Anzeige
❌
Mehr »
Mittwoch, 28.10.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Analysten-Kursziel über dem Dreifachen: Knackt die Aktie jetzt den Trend?
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
242 Leser
Artikel bewerten:
(1)

Große Koalition hat nach Halbzeitbilanz noch viel zu tun

Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--Ungeachtet des andauernden Streits um die Grundrente zieht die Bundesregierung in ihrer Halbzeitbilanz eine positive Bilanz der vergangenen 19 Monate. "Zusammen mit den Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD haben wir viel erreicht und umgesetzt - aber es bleibt auch noch viel zu tun", bilanzierte die Bundesregierung die Arbeit in einem am Mittwoch veröffentlichten 83-seitigen Papier.

"Wir haben im Koalitionsvertrag viele konkrete Vorhaben miteinander vereinbart, mit denen wir den neuen Aufbruch für Europa, die neue Dynamik für Deutschland und den neuen Zusammenhalt für unser Land erreichen wollen."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich zufrieden mit der Arbeit der Koalition. "Von 300 großen Maßnahmen, die wir uns vorgenommen haben, haben wir zwei Drittel auf den Weg gebracht oder schon vollendet", sagte Merkel bei einem Pressestatement. "Das zeigt, dass wir arbeitsfähig und arbeitswillig sind."

Für Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) gab die Regierungsarbeit der vergangenen Monate alles zusammen "eine ganz profunde Bilanz ab". Die politische Bewertung der Regierungskoalition liegt nun in den Händen Parteien CDU, CSU und SPD. Die Gremien werden sich am Montag treffen und die Halbzeitbilanz beraten. Die SPD will dann Anfang Dezember auf ihrem Parteitag über eine Fortsetzung der großen Koalition abstimmen.

Finanzielle Erleichterungen und Klimagesetze 

In dem Papier umreißt die Regierung auch, was die kommenden Monaten noch bringen werden. Dazu zählen im Kapitel zur Wirtschafts- und Finanzpolitik, dass Investitionen erhöht und der Solidaritätszuschlags weitgehend abgeschafft wird. Auch würden weitere Erleichterungen in Form eines höheren Kindergelds und höherer Kinderfreibetrags eingeführt.

Wirtschaft und Bürger müssten sich zudem auf die Verringerung von Kohlendioxidemissionen einstellen. Auch soll Deutschland Leitmarkt für Elektromobilität werden. Wichtiges Vorhaben für die kommenden Monate wird die Umsetzung des Klimaschutzpakets sein, mit dem Deutschland seine Klimaschutzziele einhalten will.

Besonders in der SPD hat es in den vergangenen Monaten zunehmend Unruhe über den Verbleib in der großen Koalition gegeben. Dies machte sich jüngst an dem Streit um die Einführung einer Grundrente für Geringverdiener fest. Hier beharrt die Union auf eine harte Einkommensprüfung bei potentiellen Empfängern einer Grundrente, damit nur diejenigen eine Aufstockung ihrer gesetzlichen Rente nach 35 Beitragsjahren bekommen, die es nötig haben. Die SPD hat sich hingegen eine Bedürftigkeitsprüfung ausgesprochen, da diese zu bürokratisch sei und mit der Grundrente eine Lebensleistung anerkannt werden soll.

Union will Überarbeitung des Koalitionsvertrags 

Allerdings beteuerte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Carsten Schneider am Mittwoch, dass eine überwältigende Mehrheit der SPD-Fraktion der großen Koalition eine gute Arbeit attestiert. "Das Stimmungsbild ist, dass 90 Prozent der Fraktion mit dem, was sie beschlossen haben, auch zufrieden sind", sagte Schneider. Allerdings betonte er, dass für die Fortsetzung der großen Koalition eine Einigung beim Streitthema Grundrente wichtig sei. Dazu soll der Koalitionsausschuss am Sonntag tagen.

Auch innerhalb der Union sind nicht alle zufrieden mit dem Zustand der großen Koalition. Der stellvertretende Fraktionschef Carsten Linnemann will, dass nach den Parteitagen der CDU Ende November und SPD Anfang Dezember sich die drei Koalitionsparteien zusammensetzen und den Koalitionsvertrag überarbeiten. "Da muss mal einer den Reset-Knopf drücken, damit wir mal wieder ein neues Aufbruchsignal bekommen für dieses Land. So jedenfalls kann es nicht weitergehen", sagte Linnemann am Dienstag am Rande eines Treffens der Unionsfraktion.

Mitarbeit: Andreas Kißler

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/apo

(END) Dow Jones Newswires

November 06, 2019 07:12 ET (12:12 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir 5 Aktien, die von der historischen Öl-Krise besonders profitieren könnten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern und die möglichen Gewinner der zweiten Öl-Welle entdecken!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.