Anzeige
Mehr »
Samstag, 13.06.2026 - Börsentäglich über 12.000 News

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
290 Leser
Artikel bewerten:
(1)

Küsten-Länder warnen vor existenzieller Krise der Windenergie

Von Petra Sorge und Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--Die norddeutschen Länder haben vor einem massiven Einbruch bei den Erneuerbaren Energien gewarnt und die Bundesregierung zu einer sofortigen Kurskorrektur aufgefordert. Sie wollten auf eine "schwerwiegende Entwicklung" aufmerksam machen, "die uns größte Sorgen bereitet", erklärte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in Berlin bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Spitzen von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen. Bundeswirtschaftsminister Altmaier müsse "einen verlässlichen, belastbaren Plan" vorlegen, wie die Ökostromerzeugung wieder ausgebaut werden könne, forderte Weil.

Er sprach von einer "existenziellen Krise" der Windenergie. Wenn hier nicht gegengesteuert werde, werde die Branche "denselben Weg gehen wie die deutsche Solarenergie. Das im Jahr des Klimaschutzes sagen zu müssen, ist wirklich verrückt." Bereits 40.000 Jobs seien in der Windenergie verloren gegangen.

Die Länderchefs wandten sich insbesondere gegen bundesweite gesetzliche Vorgaben, wie sie Altmaier zunächst im Entwurf für das Kohleausstiegsgesetz vorgesehen hatte. Besonders umstritten war darin die restriktive Auslegung eines Mindestabstands von 1.000 Metern zwischen Wohngebieten und Windrädern. "Das können wir Länder selbst regeln", erklärte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), "da brauchen wir den Bund überhaupt nicht". Altmaier hatte die Bestimmungen zu den Erneuerbaren Energien am Donnerstagabend infolge der Kritik überraschend aus dem Entwurf herausgenommen.

Entwurf für Kohleausstiegsgesetz noch weiter in Abstimmung 

Diese und andere Regelungen würden "im Augenblick noch diskutiert zwischen den Ressorts", erklärte der Minister zuvor am Morgen während der Vorstellung seiner Industriestrategie. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, ihn zu finalisieren." Die Bundesregierung hatte versprochen, das Kohleausstiegsgesetz noch in diesem Jahr auf den Weg zu bringen.

Mit der Kritik der Ministerpräsidenten werde er sich "beschäftigen", versprach Altmaier. "Uns eint, dass wir möchten, dass eine wettbewerbsfähige, erfolgreiche, gesunde Windkraftbranche in Deutschland existiert und entsteht." Allerdings müssten auch die Widerstände und rund 1.000 Bürgerinitiativen ernst genommen werden. "Deshalb habe ich diesen Dialog nach zwei Seiten geführt", so Altmaier. Das Klimakabinett habe in diesem Punkt "ein ausgewogenes Ergebnis" erzielt. "Genau das wollen wir umsetzen."

Die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), wies darauf hin, dass Akzeptanz auch anders erreicht werden könne. So müssten dringend die Stromkosten sinken, wo Windenergieanlagen aufgebaut werden. Der Grund: "Wir haben höchsten Nutzentgelte", monierte Schwesig.

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) kritisierte, dass mit dem Wegfall der Erneuerbaren-Regeln im Kohleausstieg auch die Zielsteigerungen bei der Offshore-Windenergie wegfallen. Geplant war, die Ausbauziele für Windenergie auf See von aktuell 15 Gigawatt auf 20 Gigawatt Leistung bis 2030 anzuheben. "Wir fordern einen weiteren perspektiven Aufbau - 30 Gigawatt bis 2030, damit die Planbarkeit vorhanden ist." Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, Anna Sophie Eichler, erklärte, sie werde sich zu "Zwischenständen" bei den Referentenentwürfen nicht äußern.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/aat/mgo

(END) Dow Jones Newswires

November 29, 2019 08:19 ET (13:19 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Software-Aktien vor, die besonders aussichtsreich positioniert sind – mit starker Marktstellung, attraktiver Bewertung und hohem Aufholpotenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Software-Rebound Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.