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Wirecard: Die Selbstdemontage eines DAX-Konzerns

Die Frage der Fragen im drohenden Bilanzskandal von Wirecard (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) lautet: Ist das verschwundene Geld tatsächlich nur "verschwunden" und wird wieder gefunden oder war es einfach nie da? Die Antwort darauf entscheidet, ob der Aktienstandort Deutschland eine großen Bilanz- und Anlegerskandal hat, oder nicht. Auf jeden Fall sieht er jetzt schon eines: Die erschreckend Selbst-Demontage eines DAX-Konzerns

"Katastrophe, wie wir sie so noch nicht gesehen haben"

Der heutige Kurssturz bei Wirecard innerhalb eines Börsentages ist ohne Vergleich. Zwar verlor auch die Aktie der Hypo Real Estate vor 12 Jahren ähnlich viel, aber dort lag ein Wochenende dazwischen.

Der Wirecard-Absturz von 62 Prozent auf 39,90 Euro ist daher für einen Handelstag gewaltig. Zumal die Aktie bereits vor der eigentlichen "Bombe" sich extrem volatil gezeigt hatte. Kein Wunder, war doch die Bilanzvorlage doch bereits dreimal (!!!) verschoben wurden.

"Wirecard hätte es in der Hand gehabt. Nach den Jahren der Vorwürfe hätte das heute der Befreiungsschlag werden können", so DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler gegenüber marktEINBLICKE. Der Aktionärsschützer bezeichnete die heutigen Vorgänge als "eine Katastrophe, wie wir sie so noch nicht gesehen haben".

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