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SENTIMENT/Die Bären überwiegen überall

NEW YORK (Dow Jones)--Die Unsicherheit an den globalen Aktienmärkten hat auch an der Wall Street zu einem Anstieg im Lager der neutralen Anleger geführt. Wie aus der am Donnerstag veröffentlichten Online-Umfrage der American Association of Individual Investors (AAII) hervorgeht, sank der Anteil sowohl der Bullen als auch der Bären am Markt. Bei den Bullen ging es um 2,0 Prozentpunkte zurück auf 22,2 Prozent, und bei den Bären um 3,0 Prozentpunkte auf 45,8 Prozent. Beide trafen sich im Lager der Neutralen, das auf 32,0 Prozent anstieg.

Instgesamt dominiert damit aber die negative Stimmung: Denn das Bullen-Lager umfasst weiterhin nur rund zwei Drittel seiner üblichen Größe von rund 38 Prozent. Umgekehrt ist das Bären-Lager trotz der Abwanderung einiger Anleger immer noch extrem hoch.

Bullen im Bärenpelz in Deutschland 

Kaum anders sieht es in Deutschland aus: Wie Sentiment-Experte Joachim Goldberg im Rahmen seiner Umfrage im Auftrag der Deutschen Börse feststellt, steht auch hierzulande der Sentiment-Index mit minus 29 Punkten ziemlich tief. Die mittelfristig orientierten Anleger seien wechselwillig gewesen, rund 10 Prozent der professionellen Anleger hätten ihre Aktien verkauft und 9 Prozent seien sogar short gegangen. Allerdings sieht sie Goldberg teilweise als "Bullen im Bärenpelz":

Denn die privaten Anleger hätten diesen Schritt bereits in den Vorwochen gemacht. Möglicherweise versuchten die Akteure nun, einen günstigeren Einstieg für bullishe Engagements zu finden. Bei einer Fortsetzung der Aktien-Rally wollten sie, "mit nicht allzu schlechten Einstandspreisen mit von der Partie" sein.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/ros

(END) Dow Jones Newswires

July 02, 2020 02:14 ET (06:14 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
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