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US-Botschafter fordert mehr deutsche Investitionen in LNG

Von Petra Sorge

BERLIN (Dow Jones)--US-Botschafter Richard Grenell hat die Bundesregierung aufgefordert, stärker in die Nutzung von verflüssigtem Erdgas (Liquefied Natural Gas, LNG) zu investieren. Die Förderung von LNG habe die Energiepolitik in seinem Land regelrecht umgekrempelt und die USA zur Exportnation gemacht, sagte Grenell bei einer Podiumsveranstaltung in der Botschaft in Berlin unter dem Titel "Die Nutzung von LNG als Treibstoff". "Wir sind sehr stolz auf die Tatsache, dass diese Industrie regelrecht explodiert ist", so der Diplomat von US-Präsident Donald Trump. Dies sei auch eine große Chance für Deutschland und Europa. "Dafür braucht es mehr Investitionen und Deregulierung."

Anfangs habe es ähnlich wie in Deutschland auch in den USA große Emotionen und Widerstände gegen das sogenannte Fracking gegeben, sagte Grenell. Bei dieser in der USA üblichen Fördermethode wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien mit hohem Druck in tiefe Gesteinslagen verpresst und so Erdgas oder Öl gefördert. Gegner des Verfahrens befürchten, dass dabei Bodenrisse entstehen können oder das Trinkwasser verschmutzt werden könnte. In Deutschland ist Fracking vorerst verboten, nur die Erprobung ist erlaubt. Grenell zufolge gab es aber "nicht eine einzige Studie, die zeigt, dass Fracking gefährlich ist".

Regierung sieht in LNG eine "sinnvolle Alternative" 

Die Bundesregierung fördert bereits den Aufbau von LNG-Infrastrukturen, um bei den Klimazielen voranzukommen. "Wir sehen verflüssigtes Erdgas als sinnvolle Alternative zu herkömmlichen Brennstoffen insbesondere im Verkehrssektor", sagte Norbert Salomon, Ministerialdirigent im Bundesverkehrsministerium und dort zuständig für Wasserstraßen und die Schifffahrt. Zwar gebe es im Moment noch keinen großen Markt für LNG in Deutschland, aber dies könne sich schon im kommenden Jahr ändern.

So finanziert das Ministerium laut Salomon die Umrüstung der ersten Schiffe auf LNG. Auch seien 1.100 Erdgas-Lkw gefördert worden. Man wolle hier ein Vorbild sein, sagte der Beamte, "Geld spielt da keine so große Rolle". LNG werde für die Dekarbonisierung "eine Schlüsselrolle" spielen. "In Hamburg sind sie etwa bereit, in einen solchen Markt zu investieren."

DHL und UPS wollen Flotten umrüsten 

Auch für die Paketdienstleister sind LNG-betriebene Fahrzeuge ein großes Thema. Bei der Deutschen Post gebe es in den Städten zwar bereits viele Elektrofahrzeuge, sagte der Leiter der DHL-Reichweitenentwicklung, Achim Jüchter. "Die große Herausforderung ist aber die Langstrecke." DHL wolle bis 2050 klimaneutral werden, "bis dahin brauchen wir Brückenlösungen", so Jüchter. Eine solche könne LNG sein, wenn über die Zeit der Anteil grüner Gase gesteigert werde. Grünes Gas entsteht etwa bei der Umwandlung von Strom aus erneuerbaren Energieanlagen in Wasserstoff. In die bestehenden Erdgasleitungen kann nach Ansicht von Experten langfristig auch Wasserstoff eingespeist werden.

Auch der Paketdienstleister UPS sieht in dem Mix von Erd- und Ökogasen die Zukunft. In den USA habe UPS eine Milliarde Euro in die Gastechnologie investiert und den Kauf von 6.000 Nutzfahrzeugen angekündigt, erklärte der Leiter der Konzernrepräsentanz in Berlin, Lars Purkarthofer. Bei grünem Gas sei UPS bereits aktuell der größte Käufer im Privatsektor. "Im nächsten Jahr werden wir beginnen, LNG auch in Deutschland zu erkunden."

In der Europäischen Union ist die Rolle von Erdgas indes umstritten. Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat entschieden, Gasprojekte in der EU ab 2022 nicht mehr zu fördern.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/flf

(END) Dow Jones Newswires

December 10, 2019 09:14 ET (14:14 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
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