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flatex Morning-news Öl (Brent) (30.06.2020)

Der Preis für ein Fass Rohöl der Nordseesorte Brent im September-Kontrakt an der Terminbörse ICE konnte zum Wochenbeginn ordentlich zulegen. Schon zum Wochenschluss konnte man anhand der Terminmarktdaten der Aufsicht "CFTC" im Wochenbericht "CoT-Report" (Committment of Traders Report) nachlesen, dass die Gruppe der Spekulanten ihre Netto-Long-Positionen bei Futures und Optionen auf den US-Öl-Kontrakt WTI auf 378.702 Kontrakte um 1.529 Kontrakte erhöhten. Die wöchentlich gemeldeten Baker Hughes-Daten mit der Anzahl der aktiven Rohölförderplattformen wiesen einen weiteren Rückgang der Ölförderplattformen auf. Offenbar hat man aber im weltweit wichtigsten Ölmarkt USA bald die Talsohle durchschritten, denn die Anzahl der Ölförderplattformen sank auf 265 und damit nochmals auf ein Rekordtief.

flatex-brent-30062020.png

Zur Charttechnik: Ausgehend vom letzten Verlaufstief des 22. April 2020 bei 24,41 US-Dollar bis zum jüngsten Zwischenhoch des 23. Juni 2020 bei 43,97 US-Dollar, wären die nächsten Ziele auf der Ober- und Unterseite näher zu ermitteln. Die Widerstände kämen bei den Marken von 43,97 US-Dollar, sowie bei den Projektionen von 46,84/48,60/51,46 und 56,08 US-Dollar in Betracht. Die Unterstützungen wären bei 39,36/36,51/34,20/31,89/29,03 und 24,41 US-Dollar auszumachen.

  • Long: DE000MC7UXXX Morgan Stanley Faktor 2 Brent Crude Oil Sep20

  • Short: DE000MC3RXXX Morgan Stanley Faktor 2 Brent Crude Oil Sep20

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Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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