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MÄRKTE ASIEN/Börsen setzen Erholung fort - Virusangst weicht Zuversicht

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Spekulationen auf eine Eindämmung der Coronavirus-Epidemie haben die Aktienmärkte in Ostasien und Australien am Donnerstag nach oben getrieben. Positive Nachrichten kamen auch zum US-chinesischen Handelsstreit. China halbiert ab dem 14. Februar die im September verhängten Strafzölle auf US-Importe im Wert von 75 Milliarden Dollar. Dazu gesellten sich gute Vorgaben aus den USA, wo die Aktienkurse zusätzlichen Auftrieb von überraschend starken heimischen Konjunkturdaten bekommen hatten.

Der Nikkei-225-Index stieg in Tokio um 2,4 Prozent. In Schanghai ging es mit den Kursen im Schnitt um 1,7 Prozent nach oben. Der Hang-Seng-Index legte in Hongkong im späten Handel um 2,4 Prozent zu. Der südkoreanische Leitindex Kospi gewann 2,9 Prozent. In Australien schloss der S&P/ASX-200 mit einem Plus von 1,0 Prozent. Hier stützte auch der überraschend deutliche Anstieg der australischen Einzelhandelsumsätze im vierten Quartal.

Schon am Mittwoch gab es unbestätigte Berichte, wonach Forschern bei der Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus ein Durchbruch gelungen sein soll. Das führte zu einer Erleichterungsrally in Europa und an der Wall Street, wenngleich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Euphorie dämpfte, indem sie mitteilte, bislang sei keine wirksame Therapie gefunden worden. Und auch die US-Gesundheitsbehörden warnten vor zu viel Optimismus. Am Markt überwog allerdings die Überzeugung, dass die wirtschaftlichen Folgen des Virus nicht allzu gravierend sein werden.

Anleger gehen wieder ins Risiko 

Auch am Devisenmarkt zeigte sich die wiedererwachte Risikofreude der Anleger. Der Yen als klassische Fluchtwährung in Krisenzeiten wurde verkauft. Der US-Dollar notierte knapp unter 110 Yen. Am Dienstag kostete der Greenback im Tagestief noch 108,55 Yen.

Die im Zuge von Konjunkturskepsis zuletzt kräftig gefallenen Ölpreise erholten sich weiter. Die Akteure am Ölmarkt spekulieren darauf, dass die Opec in Reaktion auf den Preisverfall ihre Fördermenge reduziert. Das Barrel der global gehandelten Sorte Brent verteuerte sich um 1,4 Prozent auf 56,08 Dollar.

Mit den Ölpreisen erholten sich auch die Aktien der Branchenunternehmen. In Australien stiegen Woodside Petroleum um 2,7 Prozent und Beach Energy um 1,6 Prozent. Inpex gewannen in Tokio 2,6 Prozent. Die Aktie des auch im Rohstoffgeschäft tätigen japanischen Handelshauses Marubeni rückte um 1,9 Prozent vor. CNOOC legten in Hongkong um 5,2 Prozent zu.

Toyota überzeugt mit neuer Gewinnprognose 

Neben dem Virus zog auch die laufende Bilanzsaison einiges Interesse auf sich. In Tokio legte die Toyota-Aktie um 2,6 Prozent zu, nachdem der japanische Automobilkonzern bei der Vorlage von Geschäftszahlen die Jahresgewinnprognose erhöht hatte.

In Seoul sprangen Hyundai Heavy Industries Holding um 15 Prozent nach oben. Der Werftbetreiber hatte seinen Verlust im vierten Quartal deutlich reduziert und einen Aktienrückkauf angekündigt.

=== 
Index (Börse)            zuletzt      +/- %     % YTD          Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    7.049,20     +1,05%    +5,46%         06:00 
Nikkei-225 (Tokio)     23.873,59     +2,38%    -1,42%         07:00 
Kospi (Seoul)           2.227,94     +2,88%    +1,38%         07:00 
Schanghai-Comp.         2.866,51     +1,72%    -6,02%         08:00 
Hang-Seng (Hongk.)     27.427,68     +2,39%    -5,09%         09:00 
Taiex (Taiwan)         11.749,68     +1,52%    -2,06%         06:30 
Straits-Times (Sing.)   3.222,41     +0,70%    -2,06%         10:00 
KLCI (Malaysia)         1.551,80     +0,98%    -3,27%         10:00 
BSE (Mumbai)           41.311,76     +0,41%    +0,01%         11:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %     00:00  Mi, 8:45 Uhr   % YTD 
EUR/USD                   1,1003      +0,0%    1,1000        1,1038   -1,9% 
EUR/JPY                   120,89      +0,1%    120,78        120,70   -0,8% 
EUR/GBP                   0,8474      +0,1%    0,8463        0,8482   +0,1% 
GBP/USD                   1,2985      -0,1%    1,2998        1,3013   -2,0% 
USD/JPY                   109,87      +0,1%    109,80        109,34   +1,1% 
USD/KRW                  1183,21      -0,1%   1183,96       1190,46   +2,4% 
USD/CNY                   6,9760      +0,0%    6,9738        6,9998   +0,2% 
USD/CNH                   6,9761      +0,0%    6,9739        7,0026   +0,2% 
USD/HKD                   7,7641      +0,0%    7,7633        7,7651   -0,3% 
AUD/USD                   0,6749      +0,0%    0,6747        0,6740   -3,7% 
NZD/USD                   0,6467      -0,2%    0,6478        0,6483   -3,9% 
Bitcoin 
BTC/USD                 9.660,00      +0,4%  9.625,00      9.239,76  +34,0% 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settl.     +/- %       +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  51,72      50,75     +1,9%          0,97  -14,9% 
Brent/ICE                  56,08      55,28     +1,4%          0,80  -14,2% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag     +/- %       +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.559,21   1.555,80     +0,2%         +3,41   +2,8% 
Silber (Spot)              17,72      17,60     +0,7%         +0,12   -0,7% 
Platin (Spot)             983,50     983,50        0%             0   +1,9% 
Kupfer-Future               2,60       2,57     +1,1%         +0,03   -6,9% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/ros

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February 06, 2020 02:50 ET (07:50 GMT)

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