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MÄRKTE EUROPA/Uneinheitlich - Banken- und Reise-Titel fest

DJ MÄRKTE EUROPA/Uneinheitlich - Banken- und Reise-Titel fest

Von Herbert Rude

FRANKFURT--(Dow Jones)--An den europäischen Börsen hat sich am Dienstag keine einheitliche Tendenz durchgesetzt. Während der DAX mit einem Minus von 0,9 Prozent auf 12.737 Punkte deutlich schwächer schloss und auch der Index in Amsterdam leichter aus dem Handel ging, zogen die Kurse in Madrid und Mailand deutlicher an. London und Paris schlossen wenig verändert. Der Euro-Stoxx-50 gab um 0,5 Prozent nach auf 3.228 Punkte.

Bei den Branchen legten die Sektorindizes der Banken und der Reise-Aktien deutlich zu. Dagegen ging es mit den Aktien der Gesundheits-, Technologie- und Chemie-Branche nach unten.

Anleger sollten weniger auf mögliche oder bereits verhängte Lockdowns schauen als vielmehr auf die Unterschiede zum Lockdown vom Frühjahr, sagte Felix Herrmann, Anlagestratege bei Blackrock. "Man kann unter dem Strich daher mit einigem Optimismus davon ausgehen, dass das in den vergangenen Monaten gesammelte Wissen der Politik und der Wissenschaft dafür sorgt, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der zweiten Welle bei weitem nicht das Ausmaß der ersten erreichen", ergänzte er.

Daneben sprachen Marktteilnehmer auch von einer abwartenden Haltung zum "Tag der Entscheidung", die vor allem die US-Börsen betraf. Zum einen lief dort die Frist für eine Einigung über das Fiskalpaket ab. Bei einem Scheitern der Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten würde ein neues Paket erst nach der Wahl auf den Weg gebracht werden. "Bei der derzeitigen Ruhe könnte es sich um die Ruhe vor dem Sturm handeln", meinte Ricardo Evangelista, Analyst vom Brokerhaus Activ-Trades.

Daneben stand es aber auch aus technischer Sicht "spitz auf Knopf". Nun muss sich zeigen, ob viele der großen US-Technologietitel wie Microsoft oder Apple die letzten Tiefststände verteidigen oder unterschreiten. Sollten sie unter die Tiefs fallen, würde sich der jüngste Anstieg als Zwischenerholung entpuppen und die Korrektur fortsetzen, warnte der technische Analyst Marcel Mußler, der deshalb ebenfalls vom "Tag der Entscheidung" sprach.

UBS-Zahlen stützen Banken- "Prinzip Hoffnung" die Reise-Aktien 

Die Bank-Aktien wurden von den Quartalszahlen der UBS gestützt. Diese gewannen 2,7 Prozent, nachdem der Vorsteuergewinn im dritten Quartal die Schätzungen um 16 Prozent übertroffen hat. Am deutschen Markt stiegen Deutsche Bank um 1,9 Prozent und Commerzbank um 3,2 Prozent.

Bei den Reise-Aktien war allgemein vom "Prinzip Hoffnung" die Rede. IAG stiegen um 6,6 Prozent, Easyjet um 5,7 Prozent, und auch Lufthansa legten trotz sehr schwacher Quartalszahlen um 2,9 Prozent zu. Setze sich der Kapitalabfluss in dem Tempo fort, reiche die Liquidität noch vier Quartale, sagte ein Händler. Die Hoffnung in der Branche ruhe auf einem Impfstoff und darauf, dass der Preiskampf der vergangenen Jahre nach der Corona-Krise vorbei sei.

Auch der Branche nahestehende Aktien zogen an, so MTU und Fraport um gut 3 Prozent und knapp 5 Prozent. In Madrid gewannen die Aktien des Flughafenbetreibers Aena 4,5 Prozent und Amadeus IT 0,5 Prozent, auch deshalb gewann der Ibex in Madrid 1,0 Prozent.

Im DAX fielen Fresenius Medical Care um 5,5 Prozent und Fresenius um 2,8 Prozent. Deutsche Börse gaben um 3,4 Prozent nach.

Gute Quartalsberichte stützen Einzeltitel 

Die Drittquartalszahlen von Kühne & Nagel haben laut Bernstein die Stärke des Unternehmens unterstrichen. Drei der Sparten hätten die Gewinnschätzungen übertroffen. Positiv hoben die Analysten zudem den freien Cashflows hervor. Auch sei es dem Unternehmen gelungen, die operativen Kosten in der wichtigen Luft- und Seesparte stabil zu halten. Der Kurs legte um 1,5 Prozent zu.

Logitech machten einen Sprung um 15,8 Prozent. Der Hersteller von Computer- und Gamingzubehör hat nach einem guten zweiten Quartal die Prognose angehoben. "Mit dem Trend zum Homeoffice hat das Unternehmen momentan eine Sonderkonjunktur", so ein Aktienhändler. Die Gewinnentwicklung sei "sensationell" und in dem Umfang nicht erwartet worden.

Trotz guter Geschäftszahlen gaben Remy Cointreau um 2,4 Prozent nach. Wie die Citigroup anmerkte, hat das Unternehmen erneut die Umsatzerwartungen geschlagen. Die Analysten verwiesen auf das solide Geschäft in China und den USA. Dass die Aktie dennoch fiel, liegt laut Händlern an der "ambitionierten" Bewertung der Aktie.

Cashflow bei BMW besser - Jenoptik senkt Prognose 

BMW hat im dritten Quartal von der Erholung der Automärkte sowie Kostensenkungen profitiert und bei der Cashflow-Entwicklung positiv überrascht. Der vorläufige freie Cashflow im Segment Automobile lag deutlich höher als von Analysten prognostiziert. Die BMW-Aktie schloss 0,7 Prozent im Plus.

