, dass er vor der US-Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr nicht unbedingt ein Handelsabkommen unterzeichnen müsse. Zudem bevorzuge er eine umfassende Vereinbarung mit Peking; ein Abkommen über den Kauf von mehr Agrarerzeugnissen aus den USA sei hingegen nicht genug.

US-Notenbanker Rosengren sieht Gefahren in Zinssenkung 

Konjunkturdaten standen nicht auf der Agenda. Derweil äußerten sich US-Notenbanker zur jüngsten Zinssenkung. So erläuterte Boston-Fed-Präsidenten Eric Rosengren - ein Falke im Offenmarktausschuss der Fed - seine Gründe für die Ablehnung der Zinssenkung. Diese sei nicht notwendig gewesen. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Preise für riskobehaftete Vermögenswerte weiter erhöhen und die Schuldenaufnahme angeheizt werde. Rosengren sieht Risiken durch Instabilitäten im Finanzsystem, sollte die US-Notenbank die Zinsen weiter senken. Das könne den nächsten Abschwung verschärfen, wenn er kommt.

St. Louis-Fed-Präsident James Bullard verwies hingegen zur Rechtfertigung des Zinsschritts in einer Stellungnahme auf eine sich abzeichnende Verlangsamung der US-Wirtschaft.

Ölpreise stabil - Gold steigt 

Die Ölpreise legten zwar weiter zu, aber mit etwas gebremstem Tempo. Der Commerzbank zufolge hat die Meldung am Vortag, dass Saudi-Arabien verarbeitete Ölprodukte einführen muss, Zweifel daran geweckt, ob die Zerstörungen der saudi-arabischen Ölanlagen tatsächlich so rasch behoben werden könne wie bislang behauptet. Im US-Settlement stieg die Sorte WTI um 0,1 Prozent auf 58.09 Dollar je Fass. Auf Wochensicht erhöhte er sich um 6 Prozent - es war der stärkste Wochengewinn seit drei Monaten.

Der Goldpreis stieg um 1,1 Prozent auf 1.516 Dollar je Feinunze, nachdem das Edelmetall seit zwei Wochen um die 1.500-Marke gependelt war. Marktbeobachter verwiesen hier auf die anhaltenden geopolitischen Spannungen mit dem Iran. Als Reaktion auf die jüngsten Luftangriffe auf zwei saudi-arabische Ölanlagen haben die USA ihre Sanktionen gegen die iranische Zentralbank verschärft. Auch Anleihen waren in dem anhaltend unsicheren Umfeld weiter stark gefragt. Die Zehnjahresrendite sank um 6,3 Basispunkte auf 1,72 Prozent.

Der Euro näherte sich wieder von oben der Marke von 1,10 Dollar, an der er an den vergangenen Tagen mehrfach abgeprallt war. Teilnehmer vermuteten, dass die tendenzielle Dollar-Stärke anhalten dürfte. Zu US-Handelsschluss ging der Euro mit 1,1019 Dollar um. Nervöse Bewegungen gab es im Pfund, das zunächst auf ein Achtwochenhoch bei 1,2583 Dollar kletterte, gestützt von Äußerungen des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker, der sich optimistisch zu einem möglichen Brexit-Deal geäußert hat. Im weiteren Verlauf sackte die Devise jedoch wieder deutlich ab und lag im späten US-Handel bei 1,2467 Dollar.

Steelcase nach Zahlen fest 

Gute Zahlen des Büroeinrichters Steelcase trieben die Aktie um 9,9 Prozent. Das Unternehmen steigerte im zweiten Quartal den Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent auf 60,5 Millionen Dollar und setzte mit 998 Millionen Dollar 14 Prozent mehr um. Analysten hatten lediglich mit 980 Millionen Dollar gerechnet.

Netflix knickten um 5,5 Prozent ein. Medienberichten zufolge will der Streaming-Konzern seine Ausgaben in Großbritannien kräftig erhöhen, um dem zunehmenden Wettbewerbsdruck zu begegnen.

McDonald's konnte von einer Erhöhung der Quartalsdividende auf 1,25 Dollar je Aktie von 1,16 Dollar nicht profitieren. Die Aktie gab 0,5 Prozent nach. Zudem hatte das Unternehmen mitgeteilt, voraussichtlich wie geplant das Dreijahresziel einer Ausschüttung von 25 Milliarden Dollar zu erreichen. Per Ende August lag diese Summe bei 21 Milliarden Dollar.

Die Xilinx-Aktie sackte um 6,8 Prozent ab, nachdem der Finanzvorstand des Unternehmens zurückgetreten ist.

=== 
INDEX           zuletzt  +/- %  absolut  +/- % YTD 
DJIA          26.935,07  -0,59  -159,72      15,47 
S&P-500        2.992,06  -0,49   -14,73      19,36 
Nasdaq-Comp.   8.117,67  -0,80   -65,21      22,34 
Nasdaq-100     7.823,55  -0,99   -78,24      23,60 
 
US-Anleihen 
Laufzeit         Rendite   Bp zu VT    Rendite VT      +/-Bp YTD 
2 Jahre             1,67       -6,9          1,74           46,6 
5 Jahre             1,60       -5,9          1,66          -32,4 
7 Jahre             1,67       -6,4          1,73          -57,9 
10 Jahre            1,72       -6,3          1,78          -72,3 
30 Jahre            2,16       -7,3          2,23          -90,9 
 
DEVISEN          zuletzt      +/- %  Fr, 8:20 Uhr  Do, 17:26 Uhr    % YTD 
EUR/USD           1,1019     -0,22%        1,1056         1,1052    -3,9% 
EUR/JPY           118,51     -0,67%        119,27         119,40    -5,7% 
EUR/CHF           1,0920     -0,39%        1,0960         1,0973    -3,0% 
EUR/GBP           0,8838     +0,26%        0,8792         0,8854    -1,8% 
USD/JPY           107,56     -0,45%        107,87         108,03    -1,9% 
GBP/USD           1,2467     -0,48%        1,2577         1,2482    -2,3% 
USD/CNY           7,0916     -0,07%         7,083         7,0966    +3,1% 
Bitcoin 
BTC/USD        10.141,25     -1,14%     10.186,75       9.864,50  +172,7% 
 
ROHOEL           zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex          58,09      58,13         -0,1%          -0,04   +20,9% 
Brent/ICE          64,67      64,40         +0,4%           0,27   +16,8% 
 
METALLE          zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)     1.516,35   1.499,60         +1,1%         +16,75   +18,2% 
Silber (Spot)      17,94      17,79         +0,9%          +0,15   +15,8% 
Platin (Spot)     944,75     938,00         +0,7%          +6,75   +18,6% 
Kupfer-Future       2,58       2,60         -0,7%          -0,02    -2,7% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/ros

(END) Dow Jones Newswires

September 20, 2019 16:21 ET (20:21 GMT)

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