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Spahn arbeitet nach Corona-Infektion ab Montag wieder im Ministerium

DJ Spahn arbeitet nach Corona-Infektion ab Montag wieder im Ministerium

Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--Der mit dem Corona-Virus infizierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird am Montag wieder in seinem Ministerium arbeiten. Das erklärte Spahn nach einer Videokonferenz seinen Kollegen von den 26 anderen EU-Mitgliedsstaaten.

"Es geht mir -- toi toi toi -- ganz gut. Die Symptome sind zurückgegangen", sagte Spahn während einer Pressekonferenz, die er aus häuslicher Quarantäne hielt. "Ich bin ab Montag dann auch wieder im Ministerium vor Ort."

Von seinem Zuhause aus moderierte er am Freitag eine Konferenz mit den Gesundheitsministern der Europäischen Union.

Spahn ist das erste Mitglied der Bundesregierung, das positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Der CDU-Politiker sagte, diese Pandemie mache "demütig".

"Sie fordert uns heraus als Privatperson, als Politik, aber auch als Staatengemeinschaft, als Europäische Union", so Spahn. "Die Herausforderung ist riesig. Wir wissen, wir können sie nicht alleine bewältigen."

EU-Kommissarin fordert verlässliche Corona-Daten von den Staaten 

Die EU-Minister und EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides besprachen in der Videokonferenz die Lage in Europa und die Reform der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Aktuelle gebe es ein "echtes Risiko", dass die Gesundheitssysteme in der EU mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie überfordert sein würden, so Kyriakides.

Die Kommissarin betonte, es sei wichtig, dass es eine bessere Koordination, Kooperation und Solidarität zwischen den EU-Staaten gebe, auch was das Reisen innerhalb des Kontinents angehe. Schnelltests und Antigentests seien hier wichtig.

"Das Testen allein ist aber nicht genug. Wir benötigen verlässliche Daten und einen reibungslosen Informationsfluss, um in der Lage zu sein, die richtigen Entscheidungen zu treffen", so Kyriakides. Sie habe die EU-Minister aufgefordert, korrekte Informationen zu liefern über den Stand der Pandemie in ihren Ländern.

Verlässliche Information werde mehr Vertrauen und mehr Planbarkeit schaffen, so die Kommissarin. "Den Impfstoff zu haben, wird alleine das Problem nicht lösen, sondern das Impfen selbst", so Kyriakides.

Auch Spahn betonte, dass das Virus nicht vor Grenzen halt mache und man nun als Europa zusammen stehen müsse. "Ohne Solidarität kein Europa", so Spahn.

Die EU werde zudem ein Treiber für die Reform der WHO sein, versprach Spahn. Es gehe darum, sie "transparenter, effektiver und schlagfähiger" zu machen, so Spahn.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/uxd

(END) Dow Jones Newswires

October 30, 2020 09:35 ET (13:35 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

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