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MÄRKTE ASIEN/Trump-Aussagen zu US-chinesischem Handel beflügeln

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Nach einem zurückhaltenden Start in die neue Handelswoche zeigen sich die Börsen in Asien und Australien am Dienstag mit Gewinnen. Im frühen Handel hatten zunächst Kommentare des Handelsberaters von US-Präsident Donald Trump, Peter Navarro, für Wirbel gesorgt. Navarro hatte in einem Interview mit Fox News gesagt, dass das Handelsabkommen zwischen den USA und China "vorbei" sei. Er bemühte sich dann aber rasch um Schadensbegrenzen und meinte gegenüber dem Wall Street Journal, sein Kommentar sei "völlig aus dem Zusammenhang gerissen" worden.

Donald Trump meldete sich via Twitter zu Wort, dass das Handelsabkommen vollständig intakt sei. "Hoffentlich werden sie sich weiterhin an die Bedingungen des Abkommens halten!", so Trump weiter. Zwischenzeitliche Rücksetzer an den Börsen wurden danach wieder wettgemacht, während zugleich Sorgen um die Corona-Pandemie etwas im Hintergrund schwelen.

Am Devisenmarkt profitiert der Offshore-Yuan von den Trump-Aussagen. Der Dollar notiert bei 7,0695 Yuan, nachdem er mit den Navarro-Aussagen zunächst auf rund 7,0830 nach oben geschnellt war.

Der Nikkei-Index in Tokio gewinnt rund 1,0 Prozent auf 22.659 Punkte. Rückenwind erhält der Index auch von einem zum Vortag etwas schwächeren Yen. Hiervon profitierten insbesondere japanischen Exportwerte, deren Produkte in Dollar auf den Weltmärkten billiger werden. Auch der Kospi in Seoul zeigt sich mit einem Plus von 0,4 Prozent.

Softbank geben um 0,3 Prozent nach. Der japanische Technologiekonzern hat nun einen Weg gefunden, wie er sich von einem Großteil seiner Beteiligung an T-Mobile US zu trennen. Die Deutsche Telekom gibt Softbank die Zustimmung, innerhalb der nächsten sechs Monate insgesamt rund 193 Millionen T-Mobile US-Aktien über den Markt zu verkaufen. Damit verbunden sind diverse weitere Vereinbarungen.

Peking weist Kritik an Sicherheitsgesetz für Hongkong zurück 

In Hongkong legt der Hang-Seng-Index ebenfalls knapp 1,0 Prozent zu. Zu Wochenbeginn hatten politische Unsicherheiten das Sentiment in der chinesischen Sonderverwaltungszone belastet angesichts der von Peking geplanten Einrichtung einer "nationalen Sicherheitsbehörde" zur Überwachung der Einhaltung eines geplanten neuen Sicherheitsgesetzes.

Peking hat unterdessen Kritik der EU an dem geplanten Sicherheitsgesetz in scharfer Form zurückgewiesen. Die Hongkong-Politik sei eine "interne Angelegenheit".

=== 
Index (Börse)            zuletzt      +/- %     % YTD      Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    5.951,90     +0,12%   -10,95%     08:00 
Nikkei-225 (Tokio)     22.659,16     +0,99%    -5,15%     08:00 
Kospi (Seoul)           2.135,48     +0,41%    -2,83%     08:00 
Schanghai-Comp.         2.970,30     +0,17%    -2,62%     09:00 
Hang-Seng (Hongk.)     24.749,46     +0,97%   -12,62%     10:00 
Straits-Times (Sing.)   2.635,44     +0,22%   -18,24%     11:00 
KLCI (Malaysia)         1.496,37     -0,98%    -4,88%     11:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %     00:00  Mo, 9:40   % YTD 
EUR/USD                   1,1264         0%    1,1264    1,1204   +0,4% 
EUR/JPY                   120,73      +0,3%    120,41    119,84   -1,0% 
EUR/GBP                   0,9032      -0,0%    0,9034    0,9026   +6,7% 
GBP/USD                   1,2470      +0,0%    1,2466    1,2415   -5,9% 
USD/JPY                   107,18      +0,3%    106,91    106,97   -1,4% 
USD/KRW                  1210,45      +0,1%   1209,08   1214,96   +4,8% 
USD/CNY                   7,0772      +0,1%    7,0684    7,0760   +1,6% 
USD/CNH                   7,0712      +0,2%    7,0580    7,0705   +1,5% 
USD/HKD                   7,7501      -0,0%    7,7505    7,7501   -0,5% 
AUD/USD                   0,6910      -0,0%    0,6911    0,6878   -1,4% 
NZD/USD                   0,6470      -0,2%    0,6481    0,6443   -3,9% 
Bitcoin 
BTC/USD                 9.626,51      -0,6%  9.685,01  9.413,26  +33,5% 
 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settl.     +/- %   +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  40,60      40,73     -0,3%     -0,13  -30,4% 
Brent/ICE                  43,02      43,08     -0,1%     -0,06  -31,7% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag     +/- %   +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.752,65   1.754,20     -0,1%     -1,55  +15,5% 
Silber (Spot)              17,70      17,90     -1,1%     -0,20   -0,8% 
Platin (Spot)             823,10     826,50     -0,4%     -3,40  -14,7% 
Kupfer-Future               2,65       2,65     -0,1%     -0,00   -5,9% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/err/gos

(END) Dow Jones Newswires

June 23, 2020 01:13 ET (05:13 GMT)

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© 2020 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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