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Daimler verzeichnet Milliardenverlust: Warum die Aktie trotzdem kräftig zulegen kann

Die Aktie von Daimler (WKN: 710000 / ISIN: DE0007100000) ist am Freitagvormittag mit einem kräftigen Kursplus von zeitweise über vier Prozent in den Handel gestartet und führte damit die Gewinnerliste im DAX an. Die Aktie wurde befeuert durch die vorläufigen Zahlen zum zweiten Quartal, die nicht so schlecht ausfielen, wie die meisten Analysten erwartet hatten.

Ergebnis weniger schlimm als befürchtet

Im Industriegeschäft wurde ein Free Cash Flow von 685 Mio. Euro erzielt. Hier wurde im Schnitt mit einem Minus von 2,1 Mrd. Euro gerechnet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag im zweiten Quartal bei -1,7 Mrd. Euro und fiel damit geringer aus als von vielen Branchenexperten befürchtet wurde (Konsensus: -2,1 Mrd. Euro). Das bereinigte EBIT betrug -708 Mio. Euro, die Erwartungen lagen im Schnitt bei -1,7 Mrd. Euro.

Daimler-Daten: marketscreener.com

Straffung des globalen Produktionsnetzwerks

Das Ergebnis bei Daimler wurde neben der Coronavirus-Krise unter anderem durch die eingeleitete Straffung des globalen Produktionsnetzwerks und der Produktionskapazitäten an den Standorten in Hambach, Tuscaloosa und Aguascalientes belastet, die Kosten von 687 Mio. Euro verursachten. Daneben drückten die laufenden Effizienzprogramme (129 Mio. Euro Aufwand) und Aufwendungen für rechtliche Verfahren (53 Mio. Euro Aufwand) auf das Ergebnis.

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Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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