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MÄRKTE ASIEN/Uneinheitlich - HSI setzt sich über 25.000er Marke fest

Von Steffen Gosenheimer

TOKIO / SCHANGHAI (Dow Jones)--Kräftige Nachholgewinne in Sydney, solide Zuwächse in Hongkong und Schanghai und Kursverluste in Tokio und Seoul prägen das Börsenbild am Dienstag in Ostasien. Die erneut sehr guten Vorgaben der Wall Street werden somit von den Akteuren Asien wieder nicht in ganzer Breite übernommen.

In Australien können die Börsianer nach einem Feiertag erst jetzt auf die Kursrally an der Wall Street nach dem überraschend positiv ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht reagieren und treiben den dortigen Index um über 2,5 Prozent nach oben.

In Südkorea belastet die Politik. Der Kospi hatte zunächst deutlich im Plus gelegen, gibt mittlerweile aber 0,5 Prozent ab. Für den Stimmungswechsel sorgte die Nachricht, dass Nordkorea die Kappung sämtlicher Kommunikationskanäle zum "feindlichen" Südkorea angekündigt hat. Das gemeinsame Verbindungsbüro werde geschlossen. Hintergrund ist eine Aktion südkoreanischer Aktivisten, die Flugblätter mit kritischen Botschaften über die Politik des Nordens über die Grenze geschickt hatten.

Die Risikofreude an den Märkten sei derzeit derart erhöht, dass sie extrem empfindlich auf jegliche negative Nachricht reagierten, sei es wirtschaftlicher oder politischer Art, sagt Stephen Innes, Marktstratege bei AxiCorp.

Der Nikkei-Index - am Vortag noch größter Gewinner der Region - ist nun der größte Verlierer, er gibt um 0,7 Prozent nach auf 23.007 Punkte. Er wird gebremst vom deutlich gestiegenen Yen. Der Dollar kostet 108,05 Yen, verglichen mit Ständen über 109,50 zur gleichen Vortageszeit. Auch gegenüber anderen Währungen kommt der Dollar zurück, abzulesen am schwächeren Dollar-Index.

Chinesische Autoaktien profitieren von gestiegenen Zulassungen 

Die chinesischen Börsen schließen sich den guten US-Vorgaben an, in Hongkong kann sich der HSI oberhalb der psychologisch wichtigen 25.000-Punkte-Marke festsetzen, was ihm am Vortag noch misslungen war. Händler berichten von steigenden Kursen bei den Autoaktien, nachdem die Mai-Zulassungszahlen wieder eine aufsteigende Tendenz zeigten. Geely liegen über 4 Prozent fester, ebenso Chongqing Changan Automobile. Guangzhou Automobile Group machen 1,5 Prozent gut.

Die Ölpreise ziehen nach dem Rücksetzer im US-Handel etwas an, Brentöl um 0,5 Prozent auf gut 41 Dollar je Barrel. Marktteilnehmer führen das auch auf Berichte zurück, wonach bewaffnete Kräfte auf ein staatlich kontrolliertes Ölfeld in Libyen eingedrungen sind und von den Arbeitern eine Schließung verlangen. Die Experten von AxiCorp sprechen derweil von Zeichen einer Überhitzung am Ölmarkt, nachdem die Ölpreise zuletzt mit der Einigung der Opec-Staaten auf eine verlängerte Fördersenkung deutlich zugelegt hatten. Nun bedürfe es positiver Impulse seitens der Nachfrage, um die Preise noch weiter steigen zu lassen.

=== 
Index (Börse)            zuletzt      +/- %     % YTD      Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    6.162,80     +2,74%    -7,80%     08:00 
Nikkei-225 (Tokio)     23.006,93     -0,74%    -2,02%     08:00 
Kospi (Seoul)           2.173,60     -0,49%    -1,10%     08:00 
Schanghai-Comp.         2.951,70     +0,47%    -3,23%     09:00 
Hang-Seng (Hongk.)     25.101,56     +1,31%   -12,07%     10:00 
Straits-Times (Sing.)   2.828,69     +1,13%   -14,62%     11:00 
KLCI (Malaysia)         1.579,62     +1,50%    -2,04%     11:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %     00:00  Mo, 9:29   % YTD 
EUR/USD                   1,1288      -0,0%    1,1292    1,1298   +0,6% 
EUR/JPY                   121,92      -0,4%    122,41    123,69   +0,0% 
EUR/GBP                   0,8884      +0,1%    0,8874    0,8904   +5,0% 
GBP/USD                   1,2706      -0,1%    1,2723    1,2689   -4,1% 
USD/JPY                   108,01      -0,4%    108,43    109,52   -0,6% 
USD/KRW                  1197,00      +0,1%   1195,94   1204,17   +3,6% 
USD/CNY                   7,0785      +0,1%    7,0716    7,0738   +1,7% 
USD/CNH                   7,0757      +0,2%    7,0590    7,0684   +1,6% 
USD/HKD                   7,7503      +0,0%    7,7501    7,7500   -0,5% 
AUD/USD                   0,6990      -0,4%    0,7015    0,6985   -0,3% 
NZD/USD                   0,6545      -0,1%    0,6554    0,6523   -2,8% 
Bitcoin 
BTC/USD                 9.674,76      -0,4%  9.712,51  9.733,01  +34,2% 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settl.     +/- %   +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  38,50      38,19     +0,8%      0,31  -34,6% 
Brent/ICE                  41,01      40,80     +0,5%      0,21  -34,9% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag     +/- %   +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.696,48   1.695,45     +0,1%     +1,03  +11,8% 
Silber (Spot)              17,58      17,90     -1,8%     -0,32   -1,5% 
Platin (Spot)             838,00     839,00     -0,1%     -1,00  -13,2% 
Kupfer-Future               2,59       2,57     +1,0%     +0,03   -8,0% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/ros

(END) Dow Jones Newswires

June 09, 2020 00:55 ET (04:55 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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