Anzeige
Mehr »
Donnerstag, 08.01.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Steht diese NASDAQ-Biotech-Aktie jetzt vor einer seltenen Kaufgelegenheit?
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
571 Leser
Artikel bewerten:
(2)

INTERVIEW/DIHK befürchtet wegen Coronavirus Konjunkturdelle in Deutschland

Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat vor einem Konjunkturknick in Deutschland infolge der weltweit fortschreitenden Coronavirus-Epidemie gewarnt. "Die Konjunkturdelle steht vor der Tür - die steht im Türrahmen", sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier in einem Interview zu Dow Jones Newswires in Berlin. "Dass das Coronavirus jetzt nach Europa gekommen ist, droht in einer ohnehin geschwächten wirtschaftlichen Lage in Deutschland zum Konjunkturhemmer zu werden, ohne dass wir das derzeit exakt beziffern können."

Produktionsausfälle in China, massive Reiseeinschränkungen und Handelseinbrüche zwischen China und asiatischen Nachbarländern sowie Nachfrageausfälle in Tourismus und Einzelhandel seien "wahrscheinliche Szenarien", die auf die Wirtschaft auch in Deutschland zukommen könnten. "Die Ausbreitung des Coronavirus außerhalb Europas ist eine zusätzliche Belastung für die deutsche Konjunktur in einem ohnehin schwierigen Jahr", sagte Treier. Sie werde "der deutschen Wirtschaft dieses Jahr erheblich zusetzen".

Der DIHK-Außenwirtschaftschef machte klar, dass die Unternehmen jetzt ganz bewusst Mobilität einschränkten, helfe der Konjunktur nicht - obwohl es ein Gebot der Stunde sei, Geschäftsreisen etwa nach Norditalien im Moment durch Videokonferenzen zu ersetzen oder Veranstaltungen abzusagen. "Daraus muss zwangsläufig noch keine großer wirtschaftlicher Schaden entstehen, aber es ist jedenfalls alles andere als ein Konjunkturprogramm", sagte Treier.

"Ökonomischer Rückschlag in China gewaltig" 

Anders als andere Vertreter aus Politik und Wirtschaft mahnte er aber auch ausdrücklich kein kurzfristiges Ankurbelungsprogramm für die deutsche Konjunktur an. "Wir fordern aktuell als Maßnahme von der Bundesregierung, das Hauptaugenmerk auf die weitere Eindämmung des Coronavirus zu legen", sagte Treier. "Das ist jetzt das Wichtigste."

Mit Blick auf die chinesische Wirtschaft erwartete Treier deutlich geringere Exporte als noch vor kurzem geschätzt. "Der ökonomische Rückschlag ist in China schon gewaltig", sagte er. Der DIHK rechne nicht damit, dass dies 2020 "in Gänze wieder aufgeholt" werden könne. "Dass wir bei den deutschen Exporten im Kalenderjahr 2020 nach China überhaupt ein Plus bekommen, wird vor diesem Hintergrund wenig wahrscheinlich", meinte Treier. "Wenn wir da eine Stagnation haben, dann kommen die deutschen Unternehmen sogar noch mit einem blauen Auge davon."

Die wirtschaftlichen Folgen des Corona-Ausbruchs in Italien könne man noch nicht benennen. Italien sei aber eine relevante Größe. "Die Abriegelung von einem Bezirk in einer norditalienischen Stadt führt jetzt erst einmal nicht dazu, dass Logistikketten abgerissen sind", betonte Treier. Es gebe aber schon Auswirkungen auf den Tourismus, und es sei "wohl nur eine Frage der Zeit", dass es auch eine Auswirkung auf die Produktion habe. "Wie stark die ist, wissen wir aktuell noch nicht, aber wir können davon ausgehen, dass es eine hat." Dann drohten Lieferverzögerungen und womöglich temporäre Produktionsausfälle, "und dann belastet das auch die deutsche Konjunktur".

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/smh

(END) Dow Jones Newswires

February 27, 2020 08:46 ET (13:46 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
Renditeturbo 2026 - 5 Aktien mit Potenzial
2025 neigt sich dem Ende zu, ohne klassische Jahresendrallye, aber mit einem DAX, der viele Kritiker Lügen gestraft hat. Über 21 Prozent Kursplus seit Jahresbeginn, stärker als der US-Markt. Wer hätte das noch vor Monaten erwartet?

Genau solche Entwicklungen machen den Reiz der Börse aus. Denn auch 2026 dürfte wieder alles anders kommen als gedacht. Während viele Analysten weiter steigende Kurse erwarten, rückt eine zentrale Frage in den Fokus: Wo entstehen im kommenden Jahr echte Überraschungen, und wie kann man davon profitieren?

Unser aktueller Spezialreport beleuchtet fünf Entwicklungen, mit denen kaum jemand rechnet, die aber enormes Renditepotenzial bergen. Vom Comeback der Ölwerte über unterschätzte Plattform-Aktien bis hin zur möglichen Wachablösung im KI-Sektor: Wer 2026 überdurchschnittlich abschneiden will, muss antizyklisch denken und frühzeitig Position beziehen.

Im kostenlosen Report stellen wir 5 Aktien vor, die 2026 im Zentrum solcher Wendepunkte stehen könnten. Solide bewertet, gut positioniert und mit überraschend starkem Momentum.

Jetzt kostenlos herunterladen! Bevor andere erkennen, wo die Chancen wirklich liegen!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.