Anzeige
Mehr »
Mittwoch, 13.05.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Bahnbrechende KI-Lösung "Ohne Nadelstiche" als Ersatz für herkömmliche Bluttests "unlocked"?!
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
363 Leser
Artikel bewerten:
(1)

Scholz pocht auf Umsetzung von Risikoreduzierungsgesetz

DJ Scholz pocht auf Umsetzung von Risikoreduzierungsgesetz

Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat darauf bestanden, trotz der gravierenden wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie gesetzliche Maßnahmen umzusetzen, mit denen große Banken zu größeren Kapitalpuffern verpflichtet werden sollen. "Wir müssen die Banken sicherer machen, das hilft auch in der jetzigen Wirtschaftskrise", sagte Scholz bei der ersten Lesung des "Risikoreduzierungsgesetzes" im Bundestag.

Mit dem Gesetz, das Teile des EU-Bankenpakets umsetzt, will die Regierung den Bankensektor in Deutschland krisenfest machen. Demnach sollen große Banken Verlustpuffer für mindestens 8 Prozent ihrer Bilanzsumme vorhalten müssen. Institute mit einer Bilanzsumme unter 5 Milliarden Euro und damit viele Volksbanken und Sparkassen sollen aber von Erleichterungen bei der Regulierung profitieren. Zum Verbraucherschutz sollen zudem besonders von Verlustrisiken betroffene Produkte wie Nachranganleihen nur in einer Stückelung von mindestens 50.000 Euro vertrieben werden dürfen. Scholz betonte, mit dem Gesetz würden Konsequenzen aus der Finanzkrise von 2008 und 2009 gezogen.

Der von Deutschland in der EU durchgesetzte Verlustpuffer diene dazu, dass "die Banken im Krisenfall gut vorbereitet sind", betonte er. "Deshalb ist es richtig, dass wir das tun und auch jetzt, wo wir eine anders motivierte Krise haben, weiter daran festhalten." Zudem müsse der Anlegerschutz mit bedacht und mit der Anleihestückelung dafür gesorgt werden, "dass im Bankensektor keine Geschäfte organisiert werden, die die Kundinnen und Kunden dieser Banken nicht gut verstehen". Auch diese Maßnahme trage dazu bei, dass der Bankensektor sicherer werde.

Union findet Mindeststückelung übertrieben 

Der Koalitionspartner Union verlangte allerdings noch Nachbesserungen an dem von Scholz vorgelegten Gesetzentwurf. "Bei der Proportionalität haben wir noch Luft nach oben, hier sollten wir im Gesetzgebungsverfahren auch nachbessern", sagte der CSU-Abgeordnete Alexander Radwan. Dies gelte etwa für Offenlegungspflichten von Förderbanken. "Hier muss nachgesteuert werden", verlangte er. Auch die von Scholz geplante Mindeststückelung bei risikoreichen Anlagen von 50.000 erscheine "übertrieben" und müsse überdacht werden. Dies hatte zuvor auch schon der Bundesrat gefordert.

Grundsätzlichere Kritik kam von der Opposition. Eine mit dem Gesetz versprochene Reduzierung von Risiken und Stärkung der Proportionalität werde von der Politik der Regierung nicht erreicht, monierte der FDP-Finanzexperte Florian Toncar. Es handele sich um "reine Proportionalitätslyrik". Die FDP schlage vor, drei bis vier Größenklassen für Banken zu definieren. Im Grundsatz brauche man einen anderen Ansatz bei der Regulierung von Banken mit weniger staatlicher Detailsteuerung.

Grünen-Finanzsprecherin Lisa Paus erklärte, die Risikoreduzierung bei den großen systemrelevanten Banken sei "auf halbem Wege steckengeblieben". Die Pläne leiteten "nicht den nötigen grundsätzlichen Richtungswechsel ein", kritisierte auch der Linke-Abgeordnete Jörg Cezanne. Der Ansatz, die international vernetzten Großbanken sollten einfach einmal "ein paar mehr Euro auf die hohe Kante legen", sei unrealistisch. Vielmehr solle man Geschäfte verbieten, die zu der Krise geführt hätten - etwa "riskante Wetten" im Investmentbanking.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/cbr

(END) Dow Jones Newswires

October 08, 2020 04:50 ET (08:50 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
Vergessen Sie Gold, Silber und Öl: Nächste Megarallye startet!
Die Märkte feiern neue Rekorde – doch im Hintergrund braut sich eine Entwicklung zusammen, die alles verändern könnte. Die anhaltende Sperrung der Straße von Hormus sorgt laut IEA für eine der größten Energiekrisen aller Zeiten. Gleichzeitig schießen die Preise für Düngemittel und Agrarrohstoffe bereits nach oben.

Damit droht ein perfekter Sturm: steigende Energiepreise, explodierende Produktionskosten und ein möglicher Super-El-Nino, der weltweit Ernten gefährdet. Erste Auswirkungen sind längst sichtbar – Weizen, Soja und Kakao verteuern sich deutlich, während Lebensmittelpreise vor dem nächsten Sprung stehen könnten.

Für Anleger bedeutet das nicht nur Risiken, sondern enorme Chancen. Denn während klassische Märkte unter Druck geraten könnten, entsteht auf den Feldern und Plantagen der nächste große Rohstoffzyklus. Wer sich jetzt richtig positioniert, kann von einer Entwicklung profitieren, die weit über Öl und Metalle hinausgeht.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir drei Aktien vor, die besonders aussichtsreich sind, um von diesem Trend zu profitieren – solide positioniert, strategisch relevant und mit erheblichem Aufwärtspotenzial.



Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Agrar-Boom voll durchschlägt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.