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flatex Morning-news (23.06.2020)

Marktüberblick

Der Deutsche Aktienindex startete mit leichten Abgaben in die neue Börsenwoche. Zum Xetra-Handelsende notierte der DAX mit einem Kursabschlag von 0,55 Prozent bei 12.262,97 Punkten. Das Handelsvolumen via Xetra und Börse Frankfurt betrug rund 3,44 Milliarden Euro. Die restlichen umsatzstarken europäischen Leitindizes in London, Madrid, Mailand, Paris und Zürich wiesen überwiegend Kursverluste auf. Am stärksten verlor der Schweizer SMI mit einem Minus von 1,12 Prozent auf 10.151,13 Punkte. Der EuroStoxx50 beendete den Handelstag mit einem Minus von 0,84 Prozent bei 3.241,69 Zählern. Die größte "DAX-Krücke" war einmal mehr die Aktie von Wirecard, die am Montag mit einem nochmals heftigen Minus von 44,07 Prozent bei 14,44 Euro via Xetra aus dem Handel ging. Innerhalb einer Woche von 104,50 Euro auf 14,44 Euro ist lediglich mit einem "Put" der Knaller schlechthin. Sollten die Banken Wirecard nun den Saft (die Kredite) abdrehen, wäre der DAX-Konzern am Ende. Der Chef der deutschen Finanzaufsicht Bafin Felix Hufeld sprach von "einem Desaster und einer Schande". Einem Bericht des US-Brokers Schwab zufolge konnten 65 Prozent der S&P500-Konzerne bei den Quartalszahlen für das erste Quartal 2020 die jeweilige EPS-Prognose (Prognose zum Gewinn je Aktie) übertreffen, 59 Prozent konnten auch in Bezug auf die Umsätze die Schätzungen übertreffen. Den Durchschnitt der letzten Jahre zurück bis zum ersten Quartal 2016 lag der Durchschnitt bei 75 Prozent in Bezug auf den Gewinn je Aktie und bei 58 Prozent beim Umsatz. Zumindest den Umsatz betreffend liegt der Q1-2020-Wert folglich sogar oberhalb des Durchschnitts. Man darf gespannt auf die Zahlen zum zweiten Quartal sein, die vielen Experten, Händlern und Wirtschaftsforschern zufolge wesentlich schlechter ausfallen könnte. Neus schlechte Nachrichten gab es zum Thema Corona-Pandemie. Neben enormen Neuansteckungen in Brasilien und Indien, kletterten auch in den USA die Neuinfektionen. In 22 US-Bundesstaaten stiegen die Covid-19-Neuinfektionen nämlich an, in 11 davon wurden sogar jeweils neue Neuinfektionsrekorde attestiert, wie der US-Fernsehsender ABC News berichtete. Die US-Börse interessierte dies bis dato weniger. An der Wall Street schlossen die führenden US-Indizes Dow Jones, NASDAQ100 und S&P500 durchweg mit Kursgewinnen. Der NASDAQ100 zog gar um 1,20 Prozent auf 10.128,39 Punkten an (der Rekord liegt bei 10.155,20 Zählern).

Am heutigen Dienstag stehen insbesondere die Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor für den Juni im Fokus. Die Daten werden für Frankreich (09:15 Uhr), Deutschland (09:30 Uhr), die Eurozone (10:00 Uhr), Großbritannien (10:30 Uhr) und für die USA (15:45 Uhr) ausgewiesen. Außerdem werden um 16:00 hr zeitgleich aus den USA der Richmond Fed Index für das Verarbeitende Gewerbe im Juni und die Neubauverkäufe für den Mai erwartet. Nach dem US-Börsenschluss werden noch die wöchentlichen API-Rohöllagerbestände veröffentlicht. Von der Unternehmensseite berichten unter anderem die US-Konzerne IHS Markit, AeroVironment und La-Z-Boy von ihren aktuellen Quartalszahlen.



Ausblick DAX

Die asiatisch-pazifischen Aktienmärkte wiesen kurz vor ihrem jeweiligen Handelsschluss mehrheitlich Kurgewinne auf. Die US-Futures notierten kurz vor dem Ende der asiatischen Handelszeit ebenso überwiegend mit Zugewinnen. Die ersten DAX-Indikationen lagen am Morgen bei 12.370 Punkten.

flatex-dax-23062020.png

Zur Charttechnik: Der Deutsche Aktienindex schloss am Montag via Xetra mit einem Kursverlust von 0,55 Prozent bei 12.262,97 Punkten. Ausgehend vom Kursverlauf vom letzten Verlaufstief des 15. Juni 2020 bei 11.597,82 Punkten bis zum jüngsten Zwischenhoch des 18. Juni 2020 bei 12.483,84 Punkten, wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite näher zu ermitteln. Die nächsten Widerstände wären bei 12.275 und 12.484 Punkten, sowie bei den Projektionen zur Oberseite von 12.693/12.823 und 13.031 Punkten auszumachen. Die Unterstützungen kämen bei den Marken von 12.145/12.041/11.936/11.807 und 11.598 Punkten in Betracht.

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