HAMBURG (dpa-AFX) - Das Karrierenetzwerk Xing ringt weiter mit einem langsameren Wachstum im Geschäft mit Privatkunden. Im dritten Quartal sei der Umsatz in diesem Bereich um nur noch drei Prozent auf 25,9 Millionen Euro gestiegen, teilte New Work , Betreiberin des Netzwerks Xing und Burda-Tochter, am Donnerstag in Hamburg mit. Stark zulegen konnte dagegen die Unternehmenskundesparte. Konzernweit sei der Umsatz in den drei Monaten bis Ende September um 16,6 Prozent auf 68,2 Millionen Euro gestiegen und damit etwas langsamer als zuletzt. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen kletterte um etwas mehr als ein Fünftel auf 24,2 Millionen Euro. Die Aktie hatte in den vergangenen Monaten unter anderem wegen der Sorgen über das künftige Wachstum deutlich Federn gelassen./zb/mis
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.
Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.
Nach Jahren im Schatten der Tech-Rallye steigt nun das Interesse an Unternehmen, die Stabilität mit langfristigen Wachstumsthemen wie Netzausbau, Dekarbonisierung und erneuerbaren Energien verbinden.
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