Anzeige
Mehr »
Donnerstag, 12.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Rohstoff mit Verteidigungs-Power - Antimony Resources im Anleger-Radar
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
376 Leser
Artikel bewerten:
(1)

MARKT-AUSBLICK/Zeit, Luft abzulassen - Aussichten bleiben günstig

Von Manuel Priego-Thimmel

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach einer DAX-Kursrally von mehr als 1.000 Punkten seit August ist die Zeit zum Durchatmen gekommen. Für den Sprint gab es mit der Waffenruhe im US-chinesischen Handelsstreit sowie der Annäherung zwischen London und Brüssel gute Gründe. Die Wirtschaftsdaten sind weiter schlecht, die Anleger gehen jedoch davon aus, dass sich diese in den kommenden Monaten wieder verbessern werden. Dazu trägt auch die US-Notenbank bei - diese dürfte in der kommenden Woche die Leitzinsen erneut senken.

Das fundamentale Bild an den Börsen hat sich in den vergangenen Wochen stark aufgehellt. Die USA und China haben sich im Handelskonflikt auf einen temporären Waffenstillstand geeignet. Nicht etwa, weil man sich in den Streitfragen näher gekommen wäre, sondern hauptsächlich weil US-Präsident Donald Trump um seine Wiederwahl bangt und Druck von der US-Wirtschaft nehmen möchte. Dass der Handelsstreit früher oder später wieder ausbrechen wird, ist für die Börsianer aktuell von untergeordneter Bedeutung.

Wirtschaftsdaten bleiben schwach 

Positiv aus Börsensicht hat sich auch das Brexit-Thema entwickelt. Ein "harter" Brexit Ende Oktober ist so gut wie vom Tisch. Es ist davon auszugehen, dass die EU den Austrittstermin Großbritanniens aus der EU erneut verschieben wird, dieses Mal wohl um drei Monate. Dass würde den Briten Zeit geben, Neuwahlen oder ein zweites Referendum abzuhalten, oder sich auf die Modalitäten des bereits vom Parlament verabschiedeten Brexit-Deals von Premier Boris Johnson zu einigen. Wichtig für die Anleger ist einzig, dass der Austritt geregelt erfolgt.

Die Wirtschaftsdaten bleiben derweil weltweit schwach, deuten aber weiter keine Rezession an. Der am kommenden Freitag zur Veröffentlichung anstehende US-ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe dürfte weiter unter 50, und damit unterhalb der Expansionsschwelle, liegen. Die Kontraktion in der Industrie ist aber nicht schwerwiegend genug, um die US-Wirtschaft insgesamt schrumpfen zu lassen.

US-Notenbank dürfte Leitzinsen um 25 Basispunkte senken 

Die US-BIP-Zahlen für das dritte Quartal werden am kommenden Mittwoch bekannt gegeben. Die Commerzbank rechnet mit einem annualisierten Wachstum von 1,7 Prozent. Dies wäre das schwächste in diesem Jahr, aber immer noch weit von einer Rezession entfernt. Damit dies so bleibt, dürfte die US-Notenbank ihre Politik der vorbeugenden Zinssenkungen fortsetzen und in der kommenden Woche die Zinsen um weitere 25 Basispunkte auf dann 1,75 Prozent herabsetzen. Die Deutsche Bank erwartet daneben weitere Senkungen im Dezember und Januar.

Das Hauptproblem für die Börsen ist deren in der Zwischenzeit sportliche Bewertung. Wie die Commerzbank anführt, ist das Kurs/Gewinnverhältnis auf 15,2 gestiegen - der Zehn-Jahresdurchschnitt liegt bei 11,9. Die Entspannung an der politischen Front sowie die sehr expansive Geldpolitik der großen Zentralbanken spricht zwar für Bewertungen über dem historischen Schnitt, aber das in der Zwischenzeit erreichte Niveau erscheint übertrieben.

Die Gewinnerwartungen der DAX-Unternehmen fallen weiter 

Und das insbesondere, wenn man bedenkt, dass die DAX-Gewinnerwartungen für 2019 im vergangenen Quartal nochmals um 5 Prozent und für 2020 um 4 Prozent gefallen sind. Laut Commerzbank leiden derzeit 18 der 30 DAX-Unternehmen unter fallenden Gewinnprognosen. Die in den USA bereits fortgeschrittenere Berichtssaison mahnt ebenfalls zur Vorsicht: Im Schnitt der vergangenen Quartale lagen die Unternehmen fünf Prozent über den Erwartungen, bisher sind es nur 3,5 Prozent, so CMC Markets.

Dies spricht dafür, dass sich die Börsen und der DAX erst einmal setzen werden. Eines der Argumente für den DAX, das immer wieder genannt wird, ist seine Dividendenrendite von mehr als 3 Prozent, der ein ganzes Universum von negativ rentierenden Anleihen entgegen steht. Mit Blick auf die US-Märkte, die noch immer die Marschrichtung weltweit vorgeben, ist dieses Argument nicht mehr so stichhaltig. Dort werfen zehnjährige Treasuries noch immer respektable 1,80 Prozent ab. Eine Korrektur in Maßen würde dem DAX gut tun.

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

October 25, 2019 05:17 ET (09:17 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Value-Zug 2026 endgültig abfährt!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.