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Inflationsschub ist das größte Risiko für die Weltwirtschaft und die Kapitalmärkte

Laut der kürzlich veröffentlichten aktualisierten Konjunkturprognosen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), wird der Einbruch des globalen BIP in 2020 mit 4,5 Prozent, 1,5 Prozentpunkte geringer als noch im Juni erwartet. Die Prognose für das kommende Jahr wurde nur leicht auf fünf Prozent nach unten korrigiert.

Die chinesische Volkswirtschaft konnte sich bisher am schnellsten vom wirtschaftlichen Einbruch erholen und könnte in diesem Jahr sogar ein Wachstum in Höhe von knapp zwei Prozent erreichen. Demgegenüber werden sowohl die USA mit -3,8 Prozent als auch Deutschland mit -5,4 ein negatives Jahreswirtschaftswachstum aufweisen. Die Erwartungen für die gesamte Eurozone liegen aufgrund der tieferen Rezession in einigen Teilnehmerstaaten, etwa in Frankreich und Spanien, mit -7,9 Prozent noch tiefer. Auch einzelne Schwellenländer werden heftiger vom wirtschaftlichen Einbruch betroffen sein, etwa Indien und Mexiko mit einem erwarteten BIP-Minus in Höhe von jeweils 10,2 Prozent.

Fast allen Volkswirtschaften steht jedoch im kommenden Jahr eine dynamische Erholung in Aussicht. Die OECD-Experten weisen allerdings darauf hin, dass sich die Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Erholung in den kommenden Monaten verlangsamen wird. Einerseits dürfte der private Konsum angesichts anhaltender Sorgen vieler Menschen vor Einkommens- oder Arbeitsplatzverlusten noch länger verhalten bleiben. Zudem werden nicht alle Branchen gleichförmig den Wachstumspfad wieder erreichen, denn nach wie vor leiden bspw. die Sektoren Reisen oder Veranstaltungen unter bestehenden oder zuletzt teilweise sogar wieder verschärften Kontakt- und Kapazitätsbeschränkungen.

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© 2020 marktEINBLICKE
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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