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MÄRKTE EUROPA/Erholung von neuen US-China-Spannungen überschattet

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit Aufschlägen haben sich Europas Börsen am Freitag ins Wochenende verabschiedet. Eine stärker als erwartet ausgefallene Erholung der chinesischen Industrieproduktion im April stützte die Kurse zeitweise stärker. Der kleine Verfall, neue Spannungen im US-chinesischen Verhältnis und schwache US-Einzelhandelsdaten drückten dann auf die Stimmung. Der DAX schaffte dennoch ein Plus von 1,2 Prozent auf 10.465, im Hoch stand er bei 10.547. Der Euro-Stoxx-50 gewann 0,4 Prozent auf 2.771.

Die US-Regierung plant, Chiplieferungen an Huawei durch Halbleiterhersteller zu blockieren. Damit könnte der Handelsstreit zwischen den USA und China wieder schnell an Schärfe gewinnen. Nicht hilfreich waren die sehr schwachen US-Einzelhandelsdaten. Diese brachen im April um 16,4 Prozent ein, und damit viel stärker als die Prognose von 12,3 Prognose. Die Daten unterstreichen die Krise der US-Wirtschaft, gilt doch der Konsum als wichtigste Stütze.

Hoffen auf Kaufanreize stützt Autosektor 

Für den Autosektor ging es um 1,8 Prozent nach oben. Renault gewannen 2,9. Im Handel wurde darauf verwiesen, dass der französische Finanzminister Bruno Le Maire Unterstützung für den Sektor versprochen habe. In der Vergangenheit habe es von ihm Aussagen gegeben, dass der Verkauf von Elektroautos gefördert werden könne, hier ist Renault gut aufgestellt.

Am deutschen Aktienmarkt ging es in Hoffnung auf staatliche Kaufanreize für VW um 4,1 Prozent, Daimler 1,4 Prozent und Continental 3,8 Prozent nach oben. BMW gaben nur optisch nach - die Münchener schütteten am Freitag die Dividende an die Aktionäre aus.

BT Group will sich laut FT von Openreach trennen, der Infrastruktur-Bereich könnte mit 20 Milliarden Pfund bewertet werden. Mögliche Kaufinteressenten seien die australische Macquarie sowie ein Staatsfonds. BT gewannen 5,4 Prozent.

Für die Aktie von Richemont ging es gegen den Trend um 2 Prozent nach unten. Analysten bemängelten die schwache Marge im vierten Quartal, die 30 Prozent unterhalb der Analystenerwartung ausgefallen sei. Das Unternehmen schaffe es nicht, bei wegbrechenden Umsätzen die Kosten adäquat zu senken. In Folge sei auch das EBIT enttäuschend ausgefallen, hier sollte der 2021 Konsens nach unten angepasst werden, hieß es weiter.

RWE und Deutsche Post waren nach den zuletzt positiv aufgenommenen Geschäftsberichten weiter gefragt und gewannen 2,4 Prozent bzw 3,6 Prozent. Wirecard verloren dagegen 7,6 Prozent - im Handel wurde auf den Verfall von Optionen verwiesen.

Der Kurs von Varta zog um 12,3 Prozent an. "Der Start in das Jahr ist überraschend stark ausgefallen", so ein Aktienhändler zu Varta. Sowohl beim Umsatz wie auch bereinigtem EBITDA wurde die Markterwartung deutlich übertroffen. Ungeachtet des starken Jahresbeginns belässt Warburg angesichts der verbleibenden Unsicherheiten die Prognosen für die zweite Jahreshälfte unverändert.

GEA mit starken Zahlen 

Sehr gut kamen auch die Geschäftszahlen von Gea an. Das bereinigte EBITDA fiel laut Händlern etwa 15 Prozent höher aus als erwartet, zudem übertreffen die neuen Aufträge die Auslieferungen deutlich. Die Aktie schloss 10,1 Prozent fester.

Von starken Ergebnissen im zweiten Geschäftsquartal, aber einem erkennbar stärkeren Einfluss der Coronavirus-Pandemie auf das zweite Halbjahr sprachen die Analysten von Warburg Research bei Aurubis. Für die Aktie ging es um 2,6 Prozent nach oben.

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Index                   Schluss-  Entwicklung   Entwicklung  Entwicklung 
stand                    absolut         in %          seit 
                                               Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50           2.770,70       +10,47         +0,4%       -26,0% 
Stoxx-50                2.767,09       +10,48         +0,4%       -18,7% 
Stoxx-600                 328,24        +1,53         +0,5%       -21,1% 
XETRA-DAX              10.465,17      +128,15         +1,2%       -21,0% 
FTSE-100 London         5.799,77       +58,23         +1,0%       -23,9% 
CAC-40 Paris            4.277,63        +4,50         +0,1%       -28,4% 
AEX Amsterdam             500,31        +1,29         +0,3%       -17,3% 
ATHEX-20 Athen          1.420,23       +17,06         +1,2%       -38,2% 
BEL-20 Bruessel         2.932,21       +32,70         +1,1%       -25,9% 
BUX Budapest           34.046,13       -98,44         -0,3%       -26,1% 
OMXH-25 Helsinki        3.511,90        -2,25         -0,1%       -16,8% 
ISE NAT. 30 Istanbul  115.829,47      +499,38         +0,4%       -16,6% 
OMXC-20 Kopenhagen      1.177,76        +3,43         +0,3%        +3,7% 
PSI 20 Lissabon         3.958,57       +37,15         +0,9%       -23,4% 
IBEX-35 Madrid          6.474,90       -70,70         -1,1%       -32,2% 
FTSE-MIB Mailand       16.852,35       -15,41         -0,1%       -28,2% 
RTS Moskau              1.107,49        +4,51         +0,4%       -28,5% 
OBX Oslo                  682,32       +16,17         +2,4%       -19,1% 
PX  Prag                  867,44        +8,48         +1,0%       -22,3% 
OMXS-30 Stockholm       1.493,62       +17,10         +1,2%       -15,7% 
WIG-20 Warschau         1.572,55        -6,61         -0,4%       -26,9% 
ATX Wien                2.130,85       +14,88         +0,7%       -32,6% 
SMI Zuerich             9.483,10       +34,96         +0,4%       -10,7% 
=== 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

(END) Dow Jones Newswires

May 15, 2020 12:26 ET (16:26 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
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