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Sell in May and go away - trotz Coronakrise?

Am Freitag beginnt der in vielen Jahren "kritische" Börsenmonat Mai. Die alte Börsenweisheit "Sell in may and go away" war jedoch bereits in den letzten Jahren kein guter Ratgeber für das eigene Anlageverhalten. In diesem Jahr dürfte das einmal mehr so sein. Insofern könnte man es sich einfach machen, denn bisher war das gesamte Jahr kritisch. Ob sich die Lage im Mai drastisch ändern wird? Man darf skeptisch sein. Zwar bewegen sich Realwirtschaft und Börse noch immer weit auseinander, aber das muss nicht auf Dauer so bleiben - pardon, das wird nicht auf Dauer so bleiben! Anleger dürften also mit Sell in May nicht verkehrt liegen.

Traurige Konjunkturprognosen

Der Blick auf das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer, den ifo Geschäftsklimaindex, verdeutlicht: Die Stimmung unter den deutschen Unternehmen ist katastrophal. Im April ist der ifo Geschäftsklimaindex auf 74,3 Punkte abgestürzt, nach 85,9 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im März. Dies ist der niedrigste jemals gemessene Wert. Einen stärkeren Rückgang hat es noch nicht gegeben. Das ist vor allem auf die massive Verschlechterung der aktuellen Lage zurückzuführen. Die Unternehmen blickten noch nie so pessimistisch auf die kommenden Monate. Die Coronakrise trifft die deutsche Wirtschaft mit voller Wucht.

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Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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