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Dow Jones News
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MÄRKTE ASIEN/Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende

SCHANGHAI/TOKIO (Dow Jones)--Am Ende einer starken Woche mit Kursaufschlägen neigten die Anleger an den asiatischen Plätzen zu Gewinnmitnahmen. Als Begründung diente einmal mehr die Dynamik der Corona-Pandemie, die insbesondere in den USA steigende Neuinfiziertenzahlen aufweist. Weltweit ist die Zahl der Infizierten mittlerweile auf über 12 Millionen hochgeschnellt.

Die in verschiedenen Ländern wieder diskutierten oder bereits vorgenommenen Schließungen der Wirtschaft weckten Zweifel an der zum Teil noch recht optimistischen Sicht vieler Marktteilnehmer. Nachdem sich die Kursverluste über längere Zeit noch in bescheidenem Rahmen hielten, ging es gegen Ende deutlicher nach unten. Dennoch sprachen Händler von einer normalen Gegenbewegung.

In Tokio gab der Nikkei-225 um 1,1 Prozent nach auf 22.291 Punkte, belastet auch vom Yen, der weiter gegen den Dollar vorrückte. Der Markt zeigte sich gespalten: Verlusten bei Immobilien- und Finanzwerten standen steigende Kurse bei Technologie- und Pharmatiteln gegenüber. Fast Retailing verloren 3,4 Prozent, nachdem der Bekleidungs-Einzelhändler im dritten Geschäftsquartal einen Verlust ausgewiesen hatte.

Softbank zeigten mit minus 0,4 Prozent relative Stärke. Der Technologie-Investor komme mit seinem Verkaufsprogramm voran, urteilt Nomura, die die Aktie zum Kauf empfiehlt. Zudem profitiere das Unternehmen mit seinem 25-Prozent-Anteil von dem gestiegen Alibaba-Kurs.

Verkaufssignale aus Peking 

In Schanghai ging es mit den Blue Chips um 1,2 Prozent abwärts, während der Chinext mit seinen jungen Unternehmen und Startups im Plus lag. Dabei gab es offenbar ein Signal von offizieller Seite, denn staatsnahe Fonds traten als Verkäufer auf. Zu Wochenbeginn noch hatte ein Artikel in einer regierungsnahen Zeitung für massive Käufe gesorgt.

Die Zurückhaltung war auch durch die kommende Woche anstehenden wichtigen Konjunkturdaten bedingt, dann wird nämlich unter anderem das Bruttoinlandsprodukt zum zweiten Quartal publiziert. Die Experten von UOB erwarten hier noch ein Plus von 3,5 Prozent. Daneben bleiben die gespannten Beziehungen zu den USA ein Thema, das jederzeit wieder in den Vordergrund rücken könnte.

Am Hongkonger Markt drückten vor allem Technologie- und Versicherungsaktien den Leitindex um 1,8 Prozent. Besonders die unlängst gut gelaufenen Technologieaktien wurden nun abverkauft. Sunny Optical verloren 4,1 Prozent, AAC Technologies 2 Prozent und Tencent 1,8 Prozent. KGI Securities vermutet, dass der Markt zwar konsolidieren dürfte, auf kurze Sicht aber widerstandsfähig sein werde.

In Südkorea drehte der Kospi nach anfänglichen Gewinnen ins Minus, belastet von Verlusten bei Stahlwerten, Banken und Fluglinien. Ein Lichtblick waren Kursaufschläge bei einigen Internet-Aktien, da die Teilnehmer hier günstige Ergebnis-Perspektiven vermuten.

=== 
Index (Börse)            zuletzt      +/- %     % YTD      Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    5.909,60     -0,77%   -11,59%     08:00 
Nikkei-225 (Tokio)     22.290,81     -1,06%    -4,77%     08:00 
Kospi (Seoul)           2.151,20     -0,77%    -2,11%     08:00 
Schanghai-Comp.         3.409,59     -1,19%   +11,79%     09:00 
Hang-Seng (Hongk.)     25.727,46     -1,84%    -6,88%     10:00 
Taiex (Taiwan)         12.079,95     -1,03%    +0,69%     07:30 
KLCI (Malaysia)         1.580,49     -0,17%    -0,35%     11:00 
BSE (Mumbai)           36.549,99     -0,51%   -11,51%     12:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %     00:00  Mi, 9:45   % YTD 
EUR/USD                   1,1264      -0,2%    1,1285    1,1286   +0,4% 
EUR/JPY                   120,39      -0,5%    121,02    121,31   -1,2% 
EUR/GBP                   0,8956      +0,0%    0,8952    0,8993   +5,8% 
GBP/USD                   1,2577      -0,2%    1,2607    1,2549   -5,1% 
USD/JPY                   106,89      -0,3%    107,23    107,48   -1,7% 
USD/KRW                  1204,60      +0,7%   1196,78   1195,18   +4,3% 
USD/CNY                   7,0086      +0,2%    6,9942    7,0168   +0,7% 
USD/CNH                   7,0111      +0,2%    6,9980    7,0177   +0,7% 
USD/HKD                   7,7504      +0,0%    7,7502    7,7501   -0,5% 
AUD/USD                   0,6928      -0,5%    0,6961    0,6946   -1,1% 
NZD/USD                   0,6552      -0,3%    0,6569    0,6548   -2,7% 
Bitcoin 
BTC/USD                 9.151,26      -1,1%  9.249,76  9.278,76  +26,9% 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settl.     +/- %   +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  39,00      39,62     -1,6%     -0,62  -33,1% 
Brent/ICE                  41,82      42,35     -1,3%     -0,53  -33,1% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag     +/- %   +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.797,21   1.803,50     -0,3%     -6,30  +18,4% 
Silber (Spot)              18,56      18,60     -0,2%     -0,04   +4,0% 
Platin (Spot)             834,38     841,50     -0,8%     -7,13  -13,5% 
Kupfer-Future               2,83       2,83     +0,1%     +0,00   +0,6% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/smh

(END) Dow Jones Newswires

July 10, 2020 02:39 ET (06:39 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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