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Wochenrückblick KW 26: Wirecard pleite, Lufthansa gerettet und Bayer überrascht mit Glyphosat-Vergleich

Der DAX konnte sich abermals stabil über der Marke von 12.000 Punkten halten. Charttechnisch bleibt dabei die 200-Tage-Linie wichtig. Das Damoklesschwert "Zweite Coronawelle" schwebt derweil über weiteren Erholungsversuchen. Dagegen belastet die Wirecard-Pleite den Gesamtmarkt nicht. Die Auswirkungen auf die Aufsicht dürften aber in den kommenden Jahren für Aufsehen sorgen. Das gilt insbesondere auch für die Deutsche Börse, die sich Gedanken über den Umgang mit "Zombies" im DAX (und anderen Indizes) machen muss. Das Regelwerk ihrer Indizes sollte dringend angepasst werden, etwa analog zum STOXX 600, wo Wirecard bereits ab Dienstag rausfällt. Im DAX dagegen wird Wirecard noch bis September uns täglich an das Debabel erinnern.

Deutschland

Wirecard (WKN: 747206 / ISIN: DE0007472060) zeigt wie schnell es gehen kann: Vom DAX-Shootingstar zur deutschen Mutter aller Finanzskandale geht es manchmal in nicht einmal einer Woche. Noch vor acht Tagen war die Welt in Ordnung, inzwischen steht der Finanzplatz Deutschland da, wie ein beim Haschisch-Rauchen erschwischter Teenager. Mehr dazu hier.

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die besonders stark vom explodierenden Energiehunger der KI profitieren könnten – und bei Anlegern bislang teilweise noch unter dem Radar laufen.

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