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MÄRKTE USA/Wall Street auf Allzeithochs - Lyft unter Druck

NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street erklimmt zur Wochenmitte weitere Rekordmarken. Gleich zu Beginn markierten Dow-Jones- und S&P-500-Index Allzeithochs. Die Coronavirusepidemie wird von Anlegern zunehmend entspannter gesehen angesichts sinkender Neuansteckungen. Allerdings verliert die Epidemie auch deshalb an Schrecken, weil Investoren die Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell dahingehend interpretieren, dass die Fed bei einem erkennbaren Wirtschaftsabschwung wegen des Virus dagegen steuern wird. Auch mit Blick auf die Europäische Zentralbank gibt es entsprechende Hoffnungen. Powell äußert sich diesmal vor dem Bankenausschuss des US-Senats. Am Vortag hatte er vor dem Finanzdienstleistungsausschuss des Repräsentantenhauses Rede und Antwort gestanden.

Der Dow-Jones-Index steigt gegen Mittag US-Ostküstenzeit um 0,7 Prozent auf 29.490 Punkte. Für den S&P-500 und den Nasdaq-Composite geht es um 0,6 bzw. 0,8 Prozent aufwärts. "Das Coronavirus bleibt das Hauptthema. Zwar bleiben die wirtschaftlichen Auswirkungen unklar (...). Der Markt findet einen Weg, konsequent das Positive in allem zu sehen, solange es keine schlechten Nachrichten gibt", sagt Marktstratege James Athey von Aberdeen Standard Investments. Investoren rechnen damit, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen weitgehend regional begrenzt bleiben werden und die globale Konjunktur dank eingeleiteter Stimulierungsmaßnahmen nicht nachhaltig belastet wird.

Ölpreise steigen 

Am Ölmarkt profitieren die Ölpreise weiter von der Entspannung um das Coronavirus. Der Preis für die europäische Sorte Brent steigt um 3,5 Prozent auf 55,88 Dollar, die US-Referenzsorte WTI legt um 2,5 Prozent zu auf 51,21 Dollar. Mit Veröffentlichung von bärischen Daten kommen die Erdölpreise leicht von den Tageshochs zurück. Die Rohöllagerbestände in den USA haben sich in der Vorwoche stärker als erwartet erhöht.

Am Devisenmarkt steigt der ICE-Dollarindex um 0,1 Prozent. Vor allem der Euro neigt zur Schwäche nach schwachen Daten zur Industrieproduktion der Eurozone. Auch die Spekulationen über mögliche geldpolitische Lockerungen durch die EZB drücken auf die Gemeinschaftswährung. Der Euro sinkt auf 1,088 Dollar nach einem Tageshoch bei 1,0926.

Die Nachfrage nach vermeintlich "sicheren Anlagen" lässt angesichts der wieder zuversichtlicheren Stimmung nach. Der Goldpreis stagniert bei 1.568 Dollar. Für die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen geht es bei sinkenden Notierungen um 2 Basispunkte nach oben auf 1,62 Prozent. Zudem positionieren sich Anleger für eine Auktion zehnjähriger US-Schuldpapiere im Volumen von 27 Milliarden Dollar am Abend.

Bed Bath and Beyond knicken ein 

Am Aktienmarkt geben die Titel des Fahrdienstvermittlers Lyft um 9,1 Prozent nach. Das Unternehmen hat seinen Nettoverlust im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2019 bei einem kräftigen Wachstum deutlich ausgeweitet. Auch operativ schrieb der Uber-Konkurrent weiterhin rote Zahlen.

Bed Bath and Beyond brechen um 22,9 Prozent ein. Der Einzelhandelskonzern berichtet von einem schwachen Verkauf in den Monaten Dezember und Januar mit einem rückläufigen Umsatz auf flächenbereinigter Basis. Gründe seien der geringere Publikumsverkehr, Lagerverwaltungsprobleme und höhere Preisabschläge.

=== 
INDEX           zuletzt  +/- %  absolut  +/- % YTD 
DJIA          29.490,48   0,73   214,14       3,34 
S&P-500        3.376,80   0,57    19,05       4,52 
Nasdaq-Comp.   9.716,32   0,80    77,38       8,29 
Nasdaq-100     9.606,68   0,93    88,82      10,00 
 
US-Anleihen 
Laufzeit     Rendite  Bp zu VT  Rendite VT  +/-Bp YTD 
2 Jahre         1,42      -0,4        1,43       22,1 
5 Jahre         1,44       2,0        1,42      -48,5 
7 Jahre         1,54       1,7        1,52      -70,8 
10 Jahre        1,62       2,0        1,60      -82,1 
30 Jahre        2,09       2,2        2,07      -98,0 
 
DEVISEN               zuletzt      +/- %   Mi, 8:45  Di, 18:04   % YTD 
EUR/USD                1,0878     -0,38%     1,0913     1,0919   -3,0% 
EUR/JPY                119,69     -0,16%     119,94     119,90   -1,8% 
EUR/CHF                1,0636     -0,16%     1,0652     1,0658   -2,0% 
EUR/GBP                0,8390     -0,45%     0,8417     0,8435   -0,9% 
USD/JPY                110,03     +0,22%     109,90     109,80   +1,2% 
GBP/USD                1,2966     +0,08%     1,2966     1,2944   -2,2% 
USD/CNH (Offshore)     6,9732     +0,04%     6,9674     6,9709   +0,1% 
Bitcoin 
BTC/USD             10.346,50     +1,10%  10.472,50  10.263,75  +43,5% 
 
ROHÖL                 zuletzt  VT-Settl.      +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               51,33      49,94      +2,8%       1,39  -15,5% 
Brent/ICE               55,98      54,01      +3,6%       1,97  -14,3% 
 
METALLE               zuletzt     Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          1.568,13   1.567,60      +0,0%      +0,53   +3,3% 
Silber (Spot)           17,50      17,65      -0,8%      -0,15   -2,0% 
Platin (Spot)          966,25     971,95      -0,6%      -5,70   +0,1% 
Kupfer-Future            2,60       2,58      +0,7%      +0,02   -7,0% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/err

(END) Dow Jones Newswires

February 12, 2020 12:54 ET (17:54 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
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