ZÜRICH (Dow Jones)-- Der schweizerische Aktienmarkt hat sich am Donnerstag mit Abgaben aus dem Handel verabschiedet. Für Bewegung sorgten einmal mehr die sich hinziehenden Handelsgespräche zwischen den USA und China. Marktteilnehmer berichteten von Gewinnmitnahmen angesichts der Unsicherheiten.
Der SMI verlor 0,5 Prozent auf 10.338 Punkte. Bei den 20 SMI-Werten standen sich 18 Kursverlierer und 2 -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 47,69 (zuvor: 46,83) Millionen Aktien.
Meldungen vom Vortag, wonach ein so genanntes "Phase-1-Abkommen" zwischen beiden Ländern möglichweise erst im kommenden Jahr zustande kommt, sorgten zu Handelsbeginn für deutlichen Abgabedruck - auch in Asien und Europa. Die Verhandlungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften werden zudem von den anhaltenden Unruhen in Hongkong belastet. US-Gesetze zur Unterstützung der Demokratiebewegung kommen in China nicht gut an. Peking hat daraufhin "entschlossene Maßnahmen zum Gegenschlag" angekündigt. Berichte über eine Einladung zu weiteren Gesprächen des chinesischen Verhandlungsführers Liu He an seine amerikanischen Kollegen sorgten im weiteren Verlauf jedoch für erneut aufkeimende Hoffnungen auf eine baldige Lösung im Streit.
Vor allem Werte mit starkem China- bzw. Hongkong-Geschäft zeigten sich anfällig. So gaben die beiden Luxuswerte Richemont und Swatch um 1,2 bzw. 0,8 Prozent nach. Bei den defensiven Werten notierte das Index-Schwergewicht Nestle 1,0 Prozent leichter. Novartis gaben 0,3 Prozent nach, während Roche nahezu unverändert schlossen. Alcon standen nach Zahlenvorlage am Vortag weiter unter Abgabedruck. Die Aktie gab 0,6 Prozent nach. Tagessieger waren Credit Suisse mit einem Plus von 0,5 Prozent. Die Analysten von Redburn haben die Aktie auf "Neutral" von zuvor "Sell" heraufgestuft.
Bei den Nebenwerten ging es für Schmolz + Bickenbach um 10,5 Prozent nach oben. Der Stahlkonzern hatte sich im Verfahren wegen mutmaßlich kartellrechtswidriger Praktiken mit dem deutschen Bundeskartellamt außergerichtlich geeinigt. Der im Bereich Speziallangstahl tätige Konzern hat nach eigenen Angaben eine Buße von 12,3 Millionen Euro akzeptiert.
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November 21, 2019 11:50 ET (16:50 GMT)
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