Von Carlos Lopez Perea
MADRID (Dow Jones)--Die von der Telefonica SA in Lateinamerika geplante Holding stößt auf Interesse bei Investoren aus der Region. Sie haben dem spanischen Telekomkonzern eine Offerte für einen Anteil von 51 Prozent an der Einheit geboten, wie El Mundo schreibt. Der Deal hätte einen Wert von mindestens 10 Milliarden Euro, hieß es.
Das Angebot beinhalte die Gründung einer lateinamerikanischen Holding, in der Telefonica ihre dortigen Aktivitäten (HispAm) bündeln soll. Die lokalen Aktionäre sollen 51 Prozent der Anteile kontrollieren und Telefonica zwischen 20 und 25 Prozent, schreibt El Mundo. Nach Angaben der Zeitung befinden sich die Verhandlungen in einem frühen Stadium.
Die Transaktion, die einen Börsengang einschließen würde, würde Telefonica nicht aus der Region verdrängen, wo ihre Präsenz nicht nur für das Unternehmen, sondern auch für den Staat von strategischer Bedeutung sei, so das Blatt weiter.
Bei Telefonica war zunächst niemand für einen Kommentar verfügbar.
Der Konzern hatte Ende November angekündigt, seine Geschäfte in Lateinamerika mit Ausnahme von Brasilien in einer Einheit zu bündeln, um "Investoren anzuziehen und Synergien zu nutzen". Telefonica wies auch auf einen möglichen Verkauf des Geschäfts in der Region hin.
"Bis vor einigen Jahren waren unsere Aktivitäten in Lateinamerika die treibende Kraft für das Wachstum des Unternehmens. Die besonderen Bedingungen in diesen Märkten haben sich jedoch auf das Geschäft ausgewirkt und seinen Beitrag in den letzten Jahren aus verschiedenen Gründen reduziert, trotz der enormen Anstrengungen unserer lokalen Teams, die immer ein starkes Engagement gezeigt haben", schrieb CEO Jose Maria Alvarez-Pallete in einem Brief an die Aktionäre.
Mitte Februar 2019 hatte Telefonica wenige Stunden vor Veröffentlichung der Jahreszahlen den Verkauf der drei Töchter in Mittelamerika für 1,65 Milliarden US-Dollar an den Konkurrenten Millicom International Cellular SA mitgeteilt.
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January 20, 2020 08:14 ET (13:14 GMT)
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