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MÄRKTE ASIEN/Freundlich - SMIC von Handelserschwernis belastet

DJ MÄRKTE ASIEN/Freundlich - SMIC von Handelserschwernis belastet

Von Steffen Gosenheimer

TOKIO / SCHANGHAI (Dow Jones)--Nach günstigen Vorgaben der US-Börsen sind die Aktienmärkte in Ostasien und in Australien freundlich in die neue Woche gestartet. Für Optimismus sorgt auch, dass die US-Demokraten ihren Vorschlag für ein weiteres Hilfspaket für die US-Wirtschaft vorantreiben, über das noch im Laufe der Woche abgestimmt werden könnte. Allerdings liegt es trotz seines deutlich abgespeckten Volumen mit 2,4 Billionen Dollar noch fast doppelt so hoch wie die Vorstellungen der Republikaner. Daneben stützt auch die Hoffnung auf die baldige Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus.

Gesucht sind in der gesamten Region insbesondere Aktien aus dem Technologiesegment, nachdem diese auch in den USA die Erholung am Freitag angeführt hatten. In Tokio geht es für den Nikkei-Index um 0,7 Prozent nach oben auf 23.361 Punkte, in Hongkong gewinnt der HSI ebenfalls 0,7 Prozent und der Kospi in Südkorea macht einen Satz um 1,4 Prozent nach oben.

In Seoul stützt die Erwartung einer erstmals seit sieben Monaten wieder positiven Handelsbilanz für September, nachdem im August noch ein Minus von 10,1 Prozent im Jahresvergleich ausgewiesen wurde. Experten rechnen nun mit einer Zunahme um 4,4 Prozent, gestützt auch von chinesischen Käufen von Halbleiterchips angesichts verschärfter US-Restriktionen für den chinesischen Technologieriesen Huawei. Marktteilnehmer berichten daneben von Schnäppchenkäufen nach den jüngsten Verlusten.

Nächste Maßnahme in US-chinesischem Handelsstreit 

Knapp behauptet tendiert Schanghai. Die Stimmung wird in der Breite damit allenfalls leicht davon belastet, dass US-Chipunternehmen nun Lizenzen einholen müssen, bevor sie bestimmte Technologien an Chinas größten Hersteller von Halbleitern, SMIC, exportieren dürfen. Grund ist laut dem US-Handelsministerium die Gefahr, dass Exporte an die Semiconductor Manufacturing International Corp (SMIC) oder Tochtergesellschaften Gefahr liefen, für chinesische militärische Aktivitäten genutzt zu werden. Die Trump-Administration hatte zuvor wochenlang darüber beraten, ob SMIC Exportbeschränkungen auferlegt werden sollen.

Dutzende von Unternehmen, vom Telekommunikationsriesen Huawei bis hin zu weniger bekannten Firmen, waren in den vergangenen Jahren bereits auf eine ähnliche Liste gesetzt worden. Die SMIC-Aktie rutscht darauf um knapp 6 Prozent ab.

Ebenfalls in Hongkong schießen HSBC um 7,8 Prozent nach oben, nachdem der Versicherer Ping An seine Beteiligung bei dem Finanzkonzern auf 8,0 Prozent leicht aufgestockt hat. Die HSBC-Aktie war in der Vorwoche noch auf das niedrigste Niveau seit 1995 gefallen. Ping An geben um 0,4 Prozent nach.

China Evergrande machen den 9-prozentigen Verlust vom Freitag wieder wett und erholen sich um fast 12 Prozent. Anlass für die Verkaufswelle waren Spekulationen, wonach der zweitgrößte Immobilienentwickler des Landes mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat. Das Unternehmen hat dem nun entgegengehalten, finanziell auf gesunden Beinen zu stehen.

Index (Börse)            zuletzt      +/- %      % YTD          Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    5.971,40     +0,11%    -10,66%         08:00 
Nikkei-225 (Tokio)     23.361,84     +0,68%     -1,91%         08:00 
Kospi (Seoul)           2.310,43     +1,37%     +5,13%         08:00 
Schanghai-Comp.         3.212,27     -0,22%     +5,32%         09:00 
Hang-Seng (Hongk.)     23.406,31     +0,74%    -17,65%         10:00 
Straits-Times (Sing.)   2.482,45     +0,41%    -23,29%         11:00 
KLCI (Malaysia)         1.509,91     +0,05%     -5,01%         11:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %      00:00  Fr, 9:15 Uhr   % YTD 
EUR/USD                   1,1638      +0,1%     1,1627        1,1674   +3,8% 
EUR/JPY                   122,60      -0,2%     122,84        122,95   +0,6% 
EUR/GBP                   0,9114      +0,0%     0,9111        0,9123   +7,7% 
GBP/USD                   1,2770      +0,1%     1,2761        1,2797   -3,7% 
USD/JPY                   105,35      -0,3%     105,66        105,30   -3,1% 
USD/KRW                  1174,45      +0,3%    1174,45       1171,42   +1,7% 
USD/CNY                   6,8238      -0,1%     6,8238        6,8155   -2,0% 
USD/CNH                   6,8287      -0,0%     6,8304        6,8240   -2,0% 
USD/HKD                   7,7502         0%     7,7502        7,7503   -0,5% 
AUD/USD                   0,7060      +0,4%     0,7033        0,7082   +0,8% 
NZD/USD                   0,6559      +0,2%     0,6549        0,6589   -2,6% 
Bitcoin 
BTC/USD                10.894,26      +1,6%  10.718,76     10.693,51  +51,1% 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settl.      +/- %       +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  39,96      40,25      -0,7%         -0,29  -29,7% 
Brent/ICE                  41,67      41,92      -0,6%         -0,25  -32,4% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag      +/- %       +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.862,51   1.861,77      +0,0%         +0,75  +22,8% 
Silber (Spot)              22,92      22,90      +0,1%         +0,02  +28,4% 
Platin (Spot)             857,15     853,05      +0,5%         +4,10  -11,2% 
Kupfer-Future               0,00       2,97         0%             0   +5,2% 
 
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com 

DJG/DJN/gos/err

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September 28, 2020 01:02 ET (05:02 GMT)

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