WIEN (dpa-AFX) - Der Wiener Aktienmarkt hat am Donnerstag erneut tiefer geschlossen. Der ATX schwächte sich um weitere 2,02 Prozent ab auf 2.006,75 Punkte. Ein Erholungsansatz am österreichischen Aktienmarkt wurde am Mittag beendet, nachdem der ATX am Vormittag mehr als drei Prozent gewonnen hatte. Zuvor war er am Mittwoch um sieben Prozent abgerutscht.
Auch international gab es nach erneut katastrophalen US-Arbeitsmarktdaten eine gebremste Stimmung zu beobachten. In den Vereinigten Staaten haben innerhalb eines Monats beachtliche rund 22 Millionen Menschen ihren Job verloren. Die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe deuten inzwischen auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch infolge der Corona-Krise hin.
Vor dem Hintergrund solcher Zahlen wird auf eine baldige Lockerung des "Lockdowns" gehofft, hieß es am Markt. Dazu will US-Präsident Donald Trump sich an diesem Donnerstag äußern. Trump hatte am Vortag neue Richtlinien angekündigt, die eine Rückkehr zur Normalität einläuten sollen.
In Wien rutschten unter den Einzelwerten die Do&Co-Aktie um mehr als neun Prozent ab. Nach den herben Vortagesverlusten gaben Bawag weitere 4,6 Prozent und OMV um 4,1 Prozent nach. Erste Group verbilligten sich um ein Prozent, nachdem sie bereits am Vortag prozentuell zweistellig verloren hatten.
Die Aktionäre von Schoeller-Bleckmann und Raiffeisen Bank International mussten mindestens dreiprozentige Kursverluste verbuchen. Die Verbund-Anteilsscheine kamen um 2,8 Prozent zurück.
Andritz schlossen mit einem Minus von 4,1 Prozent auf 26,92 Euro. Hier haben die Wertpapierexperten der Baader Bank ihr Kursziel für die Papiere des Maschinenbaukonzerns von 46,0 auf 42,0 Euro gesenkt. Das Kaufvotum "Buy" wurde bestätigt.
Gegen den Abwärtssog stemmten sich die Aktien der Baukonzerne Porr (plus 7,4 Prozent) und Strabag (plus 6,6 Prozent). Semperit konnten zudem um 5,4 Prozent zulegen.
Uniqa verbesserten sich um 1,1 Prozent. Der Versicherungskonzern verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr Rückgänge beim Embedded Value und der Neugeschäftsmarge in der Lebens- und Krankenversicherung. Die Uniqa sei "weiterhin solide kapitalisiert", die Kapitalquote trotz Corona-Krise auf einem hohen Niveau, hieß es von Unternehmensseite. Der Embedded Value setzt sich aus dem Nettovermögen sowie dem aktuellen Wert der künftigen Erträge aus dem bestehenden Versicherungsbestand zusammen.
Marinomed gaben 0,5 Prozent nach. Das Biotechunternehmen hat den Umsatz im Vorjahr um 31 Prozent auf 6,14 Millionen Euro gesteigert. Der Jahresverlust betrug 7,22 Millionen Euro, nach einem Minus von 12,1 Millionen Euro im Jahr 2018. Auch in den kommenden Jahren werden aufgrund der hohen Investitionen Verluste erwartet./ste/dkm/APA/fba
Auch international gab es nach erneut katastrophalen US-Arbeitsmarktdaten eine gebremste Stimmung zu beobachten. In den Vereinigten Staaten haben innerhalb eines Monats beachtliche rund 22 Millionen Menschen ihren Job verloren. Die Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe deuten inzwischen auf einen dramatischen Wirtschaftseinbruch infolge der Corona-Krise hin.
Vor dem Hintergrund solcher Zahlen wird auf eine baldige Lockerung des "Lockdowns" gehofft, hieß es am Markt. Dazu will US-Präsident Donald Trump sich an diesem Donnerstag äußern. Trump hatte am Vortag neue Richtlinien angekündigt, die eine Rückkehr zur Normalität einläuten sollen.
In Wien rutschten unter den Einzelwerten die Do&Co-Aktie um mehr als neun Prozent ab. Nach den herben Vortagesverlusten gaben Bawag weitere 4,6 Prozent und OMV um 4,1 Prozent nach. Erste Group verbilligten sich um ein Prozent, nachdem sie bereits am Vortag prozentuell zweistellig verloren hatten.
Die Aktionäre von Schoeller-Bleckmann und Raiffeisen Bank International mussten mindestens dreiprozentige Kursverluste verbuchen. Die Verbund-Anteilsscheine kamen um 2,8 Prozent zurück.
Andritz schlossen mit einem Minus von 4,1 Prozent auf 26,92 Euro. Hier haben die Wertpapierexperten der Baader Bank ihr Kursziel für die Papiere des Maschinenbaukonzerns von 46,0 auf 42,0 Euro gesenkt. Das Kaufvotum "Buy" wurde bestätigt.
Gegen den Abwärtssog stemmten sich die Aktien der Baukonzerne Porr (plus 7,4 Prozent) und Strabag (plus 6,6 Prozent). Semperit konnten zudem um 5,4 Prozent zulegen.
Uniqa verbesserten sich um 1,1 Prozent. Der Versicherungskonzern verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr Rückgänge beim Embedded Value und der Neugeschäftsmarge in der Lebens- und Krankenversicherung. Die Uniqa sei "weiterhin solide kapitalisiert", die Kapitalquote trotz Corona-Krise auf einem hohen Niveau, hieß es von Unternehmensseite. Der Embedded Value setzt sich aus dem Nettovermögen sowie dem aktuellen Wert der künftigen Erträge aus dem bestehenden Versicherungsbestand zusammen.
Marinomed gaben 0,5 Prozent nach. Das Biotechunternehmen hat den Umsatz im Vorjahr um 31 Prozent auf 6,14 Millionen Euro gesteigert. Der Jahresverlust betrug 7,22 Millionen Euro, nach einem Minus von 12,1 Millionen Euro im Jahr 2018. Auch in den kommenden Jahren werden aufgrund der hohen Investitionen Verluste erwartet./ste/dkm/APA/fba
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