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Internationale Energieagentur mahnt schnelleren Netzausbau an

BERLIN (Dow Jones)--Die Internationale Energieagentur (IEA) hat Deutschland zu einem schnelleren Ausbau der Stromleitungen und zu mehr Klima-Anstrengungen in den Sektoren Verkehr und Wärme aufgefordert. In ihrem am Mittwoch vorgestellten Länderbericht lobt die Pariser Behörde zwar die hohe Versorgungssicherheit in Deutschland und auch das jüngst verabschiedete Klimapaket der Bundesregierung. Allerdings sehen die Experten noch erheblichen Nachholbedarf bei der Energiewende.

So komme der Netzausbau wegen Widerständen in der Bevölkerung nur "schleppend" voran. Das verursache im deutschen System Engpässe, die die Stromerzeuger teuer ausgleichen müssten. "Die Kosten dieser Maßnahmen für die Verbraucher betragen pro Jahr mehrere Hundert Millionen Euro", heißt es in dem Bericht. Die Ungleichgewichte zwischen Norddeutschland, wo wegen der Windenergie Strom-Überschüsse entstehen, und den verbrauchsintensiven Industriezentren im Süden werde durch den Atomausstieg 2022 sogar noch verstärkt, warnt der Bericht.

Markthochlauf von Wasserstoff-Technologien nötig 

Hinzu komme, dass beim Kohleausstieg bis 2038 bislang "noch unklar" sei, wie die Kapazitäten ersetzt werden sollen. Die IEA-Experten raten der Bundesregierung daher, den Übertragungsnetzen und der Systemintegration eine hohe Priorität einzuräumen. Zudem müsse sie sich "mit den Akzeptanz- und Genehmigungsproblemen auseinandersetzen, die bei der Windenergie an Land - auch beim Repowering älterer Windenergieanlagen - in jüngster Zeit aufgetreten sind". Um den Erneuerbaren-Ausbau zu unterstützen, müsse die Regierung "auch die Entwicklung der Wasserstoff-Technologie voranbringen", forderte IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol.

Beim Klimaschutz habe der Stromsektor bislang die Hauptlast getragen. "Nun muss die Regierung ihre Bemühungen darauf richten, stärkere Emissionsminderungen im Verkehrs- und Wärmesektor zu erreichen", so Birol. Zwar sei das Klimapaket mit dem geplanten CO2-Preis "ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung". Insbesondere beim Verkehr braucht es laut dem Bericht aber einen "umfassenderen Ansatz", etwa durch stärkere Anreize für Verbraucher oder die Förderung von Bus und Bahn. Bei der Gebäudesanierung könnten die Maßnahmen von den hohen deutschen Stromkosten konterkariert werden: Die vielen Steuern, Abgaben und Umlagen würden "die Chancen einer umfangreicheren Nutzung von Strom im Wärmesektor" hemmen.

Erdgasimporte diversifizieren 

Die Experten gehen davon aus, dass Erdgas künftig eine stärkere Rolle spielen wird. Damit werde auch die ohnehin schon hohe Abhängigkeit von Importen erhöht. Wichtig sei daher eine Diversifizierung der Einfuhren - neben russischem Erdgas etwa auch Flüssiggas (Liquefied Natural Gas, LNG).

Die Bundesregierung peilt im Klimapaket an, bis 2030 die CO2-Emissionen um 55 Prozent zu senken und den Ökostromanteil auf 65 Prozent zu steigern. Bis 2050 will Deutschland dann weitgehend treibhausgasneutral sein.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/jhe

(END) Dow Jones Newswires

February 19, 2020 05:55 ET (10:55 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
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