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MÄRKTE EUROPA/Börse London mit sehr schwachem Start in den Mai

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Börse in London ist dem Mai mit seinem Ruf als schwieriger Börsenmonat am Freitag gefolgt und hat tief im Minus geschlossen. Der FTSE-100 sackte um 2,3 Prozent ab auf 5.763 Punkte. Weil außer in London am Tag der Arbeit sonst an keinem der größeren Aktienmärkte in Europa gehandelt wurde, schlugen sich die kräftigen Abgaben der britischen Aktien im europäischen Stoxx-50-Index lediglich mit einem Minus von 0,8 Prozent auf 2.831 nieder.

Dem Markt schienen nach den jüngsten Notenbanksitzungen die Treiber der Erholung auszugehen, kommentierte IG-Analyst Chris Beauchamp. Er kündigte an, dass viele demnächst anstehende Konjunkturdaten Zeiträume erfassten, in denen der sogenannte Lockdown in vielen Teilen der Welt voll zum Tragen gekommen sei. Sie dürften entsprechend trüb ausfallen. Vor diesem Hintergrund sei es an der Zeit die Frage zu stellen, ob beispielsweise US-Aktien nach der gesehenen 30-prozentigen Erholung von den Tiefs nicht möglicherweise zu hoch bewertet seien.

Belastet hätten zudem neue drohende Spannungen zwischen den USA und China, hieß es. US-Präsident Donald Trump hat China wegen dessen Umgang mit der Pandemie mit neuen Strafzöllen gedroht. Auch erneute Schwierigkeiten in den Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU um ein Handelsabkommen sorgten für Verkaufslaune. Großbritannien hat Berichten zufolge gewarnt, dass die Gespräche mit der EU um einen Handelsdeal im Juni kollabieren könnten, sollte die EU ihre Forderung nach einer gemeinsamen Fischereipolitik nicht aufgeben.

Damit noch nicht genug an negativen Faktoren: Die zweite Veröffentlichung des Markit-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Großbritannien offenbarte ein Rekordtief.

Ryanair verloren 6,4 Prozent. Die Fluglinie hat für das laufende erste Geschäftsquartal einen Verlust von über 100 Millionen Euro und weitere Verluste im Folgequartal angekündigt und will nun Stellen streichen und seine Flugzeugbestellungen überprüfen. In diesem Sog verloren Easyjet um 5,8 Prozent.

Zu dem Gewinnern zählten Royal Bank of Scotland mit einem Plus von 2,4 Prozent. Der Gewinneinbruch der Bank im ersten Quartal fiel nicht so deutlich aus wie von Analysten befürchtet.

Index                   Schluss-  Entwicklung   Entwicklung  Entwicklung 
                          stand       absolut         in %          seit 
                                                            Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50           2.927,93         0,00          0,0%       -21,8% 
Stoxx-50                2.831,15       -22,32         -0,8%       -16,8% 
Stoxx-600                 337,39        -2,64         -0,8%       -18,9% 
XETRA-DAX                   0,00         0,00          0,0%       -18,0% 
FTSE-100 London         5.763,06      -138,15         -2,3%       -21,8% 
CAC-40 Paris                0,00         0,00          0,0%       -23,5% 
AEX Amsterdam               0,00         0,00          0,0%       -15,2% 
ATHEX-20 Athen              0,00         0,00          0,0%       -33,6% 
BEL-20 Bruessel             0,00         0,00          0,0%       -21,7% 
BUX Budapest                0,00         0,00          0,0%       -23,7% 
OMXH-25 Helsinki            0,00         0,00          0,0%       -11,4% 
ISE NAT. 30 Istanbul  118.760,79      -368,31         -0,3%       -14,5% 
OMXC-20 Kopenhagen      1.155,80       -11,37         -1,0%        +1,8% 
PSI 20 Lissabon         4.284,18         0,00          0,0%       -17,8% 
IBEX-35 Madrid              0,00         0,00          0,0%       -27,5% 
FTSE-MIB Mailand            0,00         0,00          0,0%       -23,1% 
RTS Moskau                  0,00         0,00          0,0%       -27,4% 
OBX Oslo                    0,00         0,00          0,0%       -15,8% 
PX  Prag                    0,00         0,00          0,0%       -21,7% 
OMXS-30 Stockholm           0,00         0,00          0,0%       -11,0% 
WIG-20 Warschau             0,00         0,00          0,0%       -23,3% 
ATX Wien                    0,00         0,00          0,0%       -29,1% 
SMI Zuerich                 0,00         0,00          0,0%        -9,3% 
 
 
DEVISEN              zuletzt      +/- %  Do, 8:24  Mi, 17:38 Uhr   % YTD 
EUR/USD               1,0990     +0,35%    1,0866         1,0848   -2,0% 
EUR/JPY               117,41     +0,04%    115,66         115,74   -3,7% 
EUR/CHF               1,0555     -0,23%    1,0587         1,0572   -2,8% 
EUR/GBP               0,8793     +1,13%    0,8713         0,8731   +3,9% 
USD/JPY               106,84     -0,30%    106,60         106,68   -1,8% 
GBP/USD               1,2499     -0,76%    1,2471         1,2426   -5,7% 
USD/CNH (Offshore)    7,1357     +0,74%    7,0566         7,0812   +2,4% 
Bitcoin 
BTC/USD             8.676,76     -1,00%  9.274,51       8.344,76  +20,3% 
 
ROHOEL               zuletzt  VT-Settl.     +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex              19,37      18,84     +2,8%           0,53  -67,4% 
Brent/ICE              26,29      26,48     -0,7%          -0,19  -58,6% 
 
METALLE              zuletzt     Vortag     +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)         1.694,71   1.685,05     +0,6%          +9,66  +11,7% 
Silber (Spot)          14,91      15,05     -0,9%          -0,14  -16,5% 
Platin (Spot)         762,25     777,05     -1,9%         -14,80  -21,0% 
Kupfer-Future           2,32       2,35     -1,7%          -0,04  -17,5% 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos

(END) Dow Jones Newswires

May 01, 2020 12:34 ET (16:34 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
KI braucht Strom
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