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Netflix sorgt für Ernüchterung

Der Streaming-Dienst Netflix (WKN: 552484 / ISIN: US64110L1061) wurde von vielen Anlegern als großer Profiteur der Corona-Krise gehandelt, denn durch die zeitweisen Lockdown-Maßnahmen und "Social Distancing" haben viele Menschen im ersten Halbjahr mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbracht und dabei auch die Dienste des US-Konzerns verstärkt genutzt. Doch der Corona-bedingte Rückenwind für Netflix scheint inzwischen spürbar nachgelassen zu haben, wie die neuesten Geschäftszahlen zeigen.

Prognose verfehlt

Netflix gab am Dienstag nach US-Börsenschluss bekannt, dass im dritten Quartal nur 2,2 Millionen Bezahlabos hinzugewonnen worden sind. Damit verfehlte das Unternehmen die eigene Prognose und auch die Erwartungen der Analysten.

Der Konkurrenzdruck steigt

Hatten Serienhits wie "Tiger King" und die erhöhte Streaming-Nachfrage wegen der Pandemie im ersten und zweiten Quartal mit 15,8 und 10,1 Millionen neuen Nutzern noch für einen Boom gesorgt, ließ das Wachstum zwischen Juli und September nun deutlich nach. Grund hierfür dürfte auch der gestiegene Konkurrenzdruck gewesen sein. Neben etablierten Rivalen wie Amazon (WKN: 906866 / ISIN: US0231351067) setzt nun auch der Mediengigant Walt Disney (WKN: 855686 / ISIN: US2546871060) voll auf das Streaming. Außerdem kamen mit WarnerMedias HBO Max und Comcasts Peacock weitere Services hinzu, die um die Gunst der Film- und Serienfans buhlen.

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Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

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