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Daimler-Chef Källenius sieht keine Erholung in der Branche

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Vorstandsvorsitzende von Daimler macht keine Hoffnungen auf eine generelle Besserung der Situation in der Automobilbranche. "Es geht nicht um eine Wirtschaftskrise, wo sich in zwei oder drei Jahren die Märkte wieder nach oben drehen", sagte Ola Källenius der Bild am Sonntag. "Wir verändern gerade grundlegend die Automobilbranche, somit verändern wir auch dieses Unternehmen." Den Menschen müsse man ehrlich sagen: "Ein Weiterso wird es nicht geben. Das wird sicherlich zu emotionalen Verhandlungen führen."

Eine Fusion mit BMW vor diesem Hintergrund schloss Källenius kategorisch aus: "Größe ist wichtig, aber nicht alles. Ein Zusammengehen von Daimler und BMW ist für mich ausgeschlossen. Wir bleiben Konkurrenten und setzen da, wo es Sinn macht, auf Kooperationen."

Källenius will den DAX-Konzern mit umfangreichen Kostensenkungen und strategischen Anpassungen zurück in die Erfolgsspur führen. Bis Ende 2022 will Daimler insgesamt 1,4 Milliarden Euro Personalkosten einsparen.

Daimler setzt weiter auf China 

Trotz der Unruhen in Hongkong und zahlreicher Menschenrechtsverletzungen durch das Regime in Peking setzt Daimler weiter auf das China-Geschäft. "China ist für unser Pkw-Geschäft heute mit Abstand der größte Markt. Und bleibt der größte Wachstumsmarkt in den nächsten zehn Jahren", sagte Källenius der Zeitung und ergänzte: "Ich sage es ganz deutlich: Dieser Markt sichert Arbeitsplätze in Deutschland."

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/bam

(END) Dow Jones Newswires

December 29, 2019 06:19 ET (11:19 GMT)

Copyright (c) 2019 Dow Jones & Company, Inc.

© 2019 Dow Jones News
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