Anzeige
Mehr »
Freitag, 27.03.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Drohnenabwehr im Fokus: DroneShield +15%
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
279 Leser
Artikel bewerten:
(1)

Regierungsberater fordern klarere Kriterien für Corona-Hilfen

BERLIN (Dow Jones)--Der Beirat des Bundeswirtschaftsministeriums hat klarere Vorgaben für die Auszahlung von Corona-Hilfen gefordert. Diese seien wichtig, damit der Staat auswählen könne, welche Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern gefördert werden und welche nicht, heißt es in einem Brief des Expertenrates an Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Das Gesetz zum Wirtschaftsstabilisierungsfonds bleibe "vage in Bezug darauf, welche Unternehmen unterstützt werden sollen und wann welche Finanzierungsinstrumente und Auflagen zum Einsatz kommen sollen".

Klare Kriterien könnten jedoch Mitnahmeeffekte vermeiden. So könne etwa festgelegt werden, dass es keine Dividendenauschüttungen, Aktienrückkäufe (außer vom Staat) und Bonuszahlungen an den Vorstand geben dürfe, bevor staatliche Kredite und Beteiligungen zurückgezahlt wurden. Auch könnten staatliche Fördermittel verweigert werden, wenn Gewinne nach einem Stichtag ausgeschüttet wurden - als Beispiel nennen die Berater den 15. März. Auch wäre ein Nachweis sinnvoll, dass ein Unternehmen tatsächlich in eine unverschuldete Notlage gekommen sei.

Ohne diese Kriterien fürchten die Wissenschaftler, dass der Staat vor dem politischen Druck einknicken könnte und Firmen rettet, die schon vor der Corona-Krise in Schieflage waren, weil viele Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Die ersten Entscheidungen würden dann rechtlich bindende "Präzedenzfälle" schaffen, "auf die sich nachfolgende Unternehmen berufen können, ohne dass dies intendiert war". Als richtig bezeichnen die Experten, dass Staatsbeteiligungen nur "restriktiv gehandhabt" werden sollen.

Solo-Selbstständigen auch Einkommensersatz zahlen 

Die Soforthilfen für Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen seien zwar ein "ein geeignetes Instrument", heißt es in dem Brief an Altmaier weiter. Allerdings sollten die Betroffenen auch einen gewissen Einkommensersatz erhalten, und zwar unabhängig von der Grundsicherung. Denn bislang decken die Hilfen nur laufende Betriebsausgaben wie Mieten ab, nicht aber den Lebensunterhalt.

Bei den Bürgschaften und Krediten für mittelständische Betriebe mit mehr als zehn Mitarbeitern sehen die Experten "das Risiko, dass am Ende der Krise viele Unternehmen an einem Schuldenüberhang leiden, der ihre weitere Entwicklung belastet oder sie in die Insolvenz treibt". Das könnte Kettenreaktionen auslösen, die das Finanzsystem belasten. Nötig sei daher ein eigenes Verfahren zur Entschuldung, "sei es durch Umwandlung von Liquiditätskrediten in Zuschüsse, sei es durch Umwandlung dieser Kredite in Eigenkapital".

Kritik an der Erhöhung des Kurzarbeitergeldes 

Das Gremium untersuchte auch das Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise und übte hier Kritik. Die Anhebung auf maximal 80 bis 87 Prozent ab dem siebten Monat der Bezugsdauer reduziere den Anreiz von Beschäftigten, sich Zusatzverdienstmöglichkeiten zu suchen. Weil die Reserven der Bundesagentur für Arbeit bald aufgebraucht sein dürften, stellen sich die Experten auch gegen die geforderte Ausweitung des Kurzarbeitergeldes auf Minijobs. Zudem könne das Kurzarbeitergeld mittelfristig notwendige Veränderungen der Branchenstruktur, der Lieferketten oder der Globalisierung verlangsamen. Deshalb müsse die volle Übernahme der Sozialversicherungsbeiträge "überdacht oder gegebenenfalls ab einem bestimmten Zeitpunkt (etwa nach sechs Monaten) an Maßnahmen zur Weiterbildung geknüpft werden".

Der Beirat sieht auch die Gefahr, dass die Finanzierung von Start-ups zum Erliegen kommt und die Refinanzierung von Wagniskapitalfonds erheblich erschwert werde. Auch hier müsse die Regierung über das 2-Milliarden-Sofortprogramm weitere Maßnahmen einleiten. Um Chancengleichheit herzustellen, fordern die Berater zudem eine schrittweise Rückkehr zum Schulunterricht.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/kla

(END) Dow Jones Newswires

May 05, 2020 07:08 ET (11:08 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir drei Aktien vor, die genau dieses Profil erfüllen: Krisenprofiteure mit solidem Geschäftsmodell, attraktiver Bewertung und langfristigem Potenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – und Ihr Depot auf den Energiepreisschock vorbereiten!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.