Von sehr schwachen Zahlen sprach ein Marktteilnehmer mit Blick auf Munich Re. Der Gewinn hat sich mehr als geviertelt. Das lag aber überwiegend an Covid-19, so dass auch hier die Hoffnung besteht, dass sich die Lage irgendwann wieder bessert. Der Kurs konnte sich so mit einem Minus von 0,6 Prozent noch vergleichsweise gut schlagen.

Jenoptik brachen um 5,9 Prozent ein. Das Unternehmen hat die Umsatzprognose gesenkt, auf 730 bis 750 Millionen Euro nach bisher 770 bis 790 Millionen Euro.

Platzierung bei Teamviewer 

Westwing schossen 23,2 Prozent nach oben. Der Online-Möbelhändler hat starke Drittquartalszahlen geliefert und den Ausblick angehoben.

Teamviewer verloren 8,4 Prozent auf 42,24 Euro. Finanzinvestor Permira hat 22 Millionen Aktien zu einem Preis von 42,25 Euro je Aktie bei Investoren platziert - ein Anteil von rund 11 Prozent. Mit einem Anteil von 28 Prozent bleibt Permira größter Teamviewer-Aktionär, somit ist mit weiteren Platzierungen zu rechnen.

Sartorius stiegen um 2,9 Prozent und markierten zeitweise neue Allzeithochs. Im dritten Quartal hat Sartorius in allen Bereichen die Erwartungen geschlagen. Außerdem hat das Unternehmen sowohl das Ziel für den Umsatz als auch die Erwartung an die EBITDA-Marge nach oben genommen.

SAF Holland stiegen nach ihren Unternehmenszahlen auf neue Jahreshochs. Der Kurs gewann 4,2 Prozent auf 8,10 Euro. Die bereinigte EBIT-Marge im dritten Quartal hat mit 6,4 Prozent das Niveau des gleichen Vorjahreszeitraums übertroffen, wie das Unternehmen mitteilte.

Grenke erholten sich um 5,9 Prozent. Laut einem Zwischenbericht haben die Prüfungen bisher keine wesentlichen Auffälligkeiten im Geschäftsmodell und der Geschäftsorganisation erkennen lassen, so das Unternehmen.

=== 
Index                  Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
.                         stand      absolut         in %          seit 
.                                                          Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50          3.227,87       -14,64        -0,5%        -13,8% 
Stoxx-50               2.892,01       -18,21        -0,6%        -15,0% 
Stoxx-600                365,51        -1,30        -0,4%        -12,1% 
XETRA-DAX             12.736,95      -117,71        -0,9%         -3,9% 
FTSE-100 London        5.889,22        +4,57        +0,1%        -22,0% 
CAC-40 Paris           4.929,28       -13,34        -0,3%        -17,5% 
AEX Amsterdam            564,00        -3,52        -0,6%         -6,7% 
ATHEX-20 Athen         1.470,51       +13,01        +0,9%        -36,0% 
BEL-20 Brüssel         3.260,09        -2,29        -0,1%        -17,6% 
BUX Budapest          33.700,78      +103,99        +0,3%        -26,9% 
OMXH-25 Helsinki       4.429,08       -18,44        -0,4%         +4,9% 
ISE NAT. 30 Istanbul   1.335,08        +5,11        +0,4%         -3,8% 
OMXC-20 Kopenhagen     1.408,29        -1,98        -0,1%        +24,0% 
PSI 20 Lissabon        4.214,10       -42,95        -1,0%        -20,0% 
IBEX-35 Madrid         6.927,30       +67,10        +1,0%        -27,5% 
FTSE-MIB Mailand      19.482,13      +107,92        +0,6%        -17,6% 
RTS Moskau             1.140,69        +5,57        +0,5%        -26,4% 
OBX Oslo                 755,84        -4,67        -0,6%        -10,4% 
PX  Prag                 870,08        -2,12        -0,2%        -22,0% 
OMXS-30 Stockholm      1.841,59        -0,00        -0,0%         +3,9% 
WIG-20 Warschau        1.656,34        +8,23        +0,5%        -23,0% 
ATX Wien               2.194,11        +0,96        +0,0%        -30,2% 
SMI Zürich            10.146,23       -38,13        -0,4%         -4,4% 
 
DEVISEN               zuletzt      +/- %  Di, 8:42 Uhr  Mo, 17:02 Uhr   % YTD 
EUR/USD                1,1829     +0,52%        1,1773         1,1783   +5,5% 
EUR/JPY                124,87     +0,65%        124,23         124,27   +2,4% 
EUR/CHF                1,0727     +0,13%        1,0716         1,0716   -1,2% 
EUR/GBP                0,9134     +0,46%        0,9093         0,9066   +7,9% 
USD/JPY                105,57     +0,13%        105,51         105,47   -2,9% 
GBP/USD                1,2950     +0,06%        1,2949         1,2997   -2,3% 
USD/CNH (Offshore)     6,6609     -0,27%        6,6746         6,6736   -4,4% 
Bitcoin 
BTC/USD             11.994,75     +2,08%     11.786,75      11.647,25  +66,4% 
 
ROHÖL                 zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex               40,90      40,83         +0,2%           0,07  -28,1% 
Brent/ICE               42,60      42,62         -0,0%          -0,02  -30,5% 
 
METALLE               zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)          1.911,52   1.904,30         +0,4%          +7,22  +26,0% 
Silber (Spot)           24,78      24,53         +1,0%          +0,26  +38,8% 
Platin (Spot)          875,90     863,95         +1,4%         +11,95   -9,2% 
Kupfer-Future            3,13       3,08         +1,7%          +0,05  +10,9% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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October 20, 2020 12:30 ET (16:30 GMT)

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