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Dow Jones News
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MÄRKTE USA/US-Börsen mit guten China-Daten fester erwartet

NEW YORK (Dow Jones)--Etwas fester dürfte die Wall Street am Montag in die neue Handelswoche starten. Der Future auf den S&P-500 legt vorbörslich 0,3 Prozent zu. Für Rückenwind dürften gute Konjunkturdaten aus China sorgen. Sowohl die Industrieproduktion als auch der Einzelhandelsumsatz kletterten im November teils deutlich stärker als erwartet. Damit mehren sich die Anzeichen, dass die Abwärtsrisiken für die zweitgrößte Volkswirtschaft abnehmen.

Das zwischen den USA und China ausgehandelte erste Teilabkommen im Handelskonflikt dürfte hingegen kaum noch für Bewegung sorgen, gleichwohl bleibt es Gesprächsthema. Denn noch ist das Abkommen nicht unterschrieben. Zudem stehen nun die Verhandlungen über ein zweites Teilabkommen an; einfacher dürften diese nicht werden, denn die Spannungen zwischen beiden Ländern bestehen weiterhin. So haben die USA einem Bericht zufolge zwei chinesische Diplomaten wegen des Vorwurfs der Spionage ausgewiesen.

Rückenwind könnte auch von US-Konjunkturdaten kommen, denn die Geschäftsaktivität des verarbeitenden Gewerbes im Großraum New York ist im Dezember gestiegen. Der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Empire State Manufacturing Index erhöhte sich auf plus 3,5. Volkswirte hatten einen Stand von plus 3,1 prognostiziert. Im Vormonat hatte der Index bei plus 2,9 gelegen.

Weitere Aufschlüsse über die wirtschaftliche Entwicklung in den USA dürften im Handelsverlauf die Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor und das verarbeitende Gewerbe für Dezember gegeben, wobei bei den Dienstleistungen ein leichter Anstieg auf 52,0 von 51,6 und im verarbeitenden Gewerbe ein unveränderter Stand von 52,6 erwartet wird.

Pfund kommt von Hoch zurück 

Das Pfund kommt von den Höchstständen der vergangenen Woche zurück. Die britische Währung hatte nach dem Wahlsieg der Konservativen sowohl gegenüber US-Dollar als auch Euro stark angezogen. Das Pfund notiert aktuell bei 1,3340 Dollar, nach einem Freitagshoch über der Marke von 1,35 Dollar.

Vermeintlich sichere US-Anleihen sind angesichts des erzielten Teil-Handelsabkommens und der guten Konjunkturdaten aus China nicht gefragt. Die Rendite 10-jährigen Papiere steigt bei sinkenden Kursen um 2,5 Basispunkte auf 1,85 Prozent. Der Goldpreis steigt leicht um 0,2 Prozent auf 1.478 Dollar.

Auch die Ölpreise legen aufgrund der guten China-Daten etwas zu. Die US-Sorte WTI steigt um 0,2 Prozent auf 60,21 Dollar, während die europäische Sorte Brent 0,4 Prozent zulegt auf 65,49 Dollar.

Boeing von möglicher Produktionskürzung belastet 

Unter den Einzelwerten dürften Boeing im Fokus stehen. Angesichts weiterer Verzögerungen bei der Wiederfreigabe der Boeing 737 Max für den Flugdienst prüft der US-Flugzeughersteller laut informierten Personen eine Kürzung oder eine komplette Produktionsunterbrechung. Die Aktie gibt vorbörslich 3,8 Prozent nach.

Dupont steigen um 3,9 Prozent. Der Chemiekonzern legt sein Geschäft für Nahrungszusatzstoffe mit dem US-Dufthersteller International Flavors & Fragrances (IFF) zusammen. Der neue Konzern soll auf einen Jahresumsatz von 11 Milliarden US-Dollar kommen. Dupont wird laut Mitteilung die Mehrheit an dem neuen Konzern halten und zudem eine einmalige Barzahlung von 7,3 Milliarden Dollar erhalten. IFF geben hingegen knapp 5 Prozent nach.

Der Aktenkurs des Pharmaunternehmens Amarin erhöht sich um 6,6 Prozent. Hintergrund ist die erweiterte Zulassung des Medikaments Vascepa durch die US-Arzneimittelbehörde FDA. Amarin setzt nun auf milliardenhohe Umsätze an und plant eine Verdopplung der Vertriebsmannschaft.

==== 
US-Anleihen 
Laufzeit              Rendite   Bp zu VT    Rendite VT       +/-Bp YTD 
2 Jahre                  1,62        1,2          1,61            41,6 
5 Jahre                  1,69        3,5          1,65           -23,4 
7 Jahre                  1,79        2,7          1,76           -45,8 
10 Jahre                 1,85        2,5          1,83           -59,4 
30 Jahre                 2,28        2,6          2,25           -78,8 
 
DEVISEN               zuletzt      +/- %  Mo, 8:41 Uhr  Fr., 17:27 Uhr   % YTD 
EUR/USD                1,1150     +0,20%        1,1149          1,1122   -2,7% 
EUR/JPY                122,02     +0,24%        121,96          121,49   -3,0% 
EUR/CHF                1,0953     +0,04%        1,0955          1,0936   -2,7% 
EUR/GBP                0,8357     +0,18%        0,8321          0,8341   -7,2% 
USD/JPY                109,42     +0,05%        109,39          109,23   -0,2% 
GBP/USD                1,3340     -0,02%        1,3401          1,3330   +4,5% 
USD/CNH (Offshore)     6,9959     -0,13%        7,0005          7,0229   +1,8% 
Bitcoin 
BTC/USD              7.124,51     +0,21%      7.056,76        7.262,26  +91,6% 
 
 
ROHOEL                zuletzt  VT-Settl.         +/- %         +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               60,21      60,07         +0,2%            0,14  +24,1% 
Brent/ICE               65,49      65,22         +0,4%            0,27  +18,3% 
 
METALLE               zuletzt     Vortag         +/- %         +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          1.478,42   1.475,90         +0,2%           +2,52  +15,3% 
Silber (Spot)           17,04      16,93         +0,7%           +0,11  +10,0% 
Platin (Spot)          932,65     928,25         +0,5%           +4,40  +17,1% 
Kupfer-Future            2,80       2,78         +1,1%           +0,03   +5,8% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err/smh

(END) Dow Jones Newswires

December 16, 2019 09:15 ET (14:15 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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