Anzeige
Mehr »
Samstag, 11.04.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
0,01% von 1 BILLIONEN USD = 100 MILLIONEN USD - Und UberDoc ist gerade erst an die Börse gegangen
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
183 Leser
Artikel bewerten:
(0)

Windbranche läuft Sturm gegen Seehofers Dorf-Klausel

BERLIN (Dow Jones)--Über den Ausbau der Windenergie an Land droht neuer Streit. Die Anlagenbetreiber kritisieren eine Änderung im Baurecht, die eigentlich die Schaffung von Wohnraum erleichtern soll. "Es besteht die reale Gefahr... einer weiteren Beschneidung der geeigneten Flächen für die Windenergie", erklärte der Präsident des Bundesverbands Windenergie (BWE), Hermann Albers in Berlin. Es drohten "Restriktionen durch die Hintertür".

Grund des Ärgers ist ein Referentenentwurf aus dem Bundesbauministerium von Horst Seehofer (CSU). Das sogenannte Baulandmobilisierungsgesetz schafft eine neue Gebietskategorie in der Baunutzungsverordnung, das "dörfliche Wohngebiet". Dieses dient laut dem Entwurf (Stand 9. Juni) "dem Wohnen, der Unterbringung von land- und forstwirtschaftlichen Nebenerwerbsstellen, der Unterbringung von nicht wesentlich störenden Gewerbebetrieben sowie der Versorgung der Bewohner des Gebiets dienenden Handwerksbetrieben". Ziel ist "ein einvernehmliches Miteinander" von Wohnen und Landwirtschaft.

Umstrittener Passus geht auf die Baulandkommission zurück 

Das Ministerium war bei der Einführung der Kategorie "dörfliches Wohngebiet" einer Empfehlung der Baulandkommission gefolgt. Das Expertengremium mit Vertretern der Länder, Kommunen, Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sowie des Deutschen Mieterbundes hatte das Ziel, gegen stark steigende Mieten anzugehen und Reformvorschläge für die Bodenpolitik vorzulegen.

Der BWE kritisiert, dass der Sinn des Passus insgesamt unklar bleibe. Zur Erleichterung des Zusammenlebens auf dem Land werde der neue Baugebietstyp jedenfalls keinen Beitrag leisten, so der Verband. Gleiches gelte für die Erleichterungen von bestimmten Wohnnutzungen im Außenbereich. "Damit könnten zahlreiche neue 'Schutzobjekte' im Rahmen des Mindestabstandes geschaffen werden, die über das von der Koalition zum Mindestabstand vereinbarte hinausgehen", warnte BWE-Präsident Albers. Die Branche selbst hat das Ziel, bis 2050 auf mindestens zwei Prozent der Fläche jedes Bundeslandes Ökostrom zu produzieren. Aus heutiger Sicht wären so bereits 770 Terawattstunden möglich, so Albers.

Branche lehnt Mindestabstände bei Windkraft ab 

Erst am Freitag hatte der Bundesrat einer Öffnungsklausel zugestimmt, wonach die Länder künftig selbst Mindestabstände von höchstens 1000 Metern zwischen Windrädern und Wohnsiedlungen einführen können. Dies sollte die Akzeptanz für Windräder in der Bevölkerung erhöhen und die umstrittene bundeseinheitliche Abstandsregelung von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vermeiden. Doch auch hier warnt die Branche vor zu starken Restriktionen. "Insgesamt stellt die Bundesregierung so die eigenen Ziele der Energiewende infrage", erklärte Albers.

Das Bundesbauministerium war vorerst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Auch das für Energiefragen zuständige Wirtschaftsministerium reagierte auf eine Anfrage nicht.

Kontakt zur Autorin: petra.sorge@wsj.com

DJG/pso/kla

(END) Dow Jones Newswires

July 06, 2020 12:13 ET (16:13 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir drei Aktien vor, die genau dieses Profil erfüllen: Krisenprofiteure mit solidem Geschäftsmodell, attraktiver Bewertung und langfristigem Potenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – und Ihr Depot auf den Energiepreisschock vorbereiten!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.