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MÄRKTE EUROPA/Chinadaten bremsen - Gewinnmitnahmen zum Start

FRANKFURT (Dow Jones)--Etwas leichter sind Europas Aktienmärkte am Freitag in den Handel gestartet. Mangelnde Impulse lassen Anleger Gewinne in den zuletzt gut gelaufenen Branchen mitnehmen. Dazu gibt es keine Fortschritte bei wichtigen Themen wie dem neuen US-Konjunkturpaket. Auch von Impfstoffen gegen Corona war zuletzt weniger zu hören. Der vorhandene Impfstoff aus Russland wird vom Markt ignoriert, unter anderem da er nicht zu den Gewinnen börsennotierter US-Unternehmen beitragen würde. Der DAX gibt 0,5 Prozent nach auf 12.931 Punkte, der Euro-Stoxx-50 fällt um 0,8 Prozent auf 3.317 Zähler.

Als Kursbremse erweisen sich die Wirtschaftsdaten für Juli aus China: Sie lieferten keine positiven Impulse, um weiter eine konjunkturgetragene Erholungsrally rechtfertigen zu können, heißt es im Handel. Die Industrieproduktion habe im Juli mit 4,8 Prozent etwas weniger angezogen als mit 5,0 Prozent oder mehr erwartet.

Auch der schwache chinesische Einzelhandel kommt nicht gut an. Die Einzelhandelsumsätze fielen um 1,1 Prozent, während ein Plus erwartet worden war. Aktien aus der Luxusgüterbranche wie Kering und LMVH geben bis zu 1 Prozent nach.

Die Markttendenz bestimmen im Tagesverlauf weitere Konjunkturdaten: Veröffentlicht werden die Revision des BIP der Eurozone, die Industrieproduktion in den USA sowie deren Daten zum Einzelhandel. Daneben steht der US-Anleihemarkt im Blick. Seit dem Inflationsschock ziehen die langen Renditen deutlich an. Die Auktion der 30-jährigen Treasurys hatte zum ersten Mal Probleme, am Markt untergebracht zu werden. Ihre Rendite sprang auf 5-Wochen-Hoch.

Aareal mit guten Nachrichten - Oft heftige Gewinnmitnahmen 

Heftige Gewinnmitnahmen in Europa gibt es im zuletzt stark erholten Sektor der Reisewerte und Fluglinien. Easyjet fallen 5,4 Prozent, IAG um 4,2 Prozent und Lufthansa um 2,4 Prozent. Auch Rolls-Royce und MTU verbilligen sich um bis zu 3 Prozent. Tui büßen 4 Prozent ein.

Daimler geben mit dem Autosektor 0,4 Prozent nach. Hier bremsen die Vergleiche, die der Konzern in den USA zur Beilegung von Streitigkeiten im Diesel-Skandal geschlossen hat. Daimler zahlt dafür 2,2 Milliarden Dollar.

Die Aktien des Stahlhändlers Klöckner & Co sinken trotz starker Zahlen um 0,5 Prozent. Ein ähnliches Schicksal ereilt Varta, die sogar um 11 Prozent einbrechen. Der Umsatz im ersten Halbjahr sei knapp über und das Nettoergebnis knapp unter dem Konsens der Analysten ausgefallen, heißt es im Handel. Allerdings war die Aktie zuletzt gut gelaufen. Home24 gewinnen 1,4 Prozent nach den Zahlen des Online-Möbelhändlers.

Einen Kurssprung von 7 Prozent weisen Aareal Bank aus. Der Immobilienfinanzierer hat 30 Prozent an der IT-Tochter Aareon für 260 Millionen Euro an den Finanzinvestor Advent International verkauft. Die finanziellen Konditionen basierten auf einem Unternehmenswert von rund 960 Millionen Euro - dies liege am obersten Rand der Schätzungen.

=== 
Aktienindex                 zuletzt  +/- %  absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50              3.316,60  -0,79   -26,25     -11,45 
Stoxx-50                   2.994,72  -0,64   -19,43     -12,00 
DAX                       12.931,50  -0,48   -62,21      -2,40 
MDAX                      27.478,61  -0,83  -229,10      -2,95 
TecDAX                     3.106,44  -0,53   -16,56       3,03 
SDAX                      12.524,72  -0,42   -53,38       0,10 
FTSE                       6.121,21  -1,04   -64,41     -17,99 
CAC                        4.989,59  -1,05   -52,79     -16,53 
 
Rentenmarkt                 zuletzt         absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite         -0,40            0,01      -0,64 
US-Zehnjahresrendite           0,70           -0,02      -1,98 
 
DEVISEN          zuletzt      +/- %   0:00 Uhr  Do, 17:16 Uhr   % YTD 
EUR/USD           1,1798     -0,14%     1,1815         1,1831   +5,2% 
EUR/JPY           125,98     -0,29%     126,35         126,48   +3,3% 
EUR/CHF           1,0743     -0,07%     1,0750         1,0765   -1,1% 
EUR/GBP           0,9032     -0,12%     0,9043         0,9041   +6,7% 
USD/JPY           106,78     -0,15%     106,94         106,91   -1,8% 
GBP/USD           1,3062     -0,04%     1,3067         1,3086   -1,4% 
USD/CNH           6,9450     -0,07%     6,9498         6,9434   -0,3% 
Bitcoin 
BTC/USD        11.701,96      0,038  11.697,51      11.494,76  +62,3% 
 
ROHOEL           zuletzt  VT-Settl.      +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex          42,05      42,24      -0,4%          -0,19  -27,2% 
Brent/ICE          44,86      44,96      -0,2%          -0,10  -27,7% 
 
METALLE          zuletzt     Vortag      +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)     1.948,21   1.953,70      -0,3%          -5,50  +28,4% 
Silber (Spot)      26,75      27,58      -3,0%          -0,82  +49,9% 
Platin (Spot)     953,83     961,28      -0,8%          -7,45   -1,2% 
Kupfer-Future       2,83       2,81      +0,8%          +0,02   +0,3% 
=== 

DJG/mod/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 14, 2020 03:46 ET (07:46 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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