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Ausblick 2020: Dow Jones und die 30.000er-Marke

Das Börsenjahr 2019 ist passé. Wir geben in den kommenden Tagen in der Reihe "Ausblick 2020" marktEINBLICKE zu den Faktoren, die das Anlegerjahr 2020 mitbeherrschen sollten. Dazu haben wir uns wieder kompetente Verstärkung ins Haus geholt und verschiedene Börsen-Experten gebeten, einen Ausblick zu wagen. Ihre Einschätzungen werden wir zum Jahreswechsel an dieser Stelle veröffentlichen. Heute ist Heiko Thieme an der Reihe.

Mut wurde belohnt! Die ausgeprägte Schwäche an den Börsen im vierten Quartal vergangenen Jahres war nichts anderes als eine Kaufchance. Seit den Tiefständen Ende Dezember sind an Wall Street der Dow Jones und in Deutschland der DAX bis Mitte November um rund 30 Prozent gestiegen - dies ist das Drei- bis Vierfache im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt! Der von Kostolany, dem Altmeister der Börse, vor über 40 Jahren geprägte Satz - "immer nehmen, wenn alle geben und geben, wenn alle nehmen" - hat sich wieder einmal bestätigt!

Bis zum Jahresende dürfte dennoch die Geopolitik die Börsen beeinflussen. Hierbei spielen die laufenden Verhandlungen beim Handelsstreit zwischen USA und China eine entscheidende Rolle. Meine im ersten Quartal genannten Jahresziele für den DAX und Dow Jones wurden bereits in der ersten Novemberhälfte erreicht und beim DAX sogar etwas überschritten.

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© 2019 marktEINBLICKE
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

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