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Börsen im Frühjahr 2020: Was folgt auf Panik und totalen Kollaps?

Innerhalb kürzester Zeit wurden Anleger im laufenden Jahr einem unvorhersehbaren Wechselbad der Gefühle ausgesetzt. Nach Sorgen um eine Eskalation der Gewalt im Nahen Osten sorgte der Phase-I-Handelsdeal zwischen den USA und China für die ersten Allzeithochs an den internationalen Aktienmärkten. Der Deutsche Aktienindex DAX stieg über 13.500 Punkte. Einer zunächst nur kurzen Besorgnis durch den Ausbruch des Coronavirus in China folgte erneut eine schnelle Erholung und ein Anstieg des DAX auf 13.789 Punkte - trotz einer sich vor allem in Deutschland laufend verschlechternden konjunkturellen Situation.

In der letzten Februarwoche kam jedoch der Realitätsschock. Mit der globalen Verbreitung des Coronavirus kollabierten global die Aktienkurse. Der DAX gab innerhalb von drei Wochen um ein Drittel auf gut 9.000 Punkte nach. An den internationalen Aktienbörsen kam es zu ähnlichen Entwicklungen - einem bisher beispiellos rasanten Kursverfall ohne nennenswerte zwischenzeitliche Erholungen. Im Gegenzug waren sichere Häfen gefragt: der Goldpreis stieg massiv an, die Renditen von Bundesanleihen tauchten noch tiefer in den negativen Bereich ab. Die Geldpolitik sorgte für eine unbegrenzte Liquiditätsversorgung der Banken, um eine Liquiditätskrise wie in 2008 zu verhindern, konnte die Panik an den Märkten aber zunächst auch nicht wie seit Jahren gewohnt eindämmen.

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© 2020 marktEINBLICKE
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir fünf Aktien, bei denen die Abwärtsrisiken besonders hoch sind – und wo sich Gewinnmitnahmen oder sogar Short-Strategien anbieten könnten.

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