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Boris Johnson sorgt für Verunsicherung, Wirecard gewinnt neuen Partner

Nachdem der DAX am Montag noch auf 13.425 Punkte und damit auf den höchsten Kursstand seit Januar 2018 geklettert war, legte der Index eine Verschnaufpause ein, die sich auch am heutigen Mittwoch fortsetzte. Dabei näherte sich der DAX wieder der 13.200er-Marke an.

Das war heute los. Anleger müssen sich für neue Allzeithochs beim DAX weiterhin in Geduld üben. Der eindeutige Wahlausgang in Großbritannien hat offenbar nur für ein kurzes Strohfeuer an der Börse gesorgt. Für Beunruhigung sorgt der Vorstoß des britischen Premierministers Boris Johnson, eine Verlängerung der Übergangsfrist für den EU-Ausstieg seines Landes per Gesetz auszuschließen. Damit will Johnson anscheinend Brüssel unter Druck setzen und einen für Großbritannien möglichst vorteilhaften Handelsvertrag erreichen. Sollte es aber keine Einigung geben, besteht weiterhin die Gefahr eines harten Brexit mit der Einführung von Zöllen.

Für Anleger gibt es in Sachen Brexit damit weiterhin noch nicht die erhoffte Entspannung. Auch positive Konjunkturnachrichten konnten heute nicht für Kaufstimmung sorgen. Wie das Münchener Ifo-Institut mitteilte, verbesserte sich das erhobene Geschäftsklima in Deutschland im Dezember um 1,2 Punkte auf 96,3 Zähler. Das ist der höchste Anstieg seit einem halben Jahr und der zweite Anstieg in Folge. Trotz der aufgehellten Stimmung bleiben die Anleger weiter vorsichtig.

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© 2019 marktEINBLICKE
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Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

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