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(2)

ZOOM, Skype & Co: Privacy Shield schützt nicht vor US-Spionage via Cloud Act - Startpage informiert: Cloud Act untergräbt den Privacy Shield

Dow Jones hat von Pressetext eine Zahlung für die Verbreitung dieser Pressemitteilung über sein Netzwerk erhalten.

Zeist (pts011/15.04.2020/10:00) - US-amerikanische Software-Produkte wie ZOOM 
oder Skype übermitteln selbst sensible Daten an US-Behörden und Unternehmen. 
Denn der Cloud Act untergräbt den Privacy Shield. 
 
ZOOM-Konferenzen, Skype-Videochats und vieles mehr: Seit Covid-19 arbeiten immer 
mehr Menschen von zuhause aus. Die Software-Produkte der US-amerikanischen 
Hersteller erleben einen wahren Höhenflug. Doch der 2016 installierte Privacy 
Shield bietet keinerlei Schutz vor Betriebsspionage durch US-Unternehmen. 
 
Cloud Act legitimiert Betriebsspionage 
 
Das Hauptproblem ist der Cloud Act, ein US-amerikanisches Gesetz, das 
Internetfirmen und IT-Dienstleistern mit Sitz in den USA zwingt, den Behörden 
Zugriff auf alle gespeicherten Daten zu garantieren - selbst, wenn diese auf 
Europäischen Servern gespeichert sind. Die betroffenen europäischen Unternehmen 
haben zwar im Einzelfall ein Widerspruchsrecht, allerdings kann die 
US-Gesetzgebung den Dienstleistern verbieten, ihre Kunden über eine heimliche 
Abfrage zu informieren. 
 
Die US-Regierung hat darüber hinaus auch das Recht, Daten von europäischen 
Servern an andere US-Unternehmen weiterzugeben. Das bedeutet, dass auch sensible 
Firmengeheimnisse und Recherchen an die amerikanische Konkurrenz weitergegeben 
werden können. Im Grunde genommen handelt es sich also um staatlich legitimierte 
Betriebsspionage. 
 
Risikofaktor Online-Konferenzen 
 
Vor allem ZOOM stand in letzter Zeit vermehrt in der Kritik. Andreas Czak von 
Epicenter Works https://epicenter.works dazu: "Zoom ist ein US-basiertes 
Unternehmen mit Verbindungen nach China. Die verwendeten 
Verschlüsselungsmethoden für Gespräche sind unzureichend, sodass davon 
auszugehen ist, dass auch Dritte abgefangenen Datenverkehr entschlüsseln können. 
ZOOM hat entgegen der Behauptung, es werde Ende-zu-Ende-Verschlüsselung 
eingesetzt, Zugriff auf alle kommunizierten Inhalte. Wenn Zoom verwendet wird, 
kann nicht ausgeschlossen werden, dass Gesprächsinhalte in den USA und in China 
den Mitarbeiter*innen von Zoom (und auch den Geheimdiensten) zugänglich werden. 
Man sollte Zoom daher nicht für vertrauliche Kommunikation nutzen." 
 
Die NASA und das Raumfahrtunternehmen SpaceX haben ihren Mitarbeitern die 
Verwendung von ZOOM bereits verboten, auch das Auswärtige Amt in Deutschland hat 
die Mitarbeiter in einer internen Anweisung darauf hingewiesen, dass die App 
nicht auf Dienstgeräten installiert werden soll. 
 
ZOOM ist nur die Spitze des Eisbergs 
 
Tatsache ist jedoch, dass der Cloud Act alle US-Unternehmen betrifft. Selbst, 
wenn die Daten durch den Privacy Shield von 2016 auf europäischen Servern vor 
Zugriffen durch die US-Regierung geschützt sein sollten. Denn der zwei Jahre 
später (2018) erlassene Cloud Act befiehlt genau das Gegenteil. Deshalb müssen 
europäische User aller US-Internetprodukte davon ausgehen, dass ihre Daten ohne 
richterlichen Beschluss in US-amerikanischen Unternehmen landen können. 
 
Robert Beens, CEO der europäischen Datenschutz-Suchmaschine Startpage 
https://startpage.com: "Unsere Privatsphäre, Betriebsgeheimnisse und auch 
persönliche Informationen sind nur bei Anbietern mit europäischem Firmensitz 
sicher. Wir alle sollten Anbieter aus der EU bevorzugen, einerseits im Sinne des 
Datenschutzes, andererseits aber, um die Innovationskraft und neue Entwicklungen 
nicht den großen US-Konzernen in die Hände zu spielen. Denn jede gute Idee 
kann durch den Cloud Act innerhalb kürzester Zeit von der übermächtigen 
US-Konkurrenz aufgegriffen werden." 
 
Über Startpage 
Startpage ist die weltweit erste und vertrauenswürdigste 
Datenschutz-Suchmaschine. Das Unternehmen hat seinen Sitz in den Niederlanden, 
Europa, und unterliegt deshalb nicht der US-Gesetzgebung. 
 
(Ende) 
 
Aussender: Surfboard Holding B.V. Startpage.com 
Ansprechpartner: Jörg Bauer 
Tel.: +43 664 411 50 93 
E-Mail: bauer@startpage.com 
Website: www.startpage.com 
 
Quelle: http://www.pressetext.com/news/20200415011 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

April 15, 2020 04:00 ET (08:00 GMT)

© 2020 Dow Jones News
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