DJ PRESSESPIEGEL/Unternehmen
Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.
AUDI - Die Volkswagen-Tochter Audi will in China ein neues Joint Venture mit dem Autokonzern First Automotive Works (FAW) eingehen. Das berichtet die Branchen- und Wirtschaftszeitung Automobilwoche unter Berufung auf Unternehmensquellen. Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten und sollen bis Jahresende abgeschlossen sein. Audi will 75 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen halten. Der Standort des neuen Werks für E-Fahrzeuge ist noch Teil der Verhandlungen. Audi und FAW betreiben bereits ein Werk in Changchun im Nordosten Chinas. Der Autohersteller wollte sich dazu nicht äußern. (Automobilwoche)
SIEMENS - Obwohl offiziell für eine Abspaltung per Börsengang vorgesehen, wird die Siemens-Antriebseinheit Flender jetzt direkt zum Verkauf gestellt. Nach FAZ-Informationen hat Siemens Infomaterial an eine kleinere Zahl möglicher Käufer geschickt, die zuvor sehr konkretes Interesse bekundet hatten. (FAZ)
BAYER - Der Pharmakonzern Bayer hat wegen des Rechtsstreits über das Pflanzenschutzmittel Glyphosat jüngst milliardenschwere Rückstellungen gebildet und deshalb den höchsten Quartalsverlust seiner Geschichte eingefahren. Jetzt drohen durch den europäischen Green Deal der EU-Kommission zusätzliche Klimaschutzlasten. Doch der für die Sparte Crop Science zuständige Bayer-Vorstand Liam Condon gibt sich im Welt-Interview gelassen. Der Konzern stehe hinter den EU-Zielen. Und mit Glyphosat verfüge man über ein Produkt, das dem Klimaschutz diene. (Welt)
KAUFHOF - Der neue Chef der Kauhaus-Gruppe Galeria Karstadt Kaufhof, Miguel Müllenbach, hat die Gewerkschaften aufgefordert, ihre Haltung zu Sonntagsöffnungen in Pandemie-Zeiten zu überdenken. "Gerade jetzt, da noch viele Händler unter den Krisenfolgen leiden", sagte Müllenbach. "Wir sind mit vielen Städten, aber auch den Kirchen zu diesem Thema im Gespräch und bekommen viel Unterstützung. Die Gewerkschaften sollten ihre Position in dieser Frage noch einmal überdenken." Außerdem kündigt Müllenbach an, das Internet-Geschäft stärken zu wollen: "Wir greifen jetzt an, denn in diesem Bereich waren wir in der Vergangenheit viel zu langsam und altbacken." Für sein Unternehmen blickt Müllenbach nach der Insolvenz optimistisch in die Zukunft: "Galeria Karstadt Kaufhof ist ab 1. Oktober schuldenfrei und hat eine starke Kapitalbasis. Es waren harte Wochen für uns alle, insbesondere für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jetzt aber schauen wir nach vorn." (Bild am Sonntag)
WIRECARD - Die Großbank Santander gilt als heißester Kandidat für den Kauf des Kerngeschäfts der Wirecard AG. Dem hauseigenen Geldinstitut des Skandalkonzerns könnte indes die Abwicklung drohen. Die Geschäfte und die Zahlen des Skandalkonzerns haben sich die Abgesandten von Santander gleichwohl kühl und nüchtern angeschaut und vor Wochen rund 100 Millionen Euro als möglichen Kaufpreis genannt; ganz unverbindlich. Inzwischen haben der Insolvenzverwalter und die spanische Großbank weiter verhandelt. Unterschrieben ist aber noch nichts. (SZ)
HECKLER & KOCH - Die Ausschreibung für das künftige Sturmgewehr der Bundeswehr war möglicherweise rechtswidrig. Das geht aus Schreiben an das Verteidigungsministerium und der Beantwortung schriftlicher Anfragen hervor, die der FAZ vorliegen. Demnach hatte der unterlegene Bieter Heckler & Koch schon während des Wettbewerbs Beschwerde gegen das Prüfverfahren geführt und hat nun die Vergabe formell gerügt. Soldaten müssen sich deshalb auf eine lange Verzögerung einstellen. (FAZ)
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September 28, 2020 00:13 ET (04:13 GMT)
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