BERLIN (Dow Jones)--Die Europäische Kommission hat grünes Licht für die weitere Förderung der zivilen Luftfahrtforschung durch den Bund gegeben. Die Genehmigung nach dem EU-Beihilferecht sei bereits am Mittwoch erteilt worden und gelte bis zum Jahr 2026, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Die Bundesregierung will mit dem Programm erreichen, dass die Treibhausgasemissionen von Flugzeugen insgesamt deutlich sinken.
"Schon heute wird der weit überwiegende Anteil der Fördermittel für Technologien mit direktem und indirektem Umwelt- und Klimabezug aufgewendet, zum Beispiel für elektrisches und hybridelektrisches Fliegen", sagte der Luft- und Raumfahrtkoordinator Thomas Jarzombek (CDU). Dies wolle die Regierung unter der neuen Notifizierung "noch weiter ausbauen".
Das zivile Luftfahrtforschungsprogramm ist mit rund 172 Millionen Euro für 2020 ausgestattet. Hinzu kommen laut Wirtschaftsministerium 15 Millionen Euro pro Jahr aus dem Energie- und Klimafonds der Bundesregierung, die unmittelbar der Entwicklung neuer, elektrischer und elektrisch-hybrider Antriebsformen dienen. Das Programm sei trotz Aufstockung dreifach überzeichnet gewesen.
Das Wirtschaftsministerium von Peter Altmaier (CDU) unterstützt nach eigenen Angaben das EU-Ziel, bis 2050 den Kraftstoffverbrauch neuer Flugzeuge um 75 Prozent zu senken. Die CO2-Emissionen sollen bis dahin um 75 Prozent, der Stickstoffausstoß um 90 Prozent und der wahrgenommene Lärm um 65 Prozent reduziert werden. Allerdings will die EU bis 2050 klimaneutral sein, also nicht mehr Treibhausgase produzieren als anderswo eingespart werden.
Laut dem Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft hat der Flugverkehr einen Anteil von 2,8 Prozent an den weltweiten CO2-Emissionen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz geht von einer deutlich höheren Klimawirkung des Sektors aus und rechnet mit einem Anteil von 4,9 Prozent.
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February 18, 2020 11:06 ET (16:06 GMT)
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