Die Wiener Börse hat am Freitag fester geschlossen. Der Leitindex ATX stieg im Feiertagshandel um 25,05 Punkte oder 0,80 Prozent auf 3164,64 Einheiten. In Österreich wurde am Freitag Allerheiligen begangen, wie in einigen deutschen Bundesländern.
Die europäischen Leitbörsen waren ebenfalls geöffnet. Auch sie verzeichneten Kursgewinne. In der Früh stützten besser als erwartet ausgefallene Stimmungsdaten aus der chinesischen Industrie. Am Nachmittag sorgte eine feste Eröffnung an der Wall Street für zusätzlichen Schwung.
In New York hatte vor allem der offizielle Arbeitsmarktbericht für Oktober für gute Stimmung gesorgt. Die Zahl der neuen Jobs lag mit 128.000 deutlich über der durchschnittlichen Analyseneinschätzung von 85.000 Einheiten. Stimmungsdaten aus der US-Industrie fielen zwar etwas schwächer aus als erwartet, zeigten aber immerhin eine leichte Verbesserung.
Auf Unternehmensseite rückte in Wien die Bawag in den Mittelpunkt. Am Vorabend war nach Börsenschluss bekannt geworden, dass sich der Großaktionär Cerberus von gut der Hälfte seiner Beteiligung trennen will. Cerberus biete über Nacht 13,5 Millionen Bawag-Aktien über die Investmentbanken Goldman Sachs, Citigroup and JPMorgan zum Kauf an, teilte eines der beauftragten Institute mit.
Die Bawag-Titel zeigten sich im Eröffnungshandel zunächst unbeeindruckt und stiegen sogar leicht. Dann gerieten sie jedoch unter Druck und rutschten schließlich mit einem Minus von 1,41 Prozent auf 36,48 Euro ans untere Ende des ATX ab.
Dagegen notieren die Aktien von Voestalpine mit einem Plus von 3,52 Prozent auf 23,24 Euro mit klarem Abstand an der ATX-Spitze. Stahlwerte wurden europaweit stark nachgefragt, nachdem der US-Konkurrent US Steel gute Quartalszahlen vorgelegt hatte.
Zweitstärkster Wert im Leitindex waren die Titel der Erste Group mit einem Kurszuwachs von 2,12 Prozent auf 32,34 Euro, gefolgt von den OMV-Anteilsscheinen mit einem Plus von 0,88 Prozent auf 52,78 Euro. Zum heimischen Öl- und Gaskonzern lag eine neue Analysteneinschätzung vor. Die Berenberg Bank bekräftigte nach der am Mittwoch erfolgten Zahlenvorlage ihre "Buy"-Empfehlung und ihr Kursziel von 60 Euro. Die starke operative Performance habe sich im dritten Quartal fortgesetzt, urteilten die Analysten./dkm/mik/APA/fba
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AXC0203 2019-11-01/18:33
