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MÄRKTE ASIEN/Aufwärts zwischen Fed-Strategiewechsel und Corona-Sorgen

DJ MÄRKTE ASIEN/Aufwärts zwischen Fed-Strategiewechsel und Corona-Sorgen

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Mehrheitlich mit Aufschlägen zeigen sich die Börsen in Ostasien und Australien zum Wochenausklang. Teilnehmer verweisen zur Begründung auf die Aussagen von US-Notenbankpräsident Jerome Powell, wonach die Fed in Änderung ihrer bisherigen Strategie zeitweise Inflationsraten über 2 Prozent zulassen wird, wenn sie zuvor länger unter 2 Prozent gelegen hat. Das dürfte in den USA eine längere Zeit sehr lockere Geldpolitik bedeuten, was die Aktienmärkte tendenziell stützt und den Dollar schwächt. Der Dollar-Index liegt 0,2 Prozent im Minus.

Kurzfristig wird dieser Wandel laut Experten aber nicht zu größeren Änderungen führen, weil die Märkte ohnehin davon ausgegangen seien, dass die Fed noch jahrelang Nullzinsen beibehalte werde. Langfristig werde der Unterschied zur 'alten' Strategie aber deutlicher werden.

Insgesamt fallen die Gewinne an den Aktienmärkten der Region moderat aus, denn die herrschenden Belastungsfaktoren bestehen weiter. So nimmt global die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter rasant zu, womit auch die Sorgen vor erneuten Verschärfungen der Maßnahmen dagegen erhalten bleiben. Dies könnte zu weiteren Belastungen für die Konjunktur führen. Und auch im Streit zwischen den USA und China stehen die Zeichen weiter auf Konfrontation und nicht auf Entspannung.

Finanzwerte stützen Börse in Tokio 

Für den Nikkei-225 geht es um 0,5 Prozent auf 23.326 Punkte nach oben. Hier sind es vor allem die Kursgewinne bei den Finanzwerten, die den Index stützen. Dai-Ichi Life Holdings gewinnen 7,3 und Nomura Holdings 1,9 Prozent. Daneben ziehen auch die Autowerte an, gestützt von einem etwas schwächeren Yen, obwohl der Dollar auf breiter Front nachgibt. Der Dollar legt auf 106,79 Yen zu, nach rund 106,00 zur gleichen Vortageszeit. Toyota verbessern sich um 1,2 Prozent aufwärts und Honda um 3,1 Prozent.

Am deutlichsten fällt das Plus in Hongkong aus, wo es für den Hang-Seng-Index um 0,9 Prozent nach oben geht. Händler verweisen hier auch auf eine Erholung von den jüngsten kräftigen Abgaben. Der Schanghai-Composite klettert um 0,5 Prozent. Die Umsätze seien jedoch weiter niedrig angesichts der geopolitischen Unsicherheiten, heißt es.

Der Kospi in Seoul gibt dagegen anfängliche Aufschläge wieder ab und liegt 0,4 Prozent im Minus. Die Zahl der Neuinfektionen in Südkorea bleibt hoch, zuletzt wurde eine Zunahme um 371 vermeldet. Das ist zwar ein leichter Rückgang gegenüber dem Vortag, doch stieg die Zahl der Neuinfektionen damit den 15. Tag in Folge dreistellig. Die Regierung debattiert, die Maßnahmen weiter zu verschärfen und die strengsten Regeln bei den Kontaktbeschränkungen anzuwenden. Dies würde die Schließung von Schulen und Unternehmen nach sich ziehen und die Wirtschaft des Landes weiter belasten.

Sollte sich die Situation noch weiter verschärfen, sei die Regierung bereit, einen weiteren Nachtragshaushalt zu verabschieden, um die negativen Folgen aufzufangen, sagte Finanzminister Hong Nam-ki.

=== 
Index (Börse)            zuletzt      +/- %      % YTD       Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    6.089,20     -0,60%     -8,90%      08:00 
Nikkei-225 (Tokio)     23.325,93     +0,50%     -1,55%      08:00 
Kospi (Seoul)           2.359,43     -0,42%     +7,36%      08:00 
Schanghai-Comp.         3.367,04     +0,51%    +10,39%      09:00 
Hang-Seng (Hongk.)     25.500,06     +0,87%     -9,64%      10:00 
Straits-Times (Sing.)   2.565,73     +1,82%    -21,12%      11:00 
KLCI (Malaysia)         1.549,11     -0,36%     -2,47%      11:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %      00:00   Do, 9:19   % YTD 
EUR/USD                   1,1854      +0,3%     1,1821     1,1817   +5,7% 
EUR/JPY                   126,60      +0,5%     125,94     125,31   +3,9% 
EUR/GBP                   0,8952      -0,0%     0,8955     0,8949   +5,8% 
GBP/USD                   1,3242      +0,3%     1,3201     1,3207   -0,1% 
USD/JPY                   106,79      +0,2%     106,55     106,02   -1,8% 
USD/KRW                  1184,35      -0,3%    1187,75    1184,82   +2,5% 
USD/CNY                   6,8770      -0,2%     6,8937     6,8837   -1,2% 
USD/CNH                   6,8737      -0,2%     6,8869     6,8803   -1,3% 
USD/HKD                   7,7501      -0,0%     7,7502     7,7501   -0,5% 
AUD/USD                   0,7286      +0,4%     0,7260     0,7237   +4,0% 
NZD/USD                   0,6659      +0,2%     0,6643     0,6624   -1,1% 
Bitcoin 
BTC/USD                11.379,01      +0,9%  11.282,01  11.379,51  +57,8% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.      +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  43,00      43,04      -0,1%      -0,04  -24,9% 
Brent/ICE                  45,11      45,09      +0,0%       0,02  -27,3% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.940,44   1.929,50      +0,6%     +10,94  +27,9% 
Silber (Spot)              27,22      27,08      +0,5%      +0,15  +52,5% 
Platin (Spot)             934,63     936,50      -0,2%      -1,88   -3,2% 
Kupfer-Future               2,99       2,97      +0,8%      +0,02   +6,0% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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(END) Dow Jones Newswires

August 28, 2020 00:49 ET (04:49 GMT)

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