Anzeige
Mehr »
Donnerstag, 14.05.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Vom Explorer zur Gelddruckmaschine? Dieser Goldwert zündet gerade die nächste Stufe
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
277 Leser
Artikel bewerten:
(1)

Bundestag beschließt zweiten Nachtragshaushalt

Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Der Bundestag hat den neuen Haushaltsplan von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) gebilligt, der zur Finanzierung des Konjunkturpakets der Regierung und anderer Folgen der Corona-Krise in einem zweiten Nachtragshaushalt weitere 61,8 Milliarden Euro an neuen Schulden vorsieht. Insgesamt nimmt der Bund damit in diesem Jahr die Rekordsumme von 217,8 Milliarden Euro an neuen Krediten auf. Der Bundestag genehmigte dafür eine Überschreitung der Schuldengrenze aufgrund einer Notsituation. Im März hatte er bereits einen ersten Nachtragsetat gebilligt. Die deutsche Schuldenquote steigt damit auf über 75 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte am Vorabend die Werte gegenüber dem ursprünglichen Entwurf noch leicht gesenkt. Die Ausgaben in dem Budget sollen nun 2020 von ursprünglich geplanten 362 Milliarden Euro auf rund 508 Milliarden Euro steigen. Darin enthalten sind die Kosten für Maßnahmen wie die befristete Senkung der Mehrwertsteuer ab 1. Juli, ein Kinderbonus von 300 Euro, Kostenübernahmen für die Kommunen und Überbrückungshilfen für Unternehmen. Berücksichtigt sind unter anderem auch die Einführung einer degressiven Abschreibung sowie Zuschüsse, etwa zum Gesundheitsfonds, zur Pflegeversicherung und zum Energie- und Klimafonds, in den dieses Jahr 27 Milliarden fließen sollen.

Das Parlament debattierte auch ein Gesetz über "begleitende Maßnahmen zur Umsetzung des Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets". Um die Zweckbestimmung für die Unterstützung des weiteren Ausbaus der Mobilfunkinfrastruktur zu erweitern, ist eine Gesetzesänderung vorgesehen. Im Sondervermögen "Digitale Infrastruktur" sollen bis 2025 zusätzlich 5 Milliarden Euro bereitgestellt werden. Damit die Länder und Gemeinden die Aufgaben beim Ausbau der Kindertagesbetreuung besser bewältigen können, unterstützt sie der Bund im Rahmen des Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets durch weitere Finanzhilfen für Investitionen in zusätzliche Betreuungsplätze.

Scholz: Konjunkturprogramm hilft der Wirtschaft 

Scholz verteidigte das Nachtragsbudget und das Konjunkturpaket in der Debatte gegen Kritik aus der Opposition. "Was wir jetzt machen, ist dafür zu sorgen, dass die Konjunktur wieder anspringt, und das ist genau richtig", erklärte er. "Es ist ein gutes Konjunkturprogramm, es hilft der Wirtschaft, den Arbeitsplätzen der Zukunft, und wir können mit Zuversicht durch diese Krise gehen." Die am Mittwoch in Kraft getretene Mehrwertsteuersenkung sei "ein deutlicher Impuls für die Konjunktur". Es sei auch richtig, eine Überbrückungshilfe für Unternehmen auf den Weg zu bringen sowie den Kommunen mit Bundesmitteln "Kraft zu leihen", um die nötigen Ausgaben zu tätigen.

Unions-Fraktionsvize Andreas Jung (CDU) betonte, die aufgenommenen Schulden würden "in dieser Generation" zurückbezahlt. Redner der Opposition übten aber Kritik an dem Haushaltsplan. "Das ist das Gegenteil dessen, was Sie versprochen haben", sagte FDP-Fraktionsvize Christian Dürr. Der Nachtragshaushalt verstoße gegen das Grundgesetz. Die Bürger müssten "die Schulden jahrzehntelang abstottern", bemängelte der AfD-Budgetexperte Peter Boehringer. Eine staatliche Überreaktion habe die schwerste Krise der Nachkriegszeit ausgelöst.

Die Linke-Haushaltssprecherin Gesine Lötzsch forderte einen Pandemiezuschlag für Hartz-IV-Empfänger und eine Anhebung des Kurzarbeitergeldes. Der Grünen-Budgetsprecher Sven-Christian Kindler nannte das Paket zwar "besser als befürchtet", kritisierte es aber zugleich als "nicht ausreichend" zur Bewältigung der Klimakrise. "Das fehlt im Konjunkturpaket, es gibt keinen Wumms für den Klimaschutz", befand Kindler.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/apo

(END) Dow Jones Newswires

July 02, 2020 06:11 ET (10:11 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Die Märkte feiern neue Rekorde – doch im Hintergrund braut sich eine Entwicklung zusammen, die alles verändern könnte. Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus sorgt laut IEA für eine der größten Energiekrisen aller Zeiten. Gleichzeitig schießen die Preise für Düngemittel und Agrarrohstoffe bereits nach oben.

Damit droht ein perfekter Sturm: steigende Energiepreise, explodierende Produktionskosten und ein möglicher Super-El-Nino, der weltweit Ernten gefährdet. Erste Auswirkungen sind längst sichtbar – Weizen, Soja und Kakao verteuern sich deutlich, während Lebensmittelpreise vor dem nächsten Sprung stehen könnten.

Für Anleger bedeutet das nicht nur Risiken, sondern enorme Chancen. Denn während klassische Märkte unter Druck geraten könnten, entsteht auf den Feldern und Plantagen der nächste große Rohstoffzyklus. Wer sich jetzt richtig positioniert, kann von einer Entwicklung profitieren, die weit über Öl und Metalle hinausgeht.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir drei Aktien vor, die besonders aussichtsreich sind, um von diesem Trend zu profitieren – solide positioniert, strategisch relevant und mit erheblichem Aufwärtspotenzial.



Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Agrar-Boom voll durchschlägt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.