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(2)

MÄRKTE ASIEN/Gewinnmitnahmen - Schanghai schafft Dreh ins Plus

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Nach der fulminanten Erholung der beiden vorigen Tage ist es am Freitag an den meisten Börsen in Ostasien und Australien nach unten gegangen. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen.

Hatten die Kurse zuletzt von der Hoffnung profitiert, dass bald eine Therapie gegen das neuartige Coronavirus zur Verfügung stehen wird, rückten nun wieder die Fallzahlen in den Blick. Mittlerweile sind nach offiziellen chinesischen Angaben 31.000 Menschen mit dem Virus infiziert und mindestens 636 Menschen an den Folgen der Erkrankung gestorben.

Marktteilnehmer warteten auch gespannt auf die Januar-Daten zur chinesischen Handelsbilanz, die am Freitag veröffentlicht werden sollen. Dabei gilt das Interesse vor allem der Frage, ob und wie die Unterzeichnung des Phase-1-Handelsabkommen zwischen China und den USA die Daten beeinflusst hat. Überdies steht in den USA im späteren Tagesverlauf, lange nach dem Ende des asiatischen Börsenhandels, die Veröffentlichung des viel beachteten Arbeitsmarktberichts an. Auch dies war für viele Anleger ein Grund, sich zurückzuhalten, können sie doch erst am Montag auf die US-Daten reagieren.

In Tokio verlor der Nikkei-220-Index 0,2 Prozent. An der Börse in Schanghai drehten die Kurse in den letzten Handelsminuten ins Plus, der Composite-Index schloss 0,3 Prozent höher. Der Hang-Seng-Index lag im späten Geschäft 0,6 Prozent im Minus. Die südkoreanische Börse, die am Donnerstag die Gewinner angeführt hatte, gab nun um 0,7 Prozent nach. In Sydney reduzierte sich der S&P/ASX-200 um 0,4 Prozent.

Zweifel an Nachfrage drücken Aktien des Energiesektors 

Aktien des Energiesektors wurden vielerorts verkauft, weil Zweifel an der Nachfrage wieder die Oberhand gewannen. Es gibt Befürchtungen, dass es als Folge der Coronavirus-Epidemie zu einer Konjunkturschwäche kommt und der Bedarf an Energieträgern wie Öl, Gas oder Kohle zurückgehen könnte. In Australien büßten Beach Energy 4 Prozent ein, Caltex Australia fielen um 2,1 Prozent. In Hongkong gaben CNOOC um 2,6 Prozent nach, hatten allerdings am Donnerstag gut 5 Prozent gewonnen. Japan Petroleum Exploration verbilligten sich in Tokio um 0,7 Prozent.

Ebenfalls in Tokio fielen Nikon um 1,8 Prozent. Der Kamerahersteller hatte am Donnerstag nach Börsenschluss einen deutlichen Gewinnrückgang in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs vermeldet und einen Ausblick auf das Geschäftsjahr veröffentlicht, der nicht gut ankam. Die Analysten von Jefferies befürchten, dass das Segment Bildgebende Verfahren einen Umsatzrückgang verzeichnen und unter hohen Einführungskosten für neue Produkte leiden wird.

Olympus sprangen dagegen um fast 10 Prozent nach oben. Das Unternehmen, das unter anderem ebenfalls Kameras herstellt, hat den Gewinn in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs verneunfacht.

Die Aktien des japanischen Internetkonzerns Softbank stiegen gegen die negative Tendenz um 7,1 Prozent. Ursächlich waren Medienberichte, wonach der Hedgefonds Elliott Management eine Beteiligung an dem Unternehmen erworben hat.

Toyota Motor verloren 0,7 Prozent. Die chinesischen Werke des Automobilkonzerns werden wegen des Coronavirus voraussichtlich frühestens am 17. Februar zum Normalbetrieb zurückkehren. In Seoul fielen Hyundai Motor und Kia Motors um 0,8 bzw. 1,9 Prozent. Auch diese beiden Autohersteller mussten wegen fehlender Teile aus China die Produktion unterbrechen.

=== 
Index (Börse)            zuletzt      +/- %     % YTD          Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    7.022,60     -0,38%    +5,06%         06:00 
Nikkei-225 (Tokio)     23.827,98     -0,19%    +0,92%         07:00 
Kospi (Seoul)           2.211,95     -0,72%    +0,65%         07:00 
Schanghai-Comp.         2.875,96     +0,33%    -5,71%         08:00 
Hang-Seng (Hongk.)     27.340,19     -0,56%    -2,57%         09:00 
Straits-Times (Sing.)   3.178,44     -1,64%    -0,70%         10:00 
KLCI (Malaysia)         1.549,89     -0,19%    -2,27%         10:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %     00:00  Do, 8:45 Uhr   % YTD 
EUR/USD                   1,0970      -0,1%    1,0981        1,1003   -2,2% 
EUR/JPY                   120,63      -0,1%    120,77        120,88   -1,1% 
EUR/GBP                   0,8482      -0,1%    0,8493        0,8473   +0,2% 
GBP/USD                   1,2937      +0,1%    1,2929        1,2987   -2,4% 
USD/JPY                   109,95      -0,0%    109,98        109,87   +1,2% 
USD/KRW                  1186,56      +0,1%   1185,82       1183,21   +2,7% 
USD/CNY                   6,9813      +0,2%    6,9708        6,9746   +0,3% 
USD/CNH                   6,9818      +0,1%    6,9777        6,9759   +0,2% 
USD/HKD                   7,7616      -0,0%    7,7641        7,7642   -0,4% 
AUD/USD                   0,6716      -0,3%    0,6734        0,6749   -4,2% 
NZD/USD                   0,6445      -0,3%    0,6461        0,6467   -4,3% 
Bitcoin 
BTC/USD                 9.770,75      +1,0%  9.673,75      9.662,00  +35,5% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.     +/- %       +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  51,14      50,95     +0,4%          0,19  -15,9% 
Brent/ICE                  55,16      54,93     +0,4%          0,23  -15,6% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag     +/- %       +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.565,26   1.566,84     -0,1%         -1,58   +3,2% 
Silber (Spot)              17,78      17,82     -0,2%         -0,04   -0,4% 
Platin (Spot)             960,25     964,00     -0,4%         -3,75   -0,5% 
Kupfer-Future               2,59       2,59     -0,3%         -0,01   -7,5% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln/ros

(END) Dow Jones Newswires

February 07, 2020 02:37 ET (07:37 GMT)

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© 2020 Dow Jones News
Tech-Aktien schwanken – 3 Versorger mit Rückenwind
Die Stimmung an den Märkten hat sich grundlegend gedreht. Während Tech- und KI-Werte zunehmend mit Volatilität und Bewertungsrisiken kämpfen, erleben klassische Versorger ein unerwartetes Comeback. Laut IEA und EIA steigt der globale Strombedarf strukturell weiter, nicht nur wegen E-Mobilität und Wärmepumpen, sondern vor allem durch energiehungrige KI-Rechenzentren. Energie wird damit zur zentralen Infrastruktur des digitalen Zeitalters.

Gleichzeitig rücken in unsicheren Marktphasen stabile Cashflows, solide Bilanzen und regulierte Renditen wieder stärker in den Fokus. Genau hier spielen Versorger ihre Stärken aus: berechenbare Erträge, robuste Nachfrage und hohe Dividenden – Qualitäten, die vielen Wachstumswerten aktuell fehlen.

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