Anzeige
Mehr »
Freitag, 01.05.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Öl bricht über $108 und Wedgemount dreht die Produktion genau jetzt wieder an
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
455 Leser
Artikel bewerten:
(3)

Bundesregierung will Schuldner vor zu hohen Inkassokosten schützen

BERLIN (Dow Jones)--Verbraucher sollen vor unverhältnismäßigen Inkassokosten besser geschützt werden. Ein entsprechender Gesetzentwurf von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) wurde am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet. Die derzeitigen Inkassokosten seien im Verhältnis zum Aufwand und im Verhältnis zur zugrunde liegenden Forderung "vielfach deutlich zu hoch", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Die Bundesregierung strebe daher "ein wirtschaftlich sinnvolles Inkasso" an, die Schuldner nicht übermäßig belaste.

"Das ist gerade in der aktuellen Situation wichtig, da viele Verbraucher unverschuldet wegen der Corona-Pandemie in Zahlungsschwierigkeiten geraten könnten", betonte Seibert. Entlastet werden sollen insbesondere Schuldner, die sich um eine zügige Begleichung der Forderungen bemühten. Auch bei kleineren Beträgen sollen die Gebühren sinken.

Anders als von den Verbraucherzentralen gefordert, wird die Aufsicht über die Inkasso-Unternehmen allerdings nicht bundesweit zentralisiert. Eine bundesweit einheitliche Aufsicht würde die Transparenz für Bürger erhöhen und Gerichte entlasten, lautete das Argument. Ein Sprecher des Justizministeriums sagte, der Gesetzentwurf würde dennoch zu mehr Aufsicht führen. Denn die zuständigen Aufsichtsbehörden müssten jedes Mal genannt werden.

Inkasso-Industrie sieht "Überdosis Schuldnerschutz" 

Scharfe Kritik an dem Gesetzentwurf kam von der Inkasso-Industrie. Er belaste einseitig die Wirtschaft, mache Gläubigern den Einzug ihrer Forderungen in vielen Fällen wirtschaftlich unmöglich und vergesellschafte so die Kosten schlechter Zahlungsmoral. "Das Gesetz konfrontiert die Wirtschaft mit einer Überdosis Schuldnerschutz", erklärte die Präsidentin des Bundesverbands Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU), Kirsten Pedd.

Der Verband rechnet allein für die Branche mit Einnahmeeinbußen von rund 30 Prozent - bei gleichbleibendem Arbeitsaufwand. "Das Gesetz wird dazu führen, dass deutlich mehr Gläubiger auf ihren berechtigten Zahlungsansprüchen sitzen bleiben." Dabei stehe die Wirtschaft vor einem beispiellosen Konjunktureinbruch, zehntausende Unternehmen seien akut von Insolvenz bedroht. "Notwendig wären liquiditätssichernde Maßnahmen, um über diese Krise zu kommen."

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/apo

(END) Dow Jones Newswires

April 22, 2020 07:40 ET (11:40 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Die Märkte feiern neue Rekorde – doch im Hintergrund braut sich eine Entwicklung zusammen, die alles verändern könnte. Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus sorgt laut IEA für eine der größten Energiekrisen aller Zeiten. Gleichzeitig schießen die Preise für Düngemittel und Agrarrohstoffe bereits nach oben.

Damit droht ein perfekter Sturm: steigende Energiepreise, explodierende Produktionskosten und ein möglicher Super-El-Nino, der weltweit Ernten gefährdet. Erste Auswirkungen sind längst sichtbar – Weizen, Soja und Kakao verteuern sich deutlich, während Lebensmittelpreise vor dem nächsten Sprung stehen könnten.

Für Anleger bedeutet das nicht nur Risiken, sondern enorme Chancen. Denn während klassische Märkte unter Druck geraten könnten, entsteht auf den Feldern und Plantagen der nächste große Rohstoffzyklus. Wer sich jetzt richtig positioniert, kann von einer Entwicklung profitieren, die weit über Öl und Metalle hinausgeht.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir drei Aktien vor, die besonders aussichtsreich sind, um von diesem Trend zu profitieren – solide positioniert, strategisch relevant und mit erheblichem Aufwärtspotenzial.



Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Agrar-Boom voll durchschlägt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.