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SAP: Was kommt nach dem erneuten Schock?

Die Corona-Pandemie setzt SAP (WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600) noch stärker zu als bislang befürchtet wurde. Da die Nachfrage wegen neuer Beschränkungen zuletzt verhaltener ausfiel als gedacht, rechnet der Vorstand nun mit weniger Umsatz in diesem Jahr. Auch der operative Gewinn dürfte nicht mehr so hoch ausfallen wie zuletzt geplant.

Prognose erneut gekappt

Der wertvollste DAX-Konzern kappt wegen der Corona-Krise damit bereits zum zweiten Mal im laufenden Jahr die Prognose für 2020 und kann nun auch die mittelfristigen Ziele nicht mehr halten. Das Software-Unternehmen prognostiziert für 2020 nun ein währungsbereinigtes Betriebsergebnis zwischen 8,1 und 8,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,2 Mrd. Euro). Bisher wurde ein Betriebsgewinn zwischen 8,1 und 8,7 Mrd. Euro in Aussicht gestellt.

Schwache Nachfrage

Beim Umsatz wird nun mit einer Spanne zwischen 27,2 und 27,8 Mrd. Euro gerechnet statt der zuvor erwarteten 27,8 bis 28,5 Mrd. Euro (2019: 27,6 Mrd. Euro). Die nach unten revidierte Prognose begründete SAP damit, dass sich die Nachfrage weniger gut als erwartet entwickelt hat. Inzwischen geht SAP davon aus, dass sich die Corona-Pandemie voraussichtlich mindestens bis zur ersten Jahreshälfte 2021 negativ auswirken wird.

Besserung ab 2023

Außerdem wird als Folge des beschleunigten Umstiegs in die Cloud erwartet, dass die Software-Lizenzumsätze in den nächsten Jahren gegenüber dem Niveau von 2020 rückläufig sein werden. Deshalb dürfte der Umsatzwachstum verhalten ausfallen und das Betriebsergebnis dürfte in den nächsten zwei Jahren auch stagnieren oder etwas geringer sein, wie in der entsprechenden Unternehmensmeldung erklärt wurde. Ab dem Jahr 2023 wird aber wieder mit einem beschleunigten Wachstum der Umsatzerlöse und einem zweistelligen Wachstum beim Betriebsergebnis gerechnet.

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