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DAX 30: "Sell the rumour - Buy the fact"

Das SKS-Kursziel lautete 11.700 Indexzähler. Gestern schloss der DAX 30 sogar deutlich darunter bei 11.561. Damit bekam die Hoffnung auf eine Jahresendrally einen massiven Dämpfer. Allerdings boten die Stopp-Loss-Empfehlungen ab 12.500 auch eine gute Absicherung.

Der Markt und die Börse zeigen sich weiterhin übernervös und sehr volatil. Die Gewissheit eines neuen Lock-Downs sowie der unsichere Ausgang der US-Wahl belasten die Psyche. Zudem der anstehende Brexit. Für heute wird sich der DAX 30 an der 11.700 orientieren. So richtige Entlastung kann man sich aber erst ab Kursen oberhalb der 12.055 erwarten.

Hier verläuft das 61,8-Fibonacci-Retracement aus der jüngsten Swing-Bewegung (19.10.20 bis 28.10.20). Die kurzfristige Slow-Stochastik ist überverkauft. Das Momentum "tief rot" und der Trendfolger MACD richtungslos. Aus fundamentaler Sicht werden heute einige wichtige Daten veröffentlicht.

Die deutschen Arbeitslosenzahlen werden rückläufig prognostiziert, dem US-BIP-Wachstum ein Anstieg vorhergesagt. Der EZB-Zinsentscheid um 13:45 Uhr wird trotz der wohl rückläufigen deutschen Verbraucherpreise keine Zinsanpassung nach sich ziehen.

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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