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MÄRKTE EUROPA/Volatiles Geschäft setzt sich fort - Warten auf Fed

FRANKFURT (Dow Jones)--Das schwankungsreiche Geschäft an Europas Börsen setzt sich am Mittwochnachmittag fort. Im Handel ist von einem abwartenden Handel im Vorfeld der geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank die Rede. Insgesamt sei die Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen nach der massiven Rally und dem nüchternen Ausblick der OECD gestiegen. Die Ängste nähmen wieder zu, dass es, anders als an den Märkten, doch nicht zu einer V-Erholung der Wirtschaft komme.

"Das ist heute so ein Tag, der erst abends richtig beginnt", so Thomas Altmann von QC Partners. Große Änderungen der Fed-Politik erwarten Händler zwar nicht, wohl aber eine Bestätigung der so genannten quantitativen Lockerung, also des Erzeugens von Liquidität über Anleihenkäufe. Geachtet wird aber auch auf den Wirtschafts- und den Inflationsausblick. Der DAX gibt um 0,6 Prozent auf 12.544 Punkte nach. Für den Euro-Stoxx-50 geht es 0,6 Prozent auf 3.301 nach unten.

Lufthansa vor Beginn des Tarifgipfels unter Druck 

Vor Beginn des Tarifgipfels am Mittwoch geben Lufthansa um 7,1 Prozent nach. "Da sollte angesichts der Coronakrise nicht noch eine neue Problemquelle entstehen", meint ein Händler mit Blick auf die Tarifgespräche. Größte Streitthemen seien der Umfang der Entlassungen und die Verschlechterung von Vertragskonditionen, möglicherweise über Auslagerungen. Belastend wirkt auch eine Verkaufsempfehlung der Aktie durch die UBS.

Continental fallen um 3,6 Prozent. Als Grund führen Händler einen Bericht der Wirtschaftswoche an, wonach der Autozulieferer wohl nicht um betriebsbedingte Kündigungen herumkommen werde. "Das macht den Eindruck, als ob sie auch für die Zeit nach der Krise sehr pessimistisch sind", meint ein Händler. Der Autosektor wird generell gemieden: So geben BMW 1,3 Prozent nach, Daimler 0,9 Prozent und VW 2,1 Prozent.

Nicht gut kommt bei Washtec die Ankündigung der Dividendenaussetzung an. Die Aktien fallen 3,3 Prozent. Zuvor hatte der Dividendenvorschlag noch bei 1,65 Euro gelegen, was eine attraktive Dividendenrendite von rund 4 Prozent zur Folge hatte.

Für Prosieben geht es deutlicher um 5,6 Prozent nach unten. Die Hauptversammlung sorge nicht für zusätzliche Fantasie, heißt es. Weder habe es beim Thema M&A etwas Neues gegeben noch zeichne sich eine Verbesserung bei den Werbeeinnahmen ab. Ein Zusammenschluss mit RTL sei nicht sinnvoll. Einen Finanzausblick für das Gesamtjahr traut sich Prosiebensat1 angesichts der pandemiebedingten Unsicherheiten nach wie vor nicht zu. RTL verlieren 3,6 Prozent.

Online-Geschäft bei Inditex entwickelt sich positiv 

Die Citi-Analysten empfehlen Shop Apotheke zum Kauf, der Kurs steigt um 5,3 Prozent. Unter Europas Blue Chips ziehen Inditex nach ihren Quartalszahlen um 1,5 Prozent an. Positiv wertet die Royal Bank of Canada, dass der Online-Umsatz hoch gewesen sei und sich beschleunige.

In der dritten Reihe ziehen Hornbach Holding um 5,1 Prozent an. Hornbach Baumarkt gewinnen 4,1 Prozent. "In der Corona-Krise sind die Leute als erstes wieder in die Baumärkte gerannt", so ein Händler zu den Zahlen des Unternehmens. Der Umsatz des Baumarkt-Konzerns wuchs somit im ersten Quartal von März bis Mai um 18 Prozent. Die alte Prognose aus Vor-Corona-Zeiten hat Hornbach beibehalten.

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Aktienindex              zuletzt      +/- %       absolut      +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.306,83      -0,42        -13,88         -11,70 
Stoxx-50                3.051,15      -0,02         -0,52         -10,34 
DAX                    12.563,16      -0,43        -54,83          -5,18 
MDAX                   26.512,36      -0,04        -11,19          -6,36 
TecDAX                  3.163,35       0,04          1,20           4,92 
SDAX                   11.802,56      -0,66        -78,77          -5,67 
FTSE                    6.335,58       0,00         -0,14         -16,00 
CAC                     5.073,27      -0,43        -21,83         -15,14 
 
Rentenmarkt              zuletzt                  absolut        +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite      -0,32                    -0,01          -0,56 
US-Zehnjahresrendite        0,80                    -0,03          -1,88 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %  Mi, 8.12 Uhr  Di, 17:24 Uhr   % YTD 
EUR/USD                   1,1366     +0,25%        1,1362         1,1363   +1,3% 
EUR/JPY                   121,92     -0,19%        122,13       122,3708   +0,0% 
EUR/CHF                   1,0746     -0,30%        1,0787           1,08   -1,0% 
EUR/GBP                   0,8912     +0,07%        0,8901         0,8919   +5,3% 
USD/JPY                   107,28     -0,42%        107,47       107,7150   -1,4% 
GBP/USD                   1,2752     +0,19%        1,2767           1,27   -3,8% 
USD/CNH (Offshore)        7,0559     -0,31%        7,0641         7,0741   +1,3% 
Bitcoin 
BTC/USD                 9.750,26     -0,73%      9.766,26      9715,2550  +35,2% 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  38,20      38,94         -1,9%          -0,74  -35,1% 
Brent/ICE                  40,37      41,18         -2,0%          -0,81  -35,9% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.723,95   1.714,55         +0,5%          +9,40  +13,6% 
Silber (Spot)              17,92      17,60         +1,8%          +0,32   +0,4% 
Platin (Spot)             841,95     842,00         -0,0%          -0,05  -12,8% 
Kupfer-Future               2,65       2,60         +2,0%          +0,05   -5,8% 
=== 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

(END) Dow Jones Newswires

June 10, 2020 10:01 ET (14:01 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
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